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Einleitungsbeitrag zum Umweltgewerkschaftstreffen am 12.04.2019

Was haben wir gemacht seit dem letzten Treffen am 01.03.2019:
  • Wir haben uns an der Aktion zum internationalen Frauentag am 09.03 aktiv beteiligt: in unserem Redebeitrag wurde auf die giftige BP-Ölpellet Verbrennung eingegangen und auch auf den Widerstand gegen die Erweiterung der Zentraldeponie Emscherbruch, wo es die aktive fachlich versierte „Bürgerinitiative Uns stinkts“ gibt; die Umweltgewerkschaft hat einen kleinen Stand gemacht, Unterschriften gesammelt und mobilisiert zu der Bergbau-Demo am 16.03.in Essen, wo es auch um wichtige Umwelt-Themen ging.
  • Wir waren am 11.03. auf der Straße bei der Montagsdemo und haben einen Redebeitrag gehalten zum Fukushima-Gedenktag.
  • Wir haben uns an der Bergbau-Demo am 16.03. beteiligt mit unseren Forderungen gegen Giftmüll unter Tage; dabei hat die Umweltgewerkschaft Gelsenkirchen während der Demo einen Redebeitrag gehalten. Die kämpferische Demo hatte ca. 250 Teilnehmer, die verschiedene „offene Rechnungen“ mit der RAG haben (außer Giftmüll und PCB unter Tage vor allem die restlichen Arbeitsplätze und das Deputat, als Rentenbestandteil). Sie führte durch ein Bergarbeiter-Wohngebiet in Essen-Katernberg und kam bei der Bevölkerung sehr gut an.
  • Wir haben die bisher 3 Friday for future -Aktionen in Gelsenkirchen unterstützt, Flyer verteilt und kurze Redebeiträge gehalten. Die erste Aktion war initiiert vom Jugendverband Rebell und hatte auf Anhieb mehr als 250 Teilnehmer. Es gab einen Auftakt mit offenem Mikrofon und eine lebendige, vielbeachtete und kämpferische Demo durch die Fußgängerzone. Allerdings wandten sich bereits bei dieser ersten Aktion einzelne Schüler dagegen, dass der Rebell hier mitmacht und spricht (obwohl die Aktion ohne ihn gar nicht zustande gekommen wäre). Sie ernannten sich in der Folge zu Sprechern der örtlichen FFF-Bewegung und machen seither ihre eigenen Aktionen. Das Vorgehen ist leider kein Einzelfall, sondern wir beobachten bundesweit, dass die Bewegung auf diese Weise gespalten und vereinnahmt werden soll. Wir haben uns als Umweltgewerkschaft strikt dagegen gewandt, dass hier jede Kapitalismus-Kritik ausgegrenzt und FFF darüber hinaus beschränkt werden soll auf die Verfolgung des 2-Grad-Klimaziels von Paris, das wir als Umweltgewerkschafter auch für völlig untauglich halten. (Damit werden bereits verheerende Überschwemmungen und Katastrophen in Kauf genommen. Außerdem ist es Augenwischerei, allein den CO2-Ausstoß in eine Erwärmung umzurechnen. Es gibt eine Vielzahl von anderen Faktoren, und Wechselwirkungen, so dass sich die Erderwärmung nicht wirklich steuern lässt. Was man tun kann, ist, alles vermeiden, was weiter dazu beiträgt.)
  • Wir haben im Aktionsausschuss gegen die BP-Ölpellet-Verbrennung weiter gearbeitet, haben weiter Unterschriften gesammelt und die Online-Petition bekannt gemacht. Bei BP gab es im März einen erneuten Zwischenfall mit Stromausfall und infolgedessen extremen Fackel-Aktivitäten. Diese waren in den angrenzenden Stadtteilen mit enormen Lärm-, Geruchs- und Schmutzbelästigungen verbunden. BP ist sehr darum bemüht, „gut Wetter“ zu machen. Sie sagen, man bemühe sich um Aufklärung, das dauere aber noch (damit hat sich leider der Umweltausschuss der Stadt vorerst zufrieden gegeben). Vor dem Wiederanlauf der Anlagen wurde extra die Bevölkerung informiert, dass es jetzt noch einmal etwas lästig werden könnte – man bemühe sich aber … Gleichzeitig werden ganzseitige Zeitungsartikel lanciert, dass ab 2021 eine neue Dampfversorgung in Betrieb genommen werde, die mithelfen werde, die Fackel-Aktivitäten zu verringern. In diese Richtung ging seit Jahren die Forderung von AUF Gelsenkirchen, wofür sie heftig angegriffen wurde, weil es angeblich technisch gar nicht machbar sei. Bisher passiert die Dampfversorgung aus dem Kraftwerk Scholven, wo ja bekanntlich der Kohle-Block 2021 vom Netz gehen soll – so neu ist der Plan dann wohl nicht. Für uns sollte das ein Grund sein, nachzusetzen und nicht locker zu lassen.
  • Wir halten den Kontakt zu den Bürgerinitiativen „Dicke Luft“ und „Uns stinkts“ in Herne. Die BI „Uns stinkts“ gegen die Erweiterung der Zentraldeponie Emscherbruch hat inzwischen der Bezirksregierung in Münster insgesamt über 28.000 Einwendungen übergeben und wartet jetzt auf einen Anhörungstermin, zu dem möglichst viele Leute hinfahren sollten, um dem Anliegen Nachdruck zu verleihen; wir haben unsere Unterstützung zugesagt. (Sie haben übrigens auch schöne Aufkleber fürs Auto gemacht, mit denen man das unterstützen kann.)
  • Wir haben einen kleinen, aber feinen Ausflug zum Bergbaumuseum in Bochum gemacht und dort eine fachkundige Führung eines ehemaligen Bergarbeiters bekommen.
  • Wir haben auch wieder mal einen Leserbrief der Umweltgewerkschaft in die WAZ bringen können: dabei stellten wir für die FFF-Jugendbewegung die Bedeutung der Überparteilichkeit und der offenen Diskussion über Kapitalismuskritik und die sozialistische Idee dar.
  • Wir haben in der Umweltgewerkschaft die Zusammenarbeit mit einem Funktionär der Tierschutzpartei und einem Mitglied der Linken, sowie mit AUF Gelsenkirchen verstärkt und ein neues Mitglied gewinnen können.

