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Lübeck

  • Aufruf zum 11.03.2019

    Fukushima ist überall - 8. Jahrestag der Atomkatastrophe in Fukushima

    Die Montagsdemonstranten gegen Atomkraft laden zu einer Kundgebung mit verschiedenen Aktionen vor dem Rathaus, Breitestrasse,

     

    am Montag, den 11. März 2019 um 18:00 Uhr ein.

    Am offenen Mikrofon sind Beiträge und Meinungen herzlich willkommen.

    Am 11. März 2011 wurde durch einen Tsunami eine Nuklearkatastrophe im Kernkraftwerk Fukushima - Daiichi ausgelöst. Die Kühlsysteme der Reaktorblöcke 1 - 3 fallen aus und es kommt zur Kernschmelze der Brennelemente. Der Super - Gau von Fukushima zeigt überdeurtlich, dass auch hochindustralisierte Staaten einen sicheren Betrieb von Atomkraftwerken nicht beherrschen können. Solange Atomkraftwerke auf der Welt betrieben werden, kann sich eine solche Atomkatastrophe jederzeit wiederholen.

    Wir fordern

    - die Abschaltung aller Atomkraftwerke - weltweit

    - kein Atomschrott auf die Hausmülldeponie Niemark

    - keine Förderung von Atomkraft in der EU - Abschaffung der EURATOM

    - weltweites Verbot aller Atomwaffen

    Kommt zahlreich um den Politikern zuzeigen, dass wir diese Technologie ablehnen und keine Renaissance der Atomkraft wollen. Die Energiepolitik muss erneuerbare  Energietechnologien fördern und nicht ausbremsen.

  • Lübeck: Grußbotschaft aus Harrislee

     

    Die Bürgerinitiative BAESH vom Deponie-Standort Harrislee solidarisiert sich mit den Bürgerinnen und Bürgern Lübecks und den Menschen, die sich vor Ort gegen die Zwangszuweisung von radioaktiven Abfällen auf der Deponie Niemark einsetzen.

    Gemeinsam streiten wir alle für gesundheits- und umweltverträgliche Alternativen zur 'Entsorgung' von radioaktiven Abfällen über die Abfallwirtschaft - nicht nur in Schleswig-Holstein, sondern bundesweit.

    Wer wirklich Verantwortung für die strahlenden Hinterlassenschaften der Atomindustrie übernehmen will, sucht nicht den billigsten Weg, sondern den sichersten. Radioaktiver Müll gehört nicht in die Abfalltonne! 

    Es ist nicht hinnehmbar, dass der Bevölkerung unter Anwendung von Zwangsmaßnahmen eine Erhöhung der Strahlenbelastung zugemutet wird, nur um den Atomkonzernen einen billigen Abriss zu bescheren. Es ist nicht hinnehmbar, dass nachkommende Generationen unkalkulierbare Risiken zugemutet werden sollen, die nicht rückgängig gemacht werden können. Es ist nicht hinnehmbar, das die Politik Vorsorge- und Verursacherprinzip abschafft und durch ihr Handeln gegen das Minimierungsgebot im Strahlenschutzgesetz verstößt.

    Dort heißt es im Paragraphen 8, Absatz 2:

    Wer eine Tätigkeit plant, ausübt oder ausüben lässt, ist verpflichtet, jede Exposition oder Kontamination von Mensch und Umwelt auch unterhalb der Grenzwerte so gering wie möglich zu halten.

    Die Landesregierung sollte das ernst nehmen und endlich Verantwortung übernehmen. Ihr aktuelles Handeln ist das Gegenteil davon. Sie macht sich zum Handlanger der Atomwirtschaft.

    Grüsse von der Flensburger Förde an die Lübecker Bucht.

