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Frhlingsfest Maerz 2018 Infostand UG

Trotz eisiger Kälte und Schnee kamen über 300 Menschen zum Frühlingsfest am 18. März 2018. Eingeladen hatte das Kommunalwahlbündnis „Stuttgart Ökologisch Sozial“ und wir von der Umweltgewerkschaftsgruppe Stuttgart folgten der Einladung gerne und nahmen mit einem großen Infostand daran Teil.
„Unsere Initiative will erfahrbar machen, welche Lebensqualität in unserer Stadt möglich ist, wenn wir aus einer autogerechten Stadt eine menschengerechte Stadt machen.“ (aus dem Flyer des Bündnisses)
Da kamen wir mit unserem Transparent: „Für einen attraktiven und unentgeltlichen ÖPNV!“ gerade richtig und boten unsere neue Verkehrsbroschüre an. Das Interesse war groß.
Unser zweites Standbein war das Transparent zum Verbot der Müllverbrennung, ein weiteres großes Problem in Stuttgart. Denn was ist eine menschengerechte Stadt, wenn die Luft vergiftet ist.

Fukushima Demo in Neckarwestheim 1Etwa 800 Atomkraftgegner*innen demonstrierten am Sonntag, 11.03.18 vor dem AKW Neckarwestheim anlässlich des 7. Jahrestags des Super-GAU von Fukushima für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen und für eine beschleunigte Energiewende, die die Klimaziele einhält (Demo-Aufruf: "Fukushima - Strahlung ohne Ende").
Die restlichen Atomkraftwerke müssen jetzt abgeschaltet werden und nicht erst 2022. Die AKW werden immer älter und störanfälliger. Jeder Tag kann der eine zu viel sein. Auch die Atomfabriken in Lingen und Gronau müssen in den Atomausstieg mit einbezogen werden. Es darf nicht sein, dass Deutschland weiterhin weltweit Reaktoren mit Brennstoff versorgt und damit eine Mitverantwortung für die immense Risiken trägt, die von all diesen Kraftwerken ausgehen.

Feinstaubdemo Stuttgart 11 01 201813 Jahre ununterbrochene, gesetzwidrige, behördlich geduldete und politisch geförderte Vergiftung aus dem Auspuff sind genug!“ so das Motto des Flyers. Unter diesem Motto gingen am 11.1.2018 über tausend Menschen auf die Straße und legten Am Neckartor für drei Stunden den Verkehr lahm.
Die Ärztin Dr. Angelika Linckh belegte mit neuen Studien die extrem schädliche Wirkung der Auto-Abgase und Feinstäube und wie „die Sterblichkeitsrate linear mit der Luftverschmutzung steigt“. Betroffen sind die Anwohner und insbesondere Kleinkinder und ältere Menschen, die dauerhaft an den stark befahrenen Durchgangsstraßen wohnen müssen. Und in Stuttgart sind davon sehr große Teile der Stadt betroffen. Auch Jürgen Resch von der DUH unterstützte diese Argumentation und griff die Landesregierungen von Bayern (BMW) und Baden-Württembeg (Porsche und Daimler) an, die sich nicht an Recht und Ordnung hielten, sondern sich den mächtigen Autokonzernen unterordnen als gefällige Dienerschaft.
Wir von der Umweltgewerkschaftsgruppe Region Stuttgart waren Mitveranstalter und und forderten mit unserem Transparent „den schnellen und attraktiven Ausbau des ÖPNVs“, zum Nulltarif und auf der Basis der erneuerbaren Energien! Das kam gut an, denn es zeigt den Ausweg zu den geforderten „Fahrverboten“, die für die Anwohner zunächst weniger Vergiftung bedeuten, für die vielen Pendler jedoch noch keine Lösung darstellen.
Hätten wir mehr Broschüren „Verkehr(t)“ dabei gehabt, hätten wir mehr verkaufen können.

