Laut EU-Kommission ist der Emissionshandel die „tragende Säule der EU-Strategie zur Bekämpfung des Klimawandels“. Der Plan, Treibhausgase durch Handel mit »Verschmutzungsrechten« zu reduzieren, ist jedoch längst gescheitert. So lagen die CO2-Emissionen 2013 um 61 Prozent über dem Niveau von 1990.

Von der EU wurden fünf Industrien zum Emissionshandel verpflichtet, die die Hälfte der Treibhausgase ausstoßen: Chemie, Stahl, Glas, Papier, Zement. Der Verkehr war ausgeklammert. Was die EU hier als „tragende Säule“ herausstellt, ist nichts anderes als dreister Betrug. Der Emissionshandel mit Verschmutzungsrechten ist in erster Linie eine Profitquelle für die Konzerne!

Sie bekamen die Zertifikate erst einmal geschenkt und verkaufen sie im internationalen Emissionshandel für Extraprofite! Unter dem Vorwand, Nachhaltigkeit und saubere Technologien in Entwicklungsländer zu übertragen, entwickelte die UN ein spezielles Programm: CDM (Clean Development Mechanism). Dies sind Projekte des Kapitalexports, die mit Zertifikaten bedacht werden: 78 Prozent aller Projekte finden in den BRICS23-Staaten statt, 54 Prozent allein in China. Dreist wurden Kohlekraftwerke in Indien und China als CDM-Projekte angemeldet, weil sie weniger CO2 ausstoßen würden als ältere Kraftwerke.

Das Recht, die Luft mit einer Tonne Kohlendioxid zu verschmutzen, kostete die Konzerne in der Finanz- und Wirtschaftskrise gerade mal 2,75 Euro! So billig konnten sie die Welt noch nie verschmutzen und das Weltklima anheizen. Seit dem wird die Klimakrise zum »Klimawandel« kleingeredet und und von der EU »Anpassungsstrategien« großgeredet.