Wie ist die aktuelle Lage in der AKW-Anlage in Fukushima im Augenblick?

Die Lage ist nach wie vor die gleiche. Wir haben keine Information, wie die wirkliche Lage ist. Es steht fest, dass selbst die Regierung sowie TEPCO keine wirklich ausreichende Information besitzen. Denn die drei Reaktorgebäude sind zerstört, und wie und wo die geschmolzenen Brennstäbe sich in ihnen befinden, ist nach wie vor völlig unklar. Denn die radioaktiven Strahlungen in ihnen sind extrem stark und keine Menschen können ihnen näher kommen und es gibt keine technischen Möglichkeiten, die inneren Lagen zu prüfen. Auch die Versuche, ferngesteuerte Roboter hineinzuschicken, sind bis jetzt immer wieder nur gescheitert. Was nur klar ist, ist es, dass die Kernschmelzen in ihnen stattgefunden haben und dort alle möglichen radioaktiven Substanzen wie Cäsium, Strontium, Tritium usw. ständig ausstrahlen.

Die öffentliche Aussage der japanischen Regierung und TEPCO, nämlich, die ganzen Anlagen von den zerstörten vier Reaktoren innerhalb von 40 Jahren vollständig zu beseitigen und unschädlich zu machen, entlarvt sich bereits jetzt als ein völlig unrealistisches, leeres Wort - In einigen vertrauten Kreisen wird es geschätzt: nicht "40 Jahre", sondern "90 bis 120 Jahre". 

Wie günstig für die Menschen, die all das behaupten!  Sie brauchen sowieso für ihr Wort keine Verantwortung zu tragen. Denn ohnehin nach 40 Jahren sind sie schon längst von ihren Arbeiten ausgeschieden, sogar die meisten von ihnen vermutlich nicht mehr am Leben. Geschweige nach 90 bis 120 Jahren!!

Ist das kein schwerstes Verbrechen für die Menschheit und für die ganze Umwelt???

Wie sind die Arbeiter und Angestellten belastet bei ihrer Arbeit?

Auch hier fehlen leider umfassende und zuverlässige Informationen und Zahlen sowohl von der Regierung, den Ministerien und TEPCO als auch von den Pressen. Die ersten drei haben wohl in der Wirklichkeit sicher viel mehr Daten als bereits öffentlich bekannt, veröffentlichen sie aber nicht. Und wenn sie es tun, so verfälschen sie sie vorher sorgfältig zu ihren Gunsten. Was tut die Presse in Japan? Sie haben sich schon längst dem Druck der Mächtigen gebeugt. Es gibt aber einzelne mutige Bürger, die die Wahrheit wissen wollen. Sie mischen sich freiwillig unter die Obdachlosen bzw. die Ärmsten und Verlassenen, die von den japanischen Gangsterbanden gelockt und als Arbeitskräfte zum gefährlichen zerstörten AKW-Gelände geschickt werden. Diese Leute arbeiten den gefährlichsten Job für eine kurze Weile, fliehen dann von dort weg und veröffentlichen über Internet bzw. über die "Youtube" ihre eigenen Erfahrungen bzw. Kenntnisse, die sie bekamen, sehr oft unter großer Gefahr ihres eigenen Lebens. Es gibt aber auch sogenannte Veröffentlichungen durch mutige gewissenhafte "Whistleblower" (=Enthüller) über Internet, die innen in den ersten drei Organisationen arbeiten.  So bekomme ich verschiedene Informationen auf diese Weise aus dem Internet aber auch Berichte von den Flüchtlingen aus Fukushima bzw. aus verschiedenen Kontaktkreisen mit ihnen, so dass ich daraus versuche, näher an die Wahrheit heranzukommen.

