Aus dem Grundsatzprogramm der Umweltgewerkschaft e.V.:
„Um… eine globale Umweltkatastrophe abzuwenden, braucht es eine neue Qualität der Umweltbewegung und eine weltweit überlegene Kraft gegen die Hauptverursacher in Konzernzentralen, Banken und Regierungen. (…) Wir suchen den engen Schulterschluss zwischen Arbeiter- und Umweltbewegung und schließen uns auf der Grundlage gewerkschaftlicher Prinzipien als Umweltorganisation zusammen – lokal, national und international. Der Gewerkschaftsgedanke steht für den gemeinsamen Kampf um unsere existenziellen Lebens- und Zukunftsinteressen, für Kampfgeist, Solidarität und breitesten überparteilichen Zusammenschluss. Wir treten für eine gesellschaftliche Alternative ein, in der die Einheit von Mensch und Natur verwirklicht wird.”
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COP29-Protest-Delegation Baku: weiterer Bericht und Bilder
Chaosgipfel COP 29 in Baku gescheitert – großes Interesse am International Environmental Council 2026
Nur mit Mühe konnte eine völlige Ergebnislosigkeit der 29. UN-Klimakonferenz verhindert werden. Gastgeber Aserbaidschan hatte auf der Konferenz seine Öl- und Gasvorräte als „Gottesgeschenk“ bezeichnet. Kurzerhand wurden kritische Wortmeldungen vom aserbaidschanischen COP Präsidenten „übersehen“ und einfach abgestimmt. Unter Tumulten verließen einige Delegationen der ärmsten Länder den Saal. Papua-Neuguinea war gar nicht erst angereist.
Die Ergebnisse der COP29 verdienen nicht einmal dieses Wort. Während gerade noch 300 Mrd an vergünstigten oder zinslosen Krediten für Entwicklungsländer zugestanden wurde betrugen allein die Übergewinne durch Preistreiberei der Öl- und Gaskonzerne weltweit 490 Mrd $. Dazu kommen nochmal 753 Mrd $ üblicher Gewinne, Also insgesamt 1,24 Billionen $ Gewinne, nur der Öl- und Gaskonzerne!1 Seit der UN-Konferenz in Paris investierten die 60 größten Banken der Welt ca. 6,9 Billionen $ in die Erschließung neuer Vorkommen fossiler Energien.2 Offensichtlich sehen die Öl- und Gasvorkommen noch mehr Regierungen und internationale Banken und Konzerne als „Gottesgeschenk“ für märchenhafte Profite. Warum sonst schaffte es der Ausstieg aus fossiler Verbrennung noch nicht einmal als Worthülse in die Abschlusserklärung?
Internationaler Umweltaktionstag 2024: Bild-Bericht von COP29-Protestdelegation in Baku!
Schöne Grüße aus Baku an alle Umweltbewegten zuhause!
Wir, eine kleine Delegation aus Umweltgewerkschaftlern und ICOR, sind vor Ort auf der COP29 in Baku, Aserbaidschan. Auf der UN-Klimakonferenz sind rund 40.000 Teilnehmer anwesend. Ihnen wird von ca 50 Unternehmen viel Greenwashing präsentiert.
Viele, vor allem junge Firmenvertreter*innen sind motiviert und glauben an ihre Projekte. ABER: jeder hat seine Zweifel geäußert und gab uns die Möglichkeit, das Projekt des „International Environmental Counsil 2026“, IEC, (Internationaler Umