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Tag 5, 3.12.2019

Die Vorbereitungen der Umweltaktivisten nehmen Fahrt auf....

Anhand von Aushängen und Plakaten, die wir mittlerweile aufgetan haben, hatten wir heute einige Internetadressen von spanischen Umweltinitiativen. Es gibt so etwas wie eine Dachorganisation – "ecologistas en accion" – , der offenbar 400 Organisationen angehören.( www.ecologistasenaccion.org )
Sie haben in Madrid ein Büro: 6 Minuten Fußweg von unserer Wohnung entfernt.
Wir vermuteten, dass sie sich in dieser Woche nicht an ihre normalen Öffnungszeiten halten, sondern eher unter Hochdruck arbeiten. Trotzdem nahm sich Luis eine halbe Stunde Zeit, unsere Fragen zu beantworten und uns einen Einblick in ihre derzeitige Situation zu geben. Sie arbeiten alle ehrenamtlich, tun was sie können, schlafen kaum und teilen die vielfältigen Jobs. Die Demo für Freitag 6.12. steht. Sie erwarten, dass sie sehr groß wird. Angeführt werden soll sie vom indigenen Block, gefolgt von Chilenen, F4F, einem kapitalismuskritischen Block revolutionärer Studenten, Feministinnen, Umweltorganisationen und Sozialen Organisationen. Auch die linken Gewerkschaften werden an der Demo teilnehmen.
Ab Samstag sind dann workshops bzw. Veranstaltungen in der Universität geplant.
Sie haben auch das Haus der sozialistischen Gewerkschaft UGT zur Verfügung gestellt bekommen, das leer stand um renoviert zu werden. Dort waren wir schon am Sonntag, aber inzwischen läuft auch dort der Betrieb auf Hochtouren. XR und F4F versorgen dort die von überall herkommenden jungen Leute. Es gibt Schlafsäle, Verpflegung, Arbeitsgruppen und immer wieder Ausbildungen zu den Aktionen.
Gestern haben sie eine Kreuzung am IFEMA Gelände besetzt unter großer Präsenz der Presse und des Fernsehens, heute gab es eine Aktion vor dem Rathaus.
Sie konnten aber nicht ihr ganzes Vorhaben durchführen, weil die Polizeipräsenz zu groß war. Es hatten sich zur gleichen Zeit dort streikende Busfahrer getroffen. Seit Oktober machen diese auf ihre Lage aufmerksam. Sie wehren sich gegen die geplante Privatisierung. Es fehlt hinten und vorne an genügend Mitarbeitern, dem Bedarf von Personentransport gerecht zu werden. Da es heute Tarifverhandlungen gab, reduzierten sie durch Verzögerungen und Ausfälle 40% der Fahrten.
Wir wünschen ihnen viel Erfolg, weil Madrid wie andere Städte auch dringend einen gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr braucht – am besten kostenlos!

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