  • Radioaktivität auf der Müllkippe - Lebensgefahr für Jahrtausende

    Ein Beitrag von Prof. Dr. Rolf Bertram

    1. Vorab ein paar Fakten, die bei amtlichen Experten unzureichend bekannt sind oder zurückgehalten werden:

    - Jede 'Freisetzung' von Radioaktivität beeinträchtigt die biologische Vielfalt und führt zu einem nicht kalkulierbaren Risiko für alle Zeiten.

    - Die in den Verordnungen gewählten DOSISKOEFFIZIENTEN sind nur ein grobes Maß der tatsächlichen FOLGEWIRKUNGEN.

    - Die amtlichen Grenz- und Richtwerte (z. B. Grenzwerte) beruhen auf unrealistischen Annahmen (keine dieser Annahmen berücksichtigen die tatsächliche Situation, z. B. nicht messbare Organ- und Teilkörperdosis, Einfluss auf teilungsfähige Zellen (Basalzellen).

    1. Eine Unterscheidung der Dosen auf den Organismus durch Inhalation, Ingestion, und Permeation ist bei unterschiedlicher räumlicher und zeitlicher Zufuhr der Aktivität völlig unzureichend. Eine Kontamination einzelner Personen ist nur über aufwendige wiederholte Inkorporationsmessungen durch Blut und Ausscheidung abschätzbar. Die effektive Kontamination - also die spezifische Kontamination - eines Körperteils oder eines Organteils (gemessen etwa in mSv) ist nicht möglich. Die bisher vorliegenden Rechenmodelle sind nur für große Kohorten, aber nicht für den Einzelfall verwendbar.

    Die Verwendung der Begriffe 'schwachaktiv', 'mittelaktiv', 'hochaktiv' sind irreführend, genauso wie der Begriff 'Grenzwert'. Sie dienen der juristischen und politischen Rechtfertigung, wissenschaftlich sind sie nichtssagend und zur Einschätzung von Strahlenschäden unbrauchbar.

    1. Nun zur 'Freimesserei'

    Es ist nicht möglich, durch chemische oder technische Verfahren freigesetzte Radioaktivität zu vermindern oder zu vernichten. Durch den Abriss findet eine nicht vertretbare Zunahme der Umweltradioaktivität statt. Denn durch das anfallende zerkleinerte, gereinigte und geschredderte Stückgut und die damit verursachte Oberflächenvergrößerung wird die eingeschlossene Radioaktivität verstärkt freigesetzt und findet sich wieder im Spülwasser, im Schleifstaub und in den abgelagerten Bruchstücken.

  • UG Lübeck: Diskussionsveranstaltung am 29.01.2020

    Abrissmüll aus Atomkraftwerken nach Niemark - alles ungefährlich?

     

    Es fand eine Diskussionsveranstaltung der Umweltgewerkschaftsgruppe Lübeck gemeinsam mit zwei Referentinnen der Studierendengruppe des IPPNW statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Auswirkungen niedriger radioaktiver Strahlung durch die Referentinnen dargestellt. Mit 45 Teilnehmern war die Veranstaltung gut besucht.

    Das MELUND (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung) unter Minister Habeck versuchte von 2016 bis 2018 in mehreren Arbeitsgruppentreffen einen Konsens zur Deponierung zu erzielen. Bürgerinitiativen waren nicht zugelassen. Alle alternativen Deponierungskonzepte wurden in dieser Arbeitsgruppe verworfen. Der BUND S-H hat sich in zwei Sondervoten gegen die 10 - Mikrosievert - Grenze ausgesprochen und weitere Studien zur Deponierung gefordert. Zwei Gemeindevertretungen haben in der Folge bereits gegen die Deponierung gestimmt. Unter Minister Albrecht wird das Konzept fortgeführt. Demnach sollen 97% des Abrissmülls aus den 3 AKW 'freigemessen' werden und auf Hausmülldeponien eingelagert bzw. in der Masse recycelt werden (Straßenbau, Einschmelzen der Metalle etc.).

