Drucken

A. Geschäftsordnung des Bundesvorstands

  1. Der Bundesvorstand der Umweltgewerkschaft (Bundesvorstand) führt die Umweltgewerkschaft zwischen den Bundesdelegiertenversammlungen auf der Grundlage von Programm bzw. Gründungsresolution und Satzung der Umweltgewerkschaft sowie der Beschlüsse der Bundesdelegiertenversammlungen. Er ist nur gegenüber der Bundesdelegiertenversammlung rechenschaftspflichtig.
  2. Der Bundesvorstand vertritt die Umweltgewerkschaft gerichtlich und außergerichtlich im In- und Ausland, und repräsentiert sie auf nationaler und internationaler Ebene. . Schwerpunkt ist der nationale Aufbau in Deutschland, verbunden mit einem schrittweisen Aufbau einer verbindlichen internationalen Zusammenarbeit mit Kräften der Umweltbewegung anderer Länder.
  3. Der Bundesvorstand regelt seine Geschäftsverteilung selbst. Er wählt aus seiner Mitte mindestens 3 Sprecher*innen als „Geschäftsführenden Vorstand“. Der Geschäftsführende Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Er vertritt den Bundesvorstand nach außen, berät die Vorstandsmitglieder bei der Durchführung ihrer Aufgaben, beruft die Vorstandssitzungen rechtzeitig ein und ist verantwortlich für deren Vorbereitung, Leitung und Auswertung.
  4. Der Bundesvorstand hat die Aufgabe, die Orts- und Regionalgruppen und die in ihnen organisierten Mitglieder bei ihrer Arbeit zu unterstützen, einen Erfahrungsaustausch unter ihnen zu organisieren und die besten Ideen und Initiativen zur Gewinnung zahlreicher neuer Mitglieder und einer aktiven Finanzarbeit zu verbreiten und bekannt zu machen. Die Hauptmethode dabei ist die Überzeugungsarbeit. Der Bundesvorstand organisiert die Ausbildung von Funktionsträgern*innen, Bildungsangebote, überörtliche Aktivitäten sowie die zentrale Öffentlichkeitsarbeit. Er sucht aktiv die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen.
  5. Maßstab für die Arbeit des Bundesvorstands ist, die Umweltgewerkschaft zu einem Markenzeichen der kämpferischen Umweltbewegung zu entwickeln und sie durch einen kontinuierlichen Aufbau und eine stetige Mitgliedergewinnung zu einer bedeutenden und einflussreichen Gewerkschaft zu entwickeln.
  6. Der Bundesvorstand richtet eine Programmkommission sowie Fachgruppen zu wichtigen umweltpolitischen Fragen in ein und führt sie personell und inhaltlich.
  7. Der Bundesvorstand arbeitet demokratisch, weltanschaulich offen und auf überparteilicher Grundlage. Innerhalb des Bundesvorstands gibt es keine Weisungsbefugnis. Jedes Mitglied hat Gesamtverantwortung für die Umweltgewerkschaft und ihren weiteren Aufbau und führt die Aufgaben, die es übernommen hat, verlässlich und gewissenhaft durch bzw. sucht Rat bei anderen Vorstandsmitgliedern, wenn es Probleme bei der Durchführung der Aufgaben gibt.
  8. Die regelmäßigen Treffen des Bundesvorstands sind langfristig in einer Jahresplanung erfasst, damit möglichst alle Mitglieder daran teilnehmen können. Für die Terminierung gilt Folgendes: i.d.R. spätestens 4 Wochen vor dem TreffenAnträge zur Tagesordnung an den Geschäftsführenden Vorstand; 3 Wochen vor den Treffendie Einladungen zu den Treffen mit der vorgeschlagenen Tagesordnung und Zeitplan an alle Mitglieder des Bundesvorstands; 2 Wochen vor dem Treffen die zur Vorbereitung notwendigen Vorlagen an alle Mitglieder des Vorstandes; 1 Woche vor dem TreffenÄnderungsvorschläge zur Tagesordnung, zum Zeitplan und v.a. zu den Vorlagen an alle Mitglieder des Vorstandes. Änderungen zu Tagesordnung und/oder Zeitplan können in Ausnahmefällen auch direkt am Treffen noch eingebracht werden.
  9. Ziel der Beratungen des Bundesvorstands sind möglichst Entscheidungen nach dem Konsensprinzip unter Anwendung einer schöpferischen demokratischen Streitkultur. Wird kein Konsens erreicht, entscheidet die Mehrheit der Mitglieder des Bundesvorstands. Ein Beschlussvorschlag ist angenommen, wenn mindestens mehr als die Hälfte der Stimmen aller Mitglieder des Bundesvorstands ihm zustimmt. Änderungen an der Geschäftsordnung bedürfen einer 2/3-Mehrheit. Der Bundesvorstand ist beschlussfähig, wenn 50% seiner Mitglieder anwesend sind.
  10. Der Bundesvorstand verwirklicht in seiner Arbeit einen offenen und kritisch-selbstkritischen Umgang untereinander. Kritik wird als positiv und helfend betrachtet und muss sich in Inhalt und Form an diesem Anspruch ausrichten.
  11. Bei den Treffen des Bundesvorstands wird eine Redner*innenliste geführt. Jede*r hat das Recht auszureden. Redebeiträge sollten 5 Minuten nicht überschreiten. Es wird ein Beschlussprotokoll erstellt, das innerhalb einer Woche allen Vorstandsmitgliedern zugeht und im Rundlaufverfahren verabschiedet wird.
  12. Der Bundesvorstand arbeitet unentgeltlich und ehrenamtlich. Im Zusammenhang mit der perspektivischen Planung erstellt er einen Finanzplan. Entstandene Kosten für Aufgaben, die im Auftrag des Bundesvorstands durchgeführt werden, können abgerechnet werden. Der Bundesvorstand verwirklicht bei seiner gesamten Tätigkeit ein strenges Sparsamkeitsprinzip. Alle Beschlüsse werden im Hinblick auf ihre Finanzierbarkeit durchdacht. Der Bundesvorstand führt eine Liste seiner Sachwerte und organisiert den sorgfältigen Umgang damit und die sachgerechte Aufbewahrung.
  13. Der Bundesvorstand wählt mindestens 1 Kassierer*innen und deren/dessen Stellvertreter*innen. Diese führen gemeinsam ein Konto im Auftrag des Bundesvorstands, auf das Mitgliedsbeiträge und Spenden eingehen und von dem Kosten für Werbematerialien, Konferenzen, und für die laufende Arbeit des Bundesvorstands usw. finanziert werden. Er führt gemäß dem Beschluss der Bundesdelegiertenversammlung an die Orts-/Regionalgruppen deren Anteil an Mitgliedsbeiträgen und allgemeine Spenden ab. Für das Konto sind alle Kassierer*innen und mindestens ein Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands zeichnungsberechtigt. Der Bundesvorstand wahrt das Prinzip der finanziellen Unabhängigkeit.
  14. Die Kassenprüfer*innen werden in die Arbeit des Vorstandes einbezogen, soweit dies sinnvoll erscheint. Die Kassenverantwortlichen sorgen dafür, dass die zentrale Kasse jederzeit überprüfbar ist und alle Unterlagen vorliegen.

