Windkraft und Naturschutz
Immer wieder gibt es Konflikte zwischen Tierschützern und Klimaschützern und die Kritik von Tierschützern an Windkraftanlagen wird zur Zeit wieder forciert. Aber gerade auch im Namen der Wildtiere und der Biodiversität müssen wir die Windenergie überall dort nutzen, wo sich geeignete windreiche Flächen anbieten, auf Wiesen und Äckern und über den Wipfeln der Wälder, insbesondere wenn es sich um Wirtschaftswälder handelt.

Die drohende Klimakatastrophe kann nur noch durch schnellstmögliche und großflächige Einführung von Anlagen regenerativer Energieanlagen gestoppt werden. Der bereits fortgeschrittene Klimawandel fordert jetzt schon zahllose Opfer in der Tierwelt und bedroht auch global den Waldbestand.

Die Vogelpopulation in Europa schrumpft dramatisch: In den 1980er Jahren lebten noch 421 Millionen Vögel mehr auf dem Kontinent. Besonders betroffen sind Arten wie Spatz, Star und Lerche. Verantwortlich dafür ist die moderne Landwirtschaft sowie der zunehmende Verlust des natürlichen Lebensraums der Tiere, heißt es in der im Wissenschaftsmagazin „Ecology Letters“ ( Forscher um Richard Inger von der University of Exeter) veröffentlichten Studie. Zu etwa 90 Prozent betrifft der Rückgang gewöhnliche Arten wie Spatz, Star, Lerche sowie das graue Rebhuhn. Tatsächlich ist der Schwund bei den Vögeln, die auf Äckern und Weiden leben, mit Abstand am größten.

Statistiken zufolge hat sich der weltweite Singvogelbestand innerhalb der letzten 40 Jahre halbiert. Ornithologen vom Max-Planck-Institut gehen davon aus, dass etwa zehn Milliarden Zugvögel jährlich auf ihrer Reise verenden. Zugvögel verfügen über einen überaus präzisen Orientierungssinn. Doch mit dem schnellen Wandel der heutigen Welt kann ihr Navigationssystem, das sich über die Jahrtausende hinweg immer weiter verfeinert hat, nicht mithalten. Die Welt, die sie überfliegen, hat sich zunehmend zu einem unüberschaubaren Labyrinth entwickelt. Eine große Rolle für die Desorientierung der Singvögel spielt der zunehmende Elektro- und Lichtsmog: Immerzu hell erleuchtete Städte bringen den Biorhythmus der Vögel durcheinander.

Hunderte Millionen Singvögel fallen jährlich außerdem den spiegelnden Fensterscheiben großer Glasfassaden zum Opfer. Auch der Straßenverkehr fordert seine Opfer unter den Vögeln. Studien aus Kanada und den USA zeigen, dass von 100.000 Vögeln, die durch menschliche Bauwerke und durch Verkehrstechnik zu Tode kommen, 3 (drei) auf Windkraftanlagen zurückzuführen sind. Mehr als das Tausendfache geht z.B. auf Hochspannungsleitungen zurück.

Wenn Vögel oder Fledermäuse an Windanlagen getötet werden, stellt dies einen bedauerlichen Preis für eine sichere und saubere Energieversorgung dar.

Sukzessives und dann vollständiges Ersetzen fossiler Brennstoffe durch regenerative Energien! Energiegewinnung vor allem aus Sonne, Wind, Wasser und Bioabfällen!
Aktiver Tierschutz!