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Kontakt: Jochen Schaaf, Wolfmahdenstraße 36, 70563 Stuttgart
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Abb Heilbronner Schueler innen

Der Kohleausstieg ist Goldregen für die Energiekonzerne und eine Katastrophe für das Klima

Liebe Schüler,

der Ausstieg aus der Kohleverbrennung bis 2038, also erst in 20 Jahren, ist viel zu spät. Das 1,5- bzw. 2-Grad-Ziel einer Erderwärmung ist so nicht zu halten. Eure Zukunft wird versaut und zunehmend ruiniert.
Warum soll der Kohleausstieg so lange warten? Weil die bestehenden Kohlekraftwerke sehr profitabel sind und noch lange Laufzeiten haben. Also wieder einmal Maximalprofit vor Umweltschutz!
Gleichzeitig werden weiter Kohle- und Atomstrom in einem Umfang produziert, als gäbe es überhaupt keinen Grünstrom. Der Grund: RWE, E.ON, EPH (früher Vattenfall) und EnBW verdienen am Export der riesigen Erzeugungsüberschüsse.

Ohne Kohleverstromung wäre die Energieversorgung nicht gesichert. Das ist eine Lüge. Deutschland produziert wie nie zuvor Strom und exportiert Strom in andere Länder.

Abb UG spricht zu fridysforfuture Schuelerinnen

 

Unternehmerverbände geben sich besorgt: "Ein überhasteter Ausstieg aus der Kohleverstromung muss ausgeschlossen werden, da sonst Wohlstand und Arbeitsplätze gefährdet sind."

Seit wann kümmern sich die Unternehmerverbände um unseren Wohlstand? Sie kümmern sich auch nicht um Eure Zukunft. Der Billiglohnsektor in Deutschland ist einer der größten in Europa. Dann wäre es für die Unternehmer doch einfacher, sie würden Hartz IV und Leiharbeiter abschaffen. Aber das würde auf ihre Profite gehen.

Um die Energieversorgung mit Regenerativen Energien zu sichern braucht es Stromspeicher. Dies ist seit 20 Jahren bekannt. Und wieder werden die Milliarden € nicht in die Entwicklung der Speicher gesteckt. Da könnten 10 mal mehr Arbeitsplätze geschaffen werden als durch die Stilllegung der Kohlemeiler verloren gehen.

Abb Jugend huepft fuer climate justiceAuch können Arbeitsplätze geschaffen werden für die Stilllegung, Rückbau, Renaturierung und für die Regulierung dauerhafter Schäden. Dabei geht es etwa um das Absenken von Grundwasserspiegeln durch die Braunkohlenutzung oder die Sulfat- und Eisenocker-Probleme in der Lausitz.

Nein! Die Milliarden sind die Entschädigung für entgangenen Profit, ähnlich wie bei den Atomkraftwerken. Und immer steht der Profit vor dem Schutz der Menschen und der Natur.

Der Erhalt des umkämpften Hambacher Wald sei "wünschenswert". Wir brauchen jedoch die Wälder um CO2 kompensieren zu können. Der Hambacher Wald muss erhalten werden. Keine Rodung wegen Maximalprofit!

Schüler lasst Euch das nicht gefallen!

Kapitalistische Ökonomie und Ökologie passen nicht zusammen.
Entweder macht uns Kapitalismus kaputt oder wir schaffen den Kapitalismus ab!

Deswegen weiter kämpfen und organisieren!

Gebetsmühlenartig behauptet die Grün/Schwarze Landesregierung sie müsse sich an die von der Grün/Roten Landesregierung veranstaltete Volksabstimmung halten. „Der Käs isch gessa“ behauptet Kretschmann seitdem.

