Klein, aber fein:

ein Ableger des Protests zum Weltklimatag 2016
in Erfurt/Thüringen

"Warum bist du denn nicht zu unserer Klima-Kundgebung gekommen?" - Antwort: "Es hat doch geregnet!"

Tatsächlich, in dem Moment, als wir mit dem Aufbau unserer farbenfrohen Pavillons und Transparente fertig waren - es war genau 12 Uhr am Sonnabend, 19.11.,-  setzte ein penetranter Regen ein! Die Teilnehmer, sofern sie nicht »wasserfest« waren, drängten sich unter die Pavillons. Dort konnte man sich in den Redepausen mit den Infos und Unterschriftenlisten der Umweltgewerkschaft, des Bürgerforums samt einem Modell eines Wasserstoffautos, des frisch gegründeten »Internationalistischen Bündnisses« der MLPD und Broschüren der Linkspartei auseinandersetzen.

Die scharfe Kritik am Rollback in der bundesdeutschenUmweltpolitik und den lächerlichen Ergebnissen der UN-Klimakonferenz kam in einem Pfeifkonzert zum Ausdruck. Der Beitrag eines Vorstandsmitglieds der Umweltgewerkschaft, extra aus Berlin angereist, überzeugte und war eine"Bereicherung", wie ein Kundgebungsteilnehmer, sonst eher skeptisch in der Umweltfrage, es bewertete.

Auch die Kritik an dem Abgas-Skandal von VW und dem geplanten ungeheuerlichen Arbeitsplatzabbau in der Autoindustrie, durch einen Mitstreiter von der MLPD, der die Notwendigkeit eines Systemwechsels begründete, war ein wichtiger Beitrag. Vielleicht hätte man durch mehr Information und das Anprangern einiger Fälle von unglaublicher Umweltzerstörung in aller Welt durch internationale Konzerne die Teilnehmer noch mehr aufrütteln sollen.

Nah an den Erfahrungen der Menschen war ein ernährungskritischer Beitrag einer Ernährungsberaterin. Sie zeigte schonungslos die Profitgier der Nahrungsmittelindustrie auf. Die positiven Möglichkeiten einer umweltfreundlichen Technik bewies der Vertreter des Bürgerforums, der sich seit Langem mit dem Wasserstoffauto beschäftigt. Auch die Initiative eines engagierten Bürgers für die Begrünung des Erfurter Petersbergs kam zum Tragen.

Und last not least wurden "Die vier Elemente", ein wunderschönes Bild, eine Liebeserklärung an die Schönheit der Natur, von Marco Schaub, dem Künstler selber vorgestellt.

Das Ganze wurde noch belebt durch ausgesuchte politische Lieder zum Thema. So war trotz der schwachen Beteiligung die Stimmung gut, und wir hatten, obwohl uns die großen Umweltverbände nicht unterstützen, einen kleinen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz geleistet.

(Zuschrift aus Erfurt)