B. Arbeitsweise des Bundesvorstands der Umweltgewerkschaft

  1. Der Vorstand trifft sich etwa vierteljährlich, wenn nötig zu weiteren Arbeitstreffen. Eine Jahresplanung wird erstellt, die alle vorhersehbaren Aktivitäten und Termine langfristig festlegt. Zur Professionalisierung der Arbeit und zur Stärkung der Vorstandsebene werden zentrale themenbezogene Teams angeregt.
  2. Bei den Treffen des Bundesvorstands werden Kernfragen der Politik und der Entwicklung der Umweltgewerkschaft besprochen und Beschlüsse dazu gefasst. Die Treffen werden nicht mit Detailfragen überladen.
  3. Bei den Vorstandstreffen gibt der Geschäftsführende Vorstand einen Bericht, der einen Gesamtüberblick über die Entwicklung der Umweltgewerkschaft vermittelt. Sinnvoll ist zu Beginn ein gemeinsamer politischer Überblick und am Ende eine kritische Rückschau.
  4. Bei jedem Treffen wird die Umsetzung der gefassten Beschlüsse kontrolliert. Dazu führt der Geschäftsführende Vorstand ein Beschlussblatt.
  5. Eine umfassende Information aller Vorstandsmitglieder über wichtige Ereignisse und die verschiedenen Bereiche der Vorstandsarbeit ist notwendig.
  6. Für eine zielgerichtete Diskussion sind Vorlagen mit klar formulierten Beschlussvorschlägen wichtig. Jedes Vorstandsmitglied ist gehalten, sich anhand der Vorlagen, die rechtzeitig vorliegen, gründlich auf das Vorstandstreffen vorzubereiten und formulierte Anträge einzubringen.
  7. Ist eine Teilnahme am Vorstandstreffen nicht möglich, ist dies dem Geschäftsführenden Vorstand rechtzeitig mitzuteilen. Alle Mitglieder des Vorstands sollten verbindliche Rückmeldung über die von ihnen übernommenen Aufgaben geben. Sie können jederzeit um Unterstützung für die Vorbereitung bzw. für die Durchführung ihrer Aufgaben bitten.
  8. Von jedem Vorstandstreffen wird ein Protokoll erstellt, möglichst nicht von einem der Vorstandsmitglieder.
  9. Protokoll bzw. Kurzprotokoll werden innerhalb von längstens 2 Wochen allen Vorstandsmitgliedern zugesandt. Das Kurzprotokoll enthält nur die Namen der Anwesenden und die gefassten Beschlüsse.
  10. Nach jedem Vorstandstreffen werden die Orts- und Regionalgruppen bzw. direkt die Mitglieder der Umweltgewerkschaft schriftlich über die wichtigsten Ergebnisse und Beschlüsse informiert.
  11. Die Einrichtung einer Bundesgeschäftsstelle wird überprüft. Sie muss eine Büroorganisation mit einem öffentlichen Treffpunkt für Mitglieder und Interessierte der Umweltgewerkschaft verbinden und sich finanziell weitgehend selbst tragen.
  12. Der Bundesvorstand arbeitet möglichst auf dem modernsten Stand elektronischer Arbeitsmittel und Kommunikationsformen. Dazu erhalten seine Mitglieder von den fachkundigen Mitgliedern im Bundesvorstand jede Hilfe.
  13. Der Bundesvorstand garantiert die Vertraulichkeit aller Mitgliedsdaten und die Einhaltung aller datenrechtlichen Vorschriften.