    Seit Sommer 2017 begann die Umweltgewerkschaftsgruppe Lübeck den Widerstand zu organisieren und die Bevölkerung zu informieren. Insgesamt wurden 1.111 Unterschriften gegen die Deponierung gesammelt. Diese wurden am 19. November 2019 der Stadtpräsidentin Frau Schopenhauer übergeben. In der anschließenden Bürgerschaftssitzung stimmten alle Parteien, mit Ausnahme der GRÜNEN und der AfD, gegen die Deponierung. In den Lübecker Nachrichten wurde die Übergabe der Unterschriften durch die Umweltgewerkschaft erwähnt. Weiterhin wurde berichtet, dass die CDU im zweistelligen Bereich Anfragen von Bürgern erhalten hatte, die den Beteuerungen, dass der Abrissmüll harmlos sei, nicht trauten. Dies ist ein Erfolg für die Öffentlichkeitsarbeit der Umweltgewerkschaft Lübeck.

    Während der Veranstaltung wiesen die beiden Referentinnen nach, dass auch unter der 10 - Mikrosievert - Grenze weiterhin gesundheitliche Gefahren bestehen. Es gibt also keine ungefährliche niedrige radioaktive Strahlung! Diese Aussage kann auch durch Langzeitstudien belegt werden. Als sinnvolle Alternative gibt es nur den Einschluss in einem entkernten Gebäude auf dem AKW - Gelände oder eine Deponierung vor Ort. Auf die Frage einer Zuhörerin warum diese sinnvollen Vorschläge abgelehnt wurden gibt es nur eine Antwort. Der Minister handelt im Interesse von Vattenfall, EON etc. die den Abriss bezahlen müssen und daher nach einer billigen Lösung für die Entsorgung suchen. Das ist nicht akzeptabel. Vielmehr muss es eine Lösung geben, die für die Menschen keine gesundheitlichen Risiken und für die Umwelt die geringstmögliche Gefahr darstellt.

    Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch deutlich, dass der Widerstand weitergehen muss, da die Landesregierung eine rechtliche Handhabe hat, sich über die Entscheidungen von Gemeindevertretungen oder der Bürgerschaft hinwegzusetzen. Somit kann der Abrissmüll Deponien zugewiesen werden.

    Die Umweltgewerkschaft hat sich einen Namen gemacht und vier Interessent gewonnen. Die Umweltgewerkschaftsgruppe Lübeck hat sich zu allen wesentlichen umweltpolitischen Themen Stellung genommen. In der inhaltliche Konzentration auf die Deponierung des AKW - Abrissmülls lag letztlich der Schlüssel zum Erfolg.

     

  • Umweltkampf in Lübeck, 06.02.20121

    Umweltkampf in Lübeck , 06.Ferbuar 2021

     

    Mit eisiger Kälte wehte der Wind über den Lübecker Rathaus-Markt.

    Und doch ließen es sich gut 80 Bürger der Hansestadt Lübeck und unterstützende Menschen aus anderen Städten, wie Hamburg, Rostock und Stralsund, nicht nehmen, ihren heißen Herzen Luft zu machen.

    Die Ortsgruppe Lübeck der Umweltgewerkschaft hatte zur offenen Diskussion zum Thema „Atomkraftwerksbauschuttverbringung“ auf die Hausmülldeponie Niemark/ Lübeck geladen.

    Nachdem die Umweltgewerkschaft die Faktenlage geschildert hatte, nahmen die SPD-Bürgerschafts-Fraktion Lübeck, die MLPD Ortsgruppe Lübeck, die Jugendgruppe Rebell/ MLPD, Bürger Lübecks und ein Mitglied der Ortsgruppe Hamburg der Umweltgewerkschaft am offenen Mikrofon Stellung.