190124 Homepage Karikatur Quorum S21 serveimage

2011 wurde eine Volksabstimmung zu der Frage durchgeführt, ob das Land Baden-Württemberg seine Beteiligung am Projekt Stuttgart 21 kündigen sollte. Es wurde also nicht abgestimmt, ob das Bahnprojekt S21 ein für Stuttgart sinnvolles Projekt ist oder nicht.
Zwar hat sich bei der Abstimmung eine Mehrheit gegen die Kündigung ausgesprochen. Doch dieses Ergebnis hat schon deshalb keine Rechtswirkungen, weil zu wenige Wahlberechtigte abgestimmt haben und das sogenannte Quorum nicht erreicht wurde. Dieses war absichtlich sehr hoch angesetzt.
Damals wurde über die wahren Kosten getäuscht und ein Höchstbetrag von 4,526 Milliarden Euro zur Grundlage gemacht. Die Kosten sind aber schon jetzt nach dem Eingeständnis der Bahn auf mindestens 8,2 Milliarden Euro explodiert. Die Probleme des Brandschutzes sind noch nicht gelöst. Keiner weiß was dies alles Kosten wird.
Damals wurde landesweit behauptet, das Projekt wäre schon zu weit fortgeschritten, um es noch stoppen zu können. Das kann man heute noch.
Damals wurde behauptet, der neue Tiefbahnhof hätte dieselbe Kapazität wie der alte. Kann er aber gar nicht, denn ein 16 gleisiger Kopfbahnhof hat immer eine höhere Kapazität wie ein 8 gleisiger Tiefbahnhof.
Bei einer Kundgebung gegen S21 am 7.7.2018 vor dem Hauptbahnhof sprach unter anderen auch die ehemalige Bundesministerin für Justiz und Ordnung unter Gerhard Schröder, Frau Herta Däubler-Gmelin. Sie sagte: „Es kann sich niemand mehr darauf berufen, die Volksabstimmung könnte Grundlage oder auch nur ein politisches Mäntelchen für irgendeinen Auftrag sein. Die ganze Abstimmung ... beruhte auf falschen Angaben, die entweder mit der Absicht der Täuschung von Anfang an verfälscht wurden oder die jedenfalls der Volksabstimmung die Grundlage entzogen haben, wenn später relevante, nicht kalkulierte Veränderungen hinzugekommen sein sollten. Es geht aber auch um die missbräuchliche Verwendung öffentlicher Gelder ... Unser Strafgesetzbuch bezeichnet so ein Vorgehen als Untreue." (zitiert aus Bürgerinnenbrief 387 „der Anstifter" vom 9. Juli 2018).

Zehntausende Schülerinnen und Schüler, Studierende und Azubis beteiligten sich bereits an Unterrichtsboykotten und Protesten in ganz Deutschland.
So auch in Stuttgart. Ihr Anliegen ist einfach: Sie wollen nicht in der drohenden Klimakatastrophe untergehen.

Schuelerstreik in Stuttgart

Die Herrschenden dieser Welt mit ihren willfährigen Regierungen tun so, als sei dieses Problem bei ihnen in guten Händen. Doch nicht die wieder einmal gescheiterte UN-Klimakonferenz zeigt: Im gnadenlosen Konkurrenzkampf wollen und werden sie keine wirksamen Maßnahmen ergreifen, um unsere Erde zu schützen. Im Gegenteil! Die kapitalistische Profitwirtschaft zerstört mutwillig und gesetzmäßig die Lebensgrundlagen der gesamten Menschheit.
Das spüren viele Schüler und machen sich auf den Weg. Aber was tun? In Stuttgart war folgendes Schild auf der Demo zu sehen: „Wir zahlen euch die Rente und ihr gebt uns den Krebs.“ Als Sprecher der Umweltgewerkschaft Stuttgart konnte ich bei der Kundgebung sprechen. Ich ging auf dieses Problem ein. Wir alte Umweltkämpfer haben leider trotz Jahrzehnte langem Kampf gegen die Umweltverbrecher in den Konzernetagen den CO2 Ausstoß nicht reduzieren können. Trotz unseren Bemühungen steigt die Erderwärmung kontinuierlich. Woran lag das? Weil wir noch zu zersplittert und uneins sind, weil die Umweltbewegung sich noch von der Arbeiterbewegung fern hält und anders herum. So können wir zu keiner überlegenen Kraft werden. Deshalb haben wir vor vier Jahren die Umweltgewerkschaft gegründet. Eine kämpferische Organisation die sich gegen die Hauptverursacher der drohenden Klima- und Umweltkatastrophe weltweit aufstellt und kämpft.
Lasst uns zusammen gehen: Ihr mit eurem Mut und Kampfkraft und wir mit unseren Erfahrungen der bisherigen Kämpfe. Nur Jung und Alt zusammen können wir es schaffen. Kampf zur Rettung der Umwelt braucht mehr Klarheit und Organisiertheit. Deshalb rufen wir dazu auf, sich an den Protesten des #Fridaysforfuture zu beteiligen.