So könnte man das Ergebnis „populistisch“ auf den Punkt bringen. Denn die für eine halbe Million teure Mooswand an Deutschlands schmutzigster Straßenkreuzung ist zu einem Drittel abgestorben. Mit ihr droht auch die Hoffnung der GRÜNEN-Stadt- und Landesregierung zu sterben, den Feinstaub und die Stickoxide am Neckartor in Stuttgart einfach rauszufiltern. Auf 100 Meter Länge und 300 Quadratmetern sollten das „Graue Zackenmützen-, das Zypressenschlaf- und das Frauenhaarmoos unter erschwerten Bedingungen an einer stark befahrenen Straße im Freien (dies) demonstrieren.“1
Das ist einfach nicht fair, von der Natur. Denn der Stadt kann man wirklich nicht vorwerfen, nichts zu tun: Mit Kleber haben sie es versucht, mit einem Staubsauger und jetzt mit einer Mooswand. Aber tapfer erklärt Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau und Umwelt: „Wir ersetzen das abgestorbene Moos, damit der Versuch ordentlich weiterlaufen kann.“
Kundgebung Demo Neckartor 11 01 2018Denn der Versuch der Schadensbegrenzung, den der Bürger zahlt, ist allemal leichter durchzusetzen, als mit Fahrverboten in Einheit mit Sofortmaßnahmen zur Erhöhung der Kapazität der ÖPNVW und des Nulltarifs, bei die Stadt massive Probleme mit Daimler, Porsche oder Bosch bekommt. Doch die wachsende Kritik und Widerstand in der Bevölkerung, der lässt sich nicht herausfiltern.
So fängt das Jahr 2018 mit einer Kundgebung der Bügerinitiative Neckartor am 11. Januar an: „Gesundheit schützen – Fahrverbote durchsetzen“2. Denn diese lässt sich von dem Aktionismus der Regierenden nicht den Kopf vernebeln: „13 Jahre ununterbrochene, gesetzeswidrige, behördlich geduldete und politisch geförderte Vergiftung aus dem Auspuff sind genug!

1 Stuttgarter Zeitung, 14.12.2017

2 Neckartor, 11.01.2018, 18:00 Uhr

 

171219 Abb Siggis sieg vor Arbeitsgericht gegen Porsche previewSieg auf der ganzen Linie: Porsche zieht die Kündigungen von Siegmar Herrlinger zurück

Mit ca. 60 Teilnehmern bereits bei der Kundgebung auf dem Platz vor und im vollen Saal im Arbeitsgericht konnte eine breite Öffentlichkeit, darunter viele Kollegen aus dem Automobilbereich und Umweltschützer, die wundersame Verwandlung der Vertreter der Firma Porsche erleben. Sie wollten den sofortigen Rausschmiss. Siegmar Herrlinger hatte unermüdlich darauf bestanden, dass die Verstrickung von Porsche in den organisierten Abgasbetrug, durch den unzählige Menschen krank wurden oder sogar vorzeitig starben, aufgedeckt wird. Und gefordert, dass die Verantwortlichen bestraft werden und persönlich haften müssen.

  • Die Kündigungen werden zurückgenommen.
  • Die Gerichtskosten übernimmt Porsche.
  • Das Arbeitsverhältnis wird bis Ende des Jahres - dem Renteneintritt von Siegmar Herrlinger - ordnungsgemäß abgerechnet.

Standhaftigkeit zahlt sich aus.

„Was bringt bis zu 2,4 Tonnen Kampfgewicht auf die Waage, kann mit 275 Kilometer pro Stunde über die Autobahn flitzen und ist der unangefochtene König der Klimaschweine? Richtig! Ein Porsche Cayenne.“

Klimaschwein Porsche(Bild links: Greenpeace. Greenpeace protestiert vor dem Porschewerk in Stuttgart gegen die klimaschädigende Modellpolitik des Autoherstellers 26.7.2017).

Siegmar ist ein konsequenter und mutiger UMWELTSCHÜTZER und Mitglied in der Umweltgewerkschaft, der auch vor Porsche nicht einknickt. Wegen der Kritik an der Verstrickung von Porsche in den VW-Skandal auf einer Betriebsversammlung, wollte Porsche ihn bis zu seinem Renteneintritt mit „Freistellung“ und Hausverbot den Mund verbieten. Nach zwei gewonnenen Gerichtsurteilen arbeitet er wieder in Weissach. Nach dieser Schlappe für Porsche erhielt er eine Kündigungsandrohung, weil er diesen Vorgang auf seinem Wahlflyer für die „Internationalistische Liste/MLPD bekannt gemacht hatte.

 Canto Vivo Logo"Wir besingen das Leben und wo das Leben ist, ist auch ein Lied" – das ist der Sinn von „Canto Vivo“

(eine gemeinsame Veranstaltung von Solidarität International e.V., dem ABZ-Süd und der Umweltgewerkschaftsgruppe Stuttgart am 12.11.2017)

Nach Berechnungen von Canto Vivo braucht jeder Mensch für die Luft zum Atmen 22 Bäume! In der Millionenstadt Lima gibt es davon viel zu wenig. Die Stadt muss dringend begrünt und mit Bäumen bepflanzt werden, damit die Menschen auch künftig dort leben können und frische Luft und kühlen Schatten haben.
Doch das ist auch in Lima nicht einfach und jeder Baum muss erst gegen die Stadtverwaltung und die Profitorientierung der Gesellschaft durchgesetzt werden, bevor er gepflanzt werden kann. Das lernen die Kinder früh und dass das Eigentum an Grund und Boden vor Umweltschutz geht.