Hier sind einige Informationen:

  • Seit der AKW-Katastrophe in Fukushima arbeiten je nach dem ca. 5000 bis 7000 Arbeiter täglich für verschiedene (gesundheitlich) gefährlichste Aufgaben im gesamten Gelände, in dem die zerstörten vier Reaktoren stehen. 
  • Zum Zweck ihrer gezielten Geheimhaltungspolitik lassen die japanische Regierung, die Ministerien und TEPCO, ohne ihre eigenen Hände mit Blut zu beschmutzen, für solche Arbeiten indirekt über viele dafür engagierte kleine Unternehmen und letztendlich über die japanischen Gangsterbanden "Yakuza" allermeistens die Menschen einsetzen, die niemand auch nach ihrem plötzlichen Ausscheiden   aus dem Leben vermissen wird, das sind z.B. solche, die aus der untersten  Sozialschicht kommen und/oder alleine leben, keine festen Wohnadressen haben bzw. obdachlos sind oder am finanziellen Ruin stehen. Aber auch mittlerweile gehören dazu viele Ausländer, die illegal in Japan verweilen und ebenso in großer Finanznot stecken.
  • Je nach bestimmter Strahlungsdosis werden die Menschen nach einigen Wochen oder Monaten entlassen, bevor sie direkt am Ort erkranken. 
  • Ob sie mit ihrem gesundheitlichen Zustand nach ihrer Entlassung noch verfolgt werden, ist unbekannt. Es ist aber durchaus zu vermuten, dass das Dreierbündnis (Regierung, Ministerien und TEPCO), um die Daten zum Forschungszweck zu sammeln, im Geheimen das tut. Aber veröffentlicht wird nichts.  Es heißt, es bestehen keine Informationen darüber.
  • Es sind mehrere informelle Berichte, dass Menschen, die während ihrer Arbeit erkranken, im Geheimen zum nordostjapanischen Universitätskrankenhaus und dann weiter zu seinem 2. Krankenhaus nach Niigata an der Seite des japanischen Meeres gebracht werden, damit sie ihre letzten Stunden bis zum Tod dort verbringen.
  • Es besteht überhaupt keine umfassenden offiziellen Berichte darüber, wieviele Menschen von denen, die im AKW-Gelände gearbeitet hatten, bis jetzt erkrankt sind und von ihnen wiederum wieviele Menschen daran gestorben sind. Aber zumindest von den Fakten von Tschernobyl ausgehend, müssen  m i n d e s t e n s  weit mehr als 10.000 Menschen bereits seit dem 11. März 2011 bis jetzt als Strahlungsopfer gestorben sein.

Läuft immer noch Radioaktivität ins Meer?

Extrem stark radioaktiv verseuchte Wassermengen fließen seit der Katastrophe im März 2011 schon fünf Jahre lang immer noch ununterbrochen ins pazifische Meer hinaus. Die geschmolzenen Brennstäbe liegen in den 1., 2. und 3. Reaktoren gestreut, vermutlich auf ihren Böden und teils vielleicht sogar außerhalb von ihnen in den Reaktorgebäuden. Sie müssen ständig mit hineingepumpten riesigen Wassermengen abgekühlt werden, und niemand weiß, wie lange diese Abkühlungsoperation mit Wasser noch in Zukunft dauert. Dabei drängen extrem stark radioaktiv verseuchte Abkühlwassermengen durch verschiedene Risse und Undichtigkeiten zum Teil nach außen, werden dann in den riesigen Wassertanks aufgefangen, aber letztlich ein Teil davon drängt ins Meer. Aber noch viel schlimmer ist es, dass die verseuchten Abkühlwassermengen zum Teil in die Erde sinken und verseuchen das Grundwasser und fließen damit zusammen ins Meer aus. Das sind die Fakten, die nicht zu bestreiten sind. Aber darüber gibt es keine genauen und umfassenden Informationen sowie keine klaren Stellungnahmen aus der Seite des Unternehmens TEPCO, noch aus der Seite der Regierung noch der Ministerien. Höchstwahrscheinlich haben sie selbst keine genauen und zuverlässigen Daten. 

Aber selbst wenn sie auch solche Daten hätten, werden sie sie nicht veröffentlichen, da diese dann noch mehr die absolute Unfähigkeit dieser Regierung und der Ministerien und TEPCO offenlegen werden. Immer wieder werden Bruchteile von Informationen seitens des Unternehmens TEPCO veröffentlicht. Zum Beispiel gibt es einen Bericht, dass nach seinen Messungen und Berechnungen 742 Mrd. Bq von radioaktiven Cäsium im Zeitraum vom April 2014 bis zum März 2015 ins pazifische Meer gelangt sein müssen.

