Neue Mahltechnik im Kältetunnel

Bei der neuen Mahltechnik ragen die beiden zentralen Arbeitswalzen nur partiell in den kompakten Mahltunnel. Ihr Pressdruck wird von außen liegenden Stützwalzen verstärkt. Das Walzengerüst ähnelt dem in der Metallurgie und Zementindustrie bewährten Sendzimir-Gerüst.

Die Walzenführung reagiert jedoch elastisch auf störende Brocken oder falls das Mahlgut sich vor dem Mahlspalt störend aufbaut. Die gewünschten Korngrößen des Mahlguts sind variabel einstellbar. Störstoffe, wie an den Kunststoffen anhaftender Schmutz, oder Schwerstoffe werden parallel zum Mahlprozess über Windsichtung oder Siebe abgeführt. Gegen Staubexplosionen, z.B. bei Feinmahlung von Alt-Reifen, schützt das o.g. direkte Kühlsystem innerhalb des Mahltunnels. Es verhindert auch die sekundäre Oxidation der Polymerketten an den interkristallinen Bruchstellen. Die Rieselfähigkeit des Mischpulvers am Ende des Mahlprozesses wird über eine spezielle Stiftmühle gewährleistet.