 
 
 
 

Arbeiterbildungszentrum Stuttgart: Veranstaltung des ABZ / IAC

Siegmar Herrlinger ( langjährig Beschäftigter bei Porsche ) erfolgreich gegen das Porsche Dieselkartell

 

Feinstaubdemo Stuttgart

Die Deutsche Umwelthilfe bei einer Kundgebung in Stuttgart am 30.3.2017

Volle Solidarität mit der deutschen Umwelthilfe

Wir, die Teilnehmer an der Veranstaltung des ABZ-Süd, solidarisieren uns ausdrücklich mit der deutschen Umwelthilfe.
Besonders würdigen wir die Leistungen der deutschen Umwelthilfe im Kampf gegen den Abgasbetrug und für saubere Luft.

Die aktuelle Verleumdung der DUH in den Medien weisen wir entschieden zurück. Ebenso die Forderung, der DUH die Gemeinnützigkeit zu entziehen.
Ein weiterer Versuch der Automobilmafia von ihrer Verantwortung abzulenken.

  • die deutsche Umwelthilfe hat keine Betrugssoftware für Diesel-PKW entwickelt oder dort eingebaut!
  • die deutsche Umwelthilfe verweigert nicht seit Jahren Maßnahmen zur Luftreinhaltung
  • es war und ist die deutsche Bundesregierung, die sich in der EU gegen Senkung der Abgasgrenzwerte stellt
  • es ist die Automobilindustrie, die sich – unterstützt von der Bundesregierung – davor drückt ihren Dieselbetrug durch Nachrüstung von SCR-Katalysatoren zu korrigieren
  • es ist eine ungeheurer Verhöhnung der Opfer des Diesel-Betrugs, wenn die Bundesregierung jetzt Verkaufsförderungsprogramme für Euro6-Diesel auf Kosten der Steuerzahler auflegt und weder die kostenlose Hardware-Nachrüstung, noch die Bestrafung der Verantwortlichen, noch eine Entschädigung der Opfer ins Auge fasst.

Es überrascht uns sehr, dass die Medien in die Verunglimpfung der deutschen Umwelthilfe unisono einstimmen, die Umweltverbrecher weiter schonen.

Wir sind uns einig:

  • Nachrüstung der Diesel-PKW mit SCR-Katalysatoren auf Kosten der Hersteller!
  • Kostenloser Öffentlicher Personennahverkehr
  • Hände weg von der Gemeinnützigkeit der deutschen Umwelthilfe!
  • Keine Abwälzung des Dieselskandals auf die Belegschaften, die Kunden oder die Steuerzahler!

Einstimmig von 45 Teilnehmern beschlossen.

Bericht der Veranstaltung auf der Website: http://www.iawc.info/de/2018/h4/siegmar-herrlinger-erfolgreich-gegen-das-porsche-dieselbetrugskartell

Die Hitzewelle in Deutschland 2018 bis hinauf nach Skandinavien sprengte alle Rekorde in Bezug auf Dauer und Temperaturen. Selbst am Polarkreis wurden 30 Grad gemessen! Klimaforscher warnen vor einer „Heißzeit" mit bis zu 5 Grad höheren Durchschnittstemperaturen in wenigen Jahrzehnten. Wechselwirkungen mit anderen Umweltzerstörungen, etwa die fortschreitende Regenwaldvernichtung oder die immer umfangreichere Massentierhaltung, beschleunigen diesen Prozess zusätzlich.

Doch Umweltministerin Svenja Schulze erklärte kürzlich, dass die „Klimaziele" in Deutschland für das Jahr 2020 „verfehlt" werden - anstatt alles zu tun, das Ruder noch herumzureißen! US-Präsident Trump verkündete im Sommer 2017 den Austritt der USA aus dem sowieso schon völlig unverbindlichen „Pariser  Klimaabkommen". Es droht eine globale Klimakatastrophe, die die Existenz der Menschheit gefährdet. Radikale Sofortmaßnahmen sind nötig! Diese sind aber bei der 24. UN-Weltklimakonferenz („COP24") vom 3. bis zum 14. Dezember in Katowice/Polen erneut nicht zu erwarten. Die polnische Regierung will sogar mit drakonischen Maßnahmen gegen Klima-Proteste während der Konferenz vorgehen! Eine globale Umwelt- und Klimakatastrophe wird mutwillig in Kauf genommen.

Weltweit gibt es Widerstand wie z.B. die Schülerstreiks in Australien und Schweden für den Klimaschutz! Wir alle leben immer umweltbewusster. Das ist eine wichtige Seite. Doch das reicht nicht. Es ist unsere Umwelt, es ist unsere Zukunft, so muss es auch unser aller Widerstand werden! Für einen gemeinsamen aktiven Widerstand gegen die Umweltverbrecher!