Ihr seht, dass wir wieder eine Menge geleistet haben, was im Tagesgeschäft so gar nicht auffällt.

Was liegt vor uns?
  • Morgen sammeln wir Unterschriften gegen die Ölpellet-Verbrennung an einem Stand in GE-Schaffrath, wo ein Umweltgewerkschaftsmitglied wohnt.
  • Wir unterstützen weiter die FFF-Proteste.
  • Wir wollen uns, wie die letzten Jahre auch schon, am 1. Mai aktiv beteiligen. Das ist für die Umweltgewerkschaft bundesweit ein Schwerpunkt, unter der Losung „Am 1. Mai für Umweltschutz UND Arbeitsplätze!“ In Gelsenkirchen sieht das so aus, dass wir im Zusammenhang mit der DGB-Demo und -Kundgebung auftreten wollen. „Offiziell“ wollte uns der DGB bisher nicht dabei haben und genehmigte uns deshalb auch keinen Stand auf dem Kundgebungsplatz. Mal sehen, was diesmal passiert. Wir konnten ihn aber bisher ohne Probleme am Eingang zum Platz, in der Fußgängerzone, aufbauen und wollen das auch dieses Jahr wieder so machen. Weiter werden wir bei einer von verschiedenen Kräften organisierten Auftakt-Aktion am Musiktheater einen Redebeitrag halten. Und natürlich lassen wir es uns nicht nehmen, mit unseren Parolen und unseren Westen an der Demo teilzunehmen. Wichtig ist, dass wir unsererseits breit zur Teilnahme am 1. Mai mit dem Flyer der Umweltgewerkschaft mobilisieren und dies verbinden mit der Mitgliederwerbung.
  • Wir müssen heute festlegen, wo und wie wir das machen. In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch einmal die Frage der Betreuung von Kontakten und des Kontakts zu den Mitgliedern aufwerfen. So weit es uns möglich ist, informieren wir alle schriftlich und über die Homepage über unsere Aktivitäten. im Regionalvorstand halten wir darüber hinaus den persönlichen Kontakt für wichtig, können das aber nicht alleine machen.

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