Fest der Demokratie? Angeordnete Demokratie und verortete Proteste. So stellen sich Innen­ministerium und Bürgermeister, Polizei und Justiz den Ablauf von G20 in Hamburg vor. Jene zur Berühmtheit aufgestiegene Elb-Halbinsel Entenwerder – in normalen Zeiten beschaulich – abseitig gelegen und als Hunde-Auslaufplatz mit entsprechenden Begleiterscheinungen versetzt – ist Schauplatz martialischer Polizeiaufgebote und juristischer Hickhacks geworden.


Im Vorfeld dieses ominösen Gipfels selbsternannter Eliten, werden Bedrohungsszenarien im Minutentakt durch die entsprechenden Kanäle gejagt, in der Hoffnung, dass der verängstigte Bürger in seinen vier Wänden verharrt und sich die Welt via TV zu Gemüte führt. Alle Zahlenspiele und Drohkulissen haben zu keiner Veränderung der Meinungen geführt: Die weithin überwiegende Mehrheit der Hamburger*innen ist gegen diesen Gipfel und gleiche oder ähnliche inszenierte Spektakel der sogenannten Eliten.
G20 HubschraubergruppeDer Angriff auf junge Menschen scheint die Strategie aus Polizeiführung, Geheimdiensten, BKA und weiterer „Experten“ zu sein, nämlich durch Einschüchterung und Verweigern elementarer Bedürfnisse zu sein: Einerseits 20000 und sicher mehr Staatsdiener, die kaserniert die harte Linie befolgen zu haben, andererseits junge Menschen, die erkennenderweise sich von Reaktionären, Fundamentalisten, Faschisten, sogenannten Neo-Liberalen abwenden und ihre Zukunftsperspektive einfordern. Es ist ihr Protest, der im Altonaer Volkspark und auf der Entenwerder Wiese gegängelt wird.