Kommt am Sonntag, 9.12. zur Protestkundgebung in Stuttgart.12:30 Uhr bis 14 Uhr, Stuttgart Mitte, Stauffenbergplatz, beim antifaschistischen Mahnmal mit anschließendem kurzen Demozug zur B 1.

Wir fordern:

  • Drastische Sofortmaßnahmen für den Klimaschutz!
  • der Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen muss radikal reduziert werden!
  • Rasche und vollständige Umstellung der Energieversorgung auf Erneuerbare Energien!
  • Schaffung von 100.000den Arbeitsplätzen im Bereich der Erneuerbaren Energien!
  • Schnellstmögliche Umstellung auf ein Verkehrssystem, das auf die Nutzung fossiler Brennstoffe verzichtet!
  • Umstellung und Ausbau des ÖPNV! Sofortige weltweite Stilllegung und Entsorgung aller Atomanlagen auf Kosten der Betreiber!

Unterzeichner: Frauenverband Courage, Freunde der Internationalen Automobilarbeiterkonferenz Sindelfingen e.V., Hochschulgruppe der Umweltgewerkschaft, Internationalistisches Bündnis, ÖDP, Solidarität International, Umweltgruppe der MLPD, Umweltgewerkschaft Stuttgart

 

Download des Flyers "Klimakatastrophe-Weltklimagipfel" der UG Stuttgart

Leserbrief zu „Grenzwerte für Diesel ... fauler Zauber?“ in den Stuttgarter Nachrichten vom 15.11.2018

Der Medizinprofessor und Experte für Bevölkerungsschutz, Alexander Kekulé, behauptet, dass es für die Schädlichkeit von Stickstoffdioxid (NO2) oberhalb des von der EU festgelegten Grenzwertes von 40 ng/m³ Luft keine wissenschaftlichen Belege gibt. Die WHO habe ihren Richtwert von 40 ng/m³ Luft aufgrund vager Vermutungen errechnet. Sie habe für diesen Bereich keine Gesundheitsgefahren belegen können. Die Autolobby wird es Herrn Kekulé danken!
Karikatur Man muss nicht alles glaubenHerr Köster von den Stuttgarter Nachrichten geht noch weiter: Er tut die wissenschaftlichen Ergebnisse, auf denen der Grenzwert beruht, als Scharlatanerie ab und unterstellt sogar bewusste Täuschung zum Nachteil der betroffenen Dieselfahrer.
Zu den Fakten: Die WHO hat zur Festlegung des Richtwertes für NO2 zahlreiche epidemiologische Untersuchung ausgewertet mit dem Ergebnis, dass bei längerfristiger NO2-Belastung bereits unterhalb der Grenze von 40 ng/m³ eine gesundheitsschädigende Wirkung in der Bevölkerung nachgewiesen ist. Laut dem von Prof. Kekulé zitierten Bericht der US-Umweltbehörde EPA, den er als Beleg für die fehlende Gesundheitsschädlichkeit von NO2 heranzieht, besteht ein kausaler Zusammenhang zwischen langfristigen NO2-Expositionen und respiratorischen Effekten (Asthma-Exazerbationen, COPD-Exazerbationen, respiratorische Infektionen, respiratorische Mortalität). Wenngleich man aus den epidemiologischen Studien aufgrund der komplexen Wechselwirkungen von NO2 mit anderen Luftschadstoffen im einzelnen Erkrankungsfall keine eindeutigen ursächlichen Zusammenhänge ableiten kann, sind dies gesicherte wissenschaftliche Ergebnisse, die zum Schutz der Menschen ein dringendes Handeln erfordern.

Eine Herangehensweise, die zum Ziel hat, kritische Forschung lächerlich zu machen und Gesundheitsgefahren trotz gesicherter wissenschaftlicher Ergebnisse abzustreiten, dient weder der Gesundheit der Menschen noch den Interessen der betroffenen Autofahrer. Letztlich sind es die Autokonzerne und ihre Politiker, die durch ihre Betrugsmanöver für die Fahrverbote verantwortlich sind. Dringend geboten ist die sofortige Umrüstung aller betroffenen Dieselfahrzeuge mit SCR-Kat auf Kosten der Autokonzerne, der zügige Ausbau eines kostenlosen ÖPNV und der schnelle Umstieg vom Verbrennungsmotor auf Antriebe mit erneuerbaren Energien.

Quellen können auf Nachfrage geliefert werden.

 

Otto Hoffmann

Arzt und Mitglied der UMWELTGEWERKSCHAFT

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