    Einstimmig wurde verurteilt, dass die „Grünen“-Umweltminister Schleswig Holsteins, Herr Habeck und Herr Albrecht, gegen den Willen der Bevölkerung Lübecks und der umliegenden Ortschaften, verfügten, dass der „freigemessene“, im der Umgangssprache gemeinte schwachradioaktive Bauschutt aus dem Abriss des Atomkraftwerkes Brunsbüttel, auf die Hausmülldeponie Niemark/ Lübeck und später auf weitere Hausmülldeponien im Umland verbracht werden soll.

    Die MLPD verwies zudem auf die geschichtliche Entwicklung in der Atomenergie und der bislang zuweilen kriminellen Atommüllentsorgung.

    Verschiedene Umweltorganisationen hatten Lösungen für den Abriss und die Lagerung des Bauschutt von Atomkraftwerken aufgezeigt. Zumeist sollte alles auf dem Gelände der ehemaligen Atomkraftwerke verbleiben und gesichert gelagert werden.

    Bislang ist Atomenergie nicht beherrschbar. Mensch und Natur werden gefährdet und geschädigt.

    Die Bürgerschafts-Fraktionen Lübecks werden weitere Maßnahmen einleiten, um die Verfügung des Umweltministeriums zu stoppen. Zum Beispiel wird demnächst eine Bürgerbefragung erfolgen.

    Wir wünschen ihnen viel Erfolg! Ihr Kampf ist ein Meilenstein auch in unserem gemeinsamen Kampf um die Einheit von Mensch und Natur.

    S. Hawer

    UG MV/ Stralsund

    Lübeck 06022021

     

     

  • Weltklimatag 14.11.2020 in Lübeck.

    Bericht zum Weltklimatag am 14.11.2020 in Lübeck

     

    Wir von der Ortsgruppe Lübeck hatten gemeinsam mit anderen Organisationen des Internationalistischen Bündnisses eine Kundgebung in der Lübecker Innenstadt organisiert, sogar die lokale Presse hatte einen Hinweis auf die Veranstaltung veröffentlicht.

    Bei trocckenem Wetter lauschten bis zu 30 Interesierte mit ausreichend Abstand und Maske den Beiträgen am offenen Mikrofon. An drei Informationstischen informierte dir Umweltgewerkschaft, die Frauenorganisation Courage und auch die MLPD über die aktuellen Umweltthemen, die gerade Lübecker Bürger bewegen. Es gab eine Unterschriftenliste zu kostenlosem attraktiven und CO2 armen Nahverkehr und gegen die Deponierung des Abrissmülls vom AKW Brunsbüttel auf der Hausmülldeponie Niemark. Dies hat sich in Lübeck zu einem viel diskutierten Thema entwickelt. Wir berichteten darüber, dass die Landesregierung kurz davor steht, das Abrissmaterial zwangsweise nach Lübeck bringen zu lassen, obwohl sich die hiesige Bürgerschaft mehrheitlich dagegen ausgesprochen hat.

    Die Umweltgewerkschaft kritisiert ausserdem, dass die Weltklimakonferenz keine brauchbaren Ergebnisse geliefert haben. Es wurden regelmäig neue Ziele gesteckt, die dann nicht eingehalten eerden. Konkrete Massnahmen... Fehlanzeige. Die Regierung setzt immer noch auf Kohleverstromung. Jüngst ging die Dreckschleuder Datteln 4 an das Netz. Der Betreiber RWE bekommt auch noch 4 Mrd Euro für den Ausstieg bis 2038. Das geht alles viel zu langsam, die Klimakazastophe ist vorprogrammiert.

    In unseren Redebeiträgen haben wir besonderen Wert auf die Einheit von Umwelt- und Arbeiterbewegung gelegt. Wir hielten optimistische und kämpferische Beiträge und untermalten die Kundgebung mit Gitarre und Gesang. Die verteilten kämpferischen Liedertexte animierten bei angemessenem Abstand mitzusingen. Wir waren uns alle einig, dasses eine gelungene Veranstaltung trotz der coronabedingten Auflagen war.

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