Das sollen laut ihrer Aussage die gesamten hinausgeflossenen verseuchten Wassermengen aus den Geländen ins Meer sein, in denen die Reaktoren 1 bis 4 stehen. Das kann aber nicht sein, weil die verseuchten Wassermengen, die zum Teil das tief unter der Erde laufende Grundwasser erreicht haben und damit zusammen bis an die Linie "offshore" (vor der Küste) unter dem Meeresgrund laufen und dann dort ins Meereswasser gelangen, nicht untersucht und gemessen werden. Außerdem die vom März 2011 bis jetzt ins Meer hinausgeflossenen gesamten verseuchten Wassermengen sind nicht veröffentlicht. Und schließlich sind in den verseuchten Wassermengen nicht nur Cäsium, sondern auch hochgiftiges Strontium, Tritium, usw. 

Also was ist mit denen? Und dazu noch folgendes:
Die verseuchten Wassermengen in den riesigen Spezialtanks, die laut der Veröffentlichung innerhalb von vier Jahren nach der Katastrophe 750.000 Kubikmeter erreicht haben sollen, müssten jetzt bereits 900.000 Kubikmeter überschritten haben. Da große Passagierflugzeuge vergleichsweise ungefähr in Höhe von 10.000 Meter fliegen, so muss man sich vorstellen, welche Massen 900.000 Kubikmeter bedeuten. Es besteht außerdem noch überhaupt keine Aussicht, wann die verseuchten Wassermengen nachlassen werden. Dementsprechend werden mehr und mehr riesige Spezialtanks gebaut. Aber jedermann kann doch schließlich voraussehen, dass irgendwann in nicht allzu weiter Zukunft der Zeitpunkt kommt, in dem es nun keine andere Wahl mehr gibt, die bis dahin aufgenommenen gigantischen Mengen des radioaktiv verseuchten, hochgiftigen Wassers ins Meer zu kippen.

Zwar bestätigt die japanische Regierung, dass bei den Explosionen insgesamt ca. 168-fach mehr von den gestreuten Cäsium-Mengen von Hiroshima in die Umgebungen ausgegangen sind. Das war aber nur ein Teil von Cäsium, der an den Tagen in die Luft gestreut wurde. Die Tatsache ist, dass die Verseuchungen durch Cäsium, Strontium, Tritium, Plutonium usw. immer noch ständig und endlos weiter stattfinden.

In der deutschen Presse war zu lesen, dass die japanische Regierung die noch in provisorischen Siedlungen lebenden Menschen in hochbelastete Gebiete zurück siedeln will – was hat es damit auf sich?

Hier ist eine klare Politik der japanischen Regierung sichtbar. Nämlich: die wirtschaftlichen und atompolitischen Interessen gehen stets vor, wobei das Leben der betreffenden Bürger stillschweigend geopfert wird. Anders gesagt: das ganze Gebiet der Präfektur Fukushima ist seit dem Super-GAU, vom gesundheitlichen Gesichtspunkt her gesehen, durch radioaktive Strahlungen hoch gefährdet - es wird überall weit höher als der eigentlich festgelegte Sicherheitsgrenzwert von 1mSv/pro Jahr gemessen, daher dringend abzuraten, dort zu leben. Besonders die Kinder, die durch radioaktive Strahlungen erheblich stärker als Erwachsene gefährdet sind, müssten alle eigentlich sofort das ganze Gebiet verlassen. 

Nun machen die Regierung und auch die Präfekturregierung Fukushima ständig Propaganda, dass Fukushima sicher sei und alle Geflohenen wieder in die Heimat zurückkehren können und sollen, obwohl sie selbst diese angebliche Sicherheit wissenschaftlich nicht beweisen können. Sogar haben sie den einst von ihnen selbst bestimmten Sicherheitsgrenzwert "1 mSv pro Jahr" einseitig auf den 20fach höheren Wert als einen neuen Sicherheitsgrenzwert umgeändert.

Sie betrügen ihre Bürger auch diesmal auf die gleiche Weise wie sie damals vor dem Super-GAU behauptet hatten, dass die japanischen Atomkraftwerke niemals  einen Unfall bekommen würden und 100% sicher wären. Laut der öffentlichen Mitteilung leben zum Zeitpunkt 28. Feb. 2015 noch 23.794 Menschen in den provisorischen Siedlungen. Schätzungsweise muss die Zahl auch heute ungefähr gleich sein.

Die sogenannten Gefahrenzonen, in denen jetzt nach der Bodenentseuchungsarbeit die Radioaktivität weniger als 20mSv pro Jahr geschätzt wird, sind bereits offiziell als bewohnbar deklariert worden. In der Wirklichkeit wird aber die angebliche Sicherheit von den Geflohenen kaum geglaubt. Es gibt z.Zt. keine zusammenfassende öffentliche Zahl der Zurückgekommenen in die genannten Zonen, soweit ich es untersucht habe. Auf jeden Fall muss sie aber sehr gering sein.

Wie ist die Politik der Abe-Regierung?

Das AKW Sendai wurde wieder in Betrieb genommen, obwohl die Mehrheit der japanischen Bürger dagegen ist!

Die Abe-Regierung zeigte sich völlig unbeeindruckt von den neuesten technischen Pannen der zwei Sendai-AKW-Reaktoren und von der Ablehnung der mehrheitlichen Bürger Japans und ließ bereits die beiden Reaktoren hochfahren. Es werden in Kürze zwei weitere Reaktoren vom AKW Takahama und ein Reaktor vom AKW Ikata folgen. Auch noch weitere AKWs werden in diesem Jahr einer nach dem anderen folgen.

Sie vertreten, dass die Energie der AKWs nicht benötigt wird?

Das ist richtig. Alleine die Tatsache, dass während der folgenden vier Jahre nach der Fukushima-Katastrophe trotz der totalen Ausschaltung von sämtlichen AKW in Japan kein Strommangel vorkam, beweist am besten, dass in Japan ohne AKW immer noch ausreichend Strom erzeugt werden kann. Es ist auch darauf hinzuweisen, dass selbst während der vier Jahre ohne AKW in Japan sogar noch ca. Hälfte von den normalen Kraftwerken nicht benutzt wurde. Der Grund ist, dass die großen Industrieunternehmen in Japan heute zunehmend nicht mehr Strom kaufen, sondern ihn mit ihren eigenen modernen Kraftwerken selbst produzieren.

Verschiedene Unternehmen profitieren vom Weiterbetrieb und Bau neuer AKW weltweit…

In Japan sind drei Unternehmen, nämlich, Mitsubishi, Toshiba und Hitachi die sogenannten AKW-Produzenten. Sie sind alle nach der Fukushima-Katastrophe von der Abe-Regierung mit Steuergeld für den Export ihrer Atomkraftwerke gezielt politisch unterstützt und daher sind sie sehr aktiv bzw. offensiv, überall in den ausländischen Märkten, insbesondere in südasiatischen Ländern und in Osteuropa, ihre AKW anzubieten. Z.B. in Osteuropa sind bereits konkrete Objekte in Verhandlungen wie in Litauen, vermutlich auch in Polen und vielleicht noch in anderen Ländern und sogar in Türkei ist ein Objekt bereits vertraglich abgeschlossen.

Wie ist der Zusammenhang zu Militarisierung und expansionistischer Politik Japans in Verbindung mit dem Sicherheitsgesetz, das letztes Jahr verabschiedet wurde? 

Die AKW sind ohne Zusammenhang mit der Entwicklung der Nuklearwaffen undenkbar. Die AKWs sind im Grunde als ein Zusatzgeschäft für die Atomwaffenindustrie und auch zugleich als Täuschungsmittel für die Propaganda entstanden, nämlich, dass das dunkle, unmoralische Bild der atomaren Technik in Verbindung mit den nuklearen Massenmordbomben in Hiroshima und Nagasaki usw. mit einer künstlichen Kosmetik der friedlichen Wundertechnik in ein schönes helles Bild umgewandelt werden soll. Speziell in Japan, in dem die Atombomben unter den Bürgern die grauenvollsten Spuren hinterlassen haben, hat die konservativ-kapitalistisch orientierte, USA-freundliche Regierung Japans gemeinsam mit USA versucht, mit der Einführung der AKWs in Japan das "friedliche" Propagandabild der Atomkraftwerke zu maximieren und gleichzeitig im Hintergrund die technische Bereitstellung der atomaren Waffenproduktion zu ermöglichen. Diese Doppel- bzw. Zwillingsstrategie ist heute noch höchst aktuell für die Abe-Regierung. 

Wo steht die japanische Umwelt- und Gewerkschaftsbewegung? Was ist zum 11.3 und/oder 26.4. geplant? Letztes Jahr gab es Demonstrationen und Aktivitäten in 175 Städten 

Auch im Jahr 2016 werden in Japan zum 11. März verschiedene Veranstaltungen, Demonstrationen in Großstädten geplant. Jedoch ist die Tendenz nachlassend. Es zeigt sich deutlich die Wirkung der großen Propaganda-Politik der Abe-Regierung.

Was wünschen Sie sich von der Anti-AKW-Bewegung in Deutschland und weltweit? 

Noch nie ist die ganze Menschheit, oder noch besser gesagt, die ganze Erde mit ihren unendlich vielfältigen Lebensarten durch verantwortungslose Techniken dermaßen extrem gefährdet wie heute. Die atomare Technik ist das typischste Beispiel mit ihrer weltweiten unbeherrschbaren radioaktiven Verseuchungsgefahr. Dabei trägt die Technik selbst keine Schuld, sondern ein kleiner Teil der macht-und profitgierigen Menschen und auch in hohen Maßen die gewissenlosen, ehrgeizigen Wissenschaftler und Ingenieure, die alles mitmachen wollen, um solche Technik einzusetzen, während sie genau wissen, dass die Technik unbeherrschbare, unverantwortbare Katastrophen verursachen kann.

Alleine in den EU-Mitgliedsländern sind mehr als 100 Atomkraftwerke und derenKontrolle ist den einzelnen Ländern überlassen. Im Falle eines großen Super-GAUs kann in einer kürzesten Zeit ein Großteil von EUROPA unbewohnbar werden und mehr als 500 Millionen Menschen werden direkt mit ihrem Leben gefährdet. Technische Fehler, menschliche Versagen, Terrorangriffe, es sind viele Möglichkeiten, die unvorstellbare Katastrophen verursachen können.

Alle Bürger in Europa sollten sich dessen bewusst machen, dass in jedem Augenblick eine solche Katastrophe kommen kann. Und wenn sie einmal gekommen ist, ist es schon zu spät. Das ganze Europa könnte für unbegrenzte Zukunft verlorensein. Die atomare Verseuchung kennt keine Staatsgrenzen. Daher dürfen die Atomkraftwerke niemals unter der alleinigen Kontrolle einzelner Staaten stehen. Vielmehr sollten sie unter einem internationalen Ausschuss mit neutralen und gewissenhaften Wissenschaftlern im Auftrag des Weltbürgertums kontrolliert und schließlich stillgelegt und abgeschafft werden.

Ist es aber realisierbar?

Es sieht hoffnungslos aus. Aber solange es aussichtslos bleibt, stehen unsere Leben und unsere zukünftigen Generationen, sogar unser ganzer Planet ständig am dunkelsten Abgrund.

Kommen Sie wieder im Herbst nach Deutschland?

Ja, ich hoffe, im Herbst dieses Jahres wieder nach Deutschland zu kommen.

Viele solidarische Grüße,

Tokyo, den 8. März 2016

Kazuhiko Kobayashi

Herzlichen Dank für das ausführliche und sehr informative Interview!!

Das Interview führte Dr. Detlef Rohm vom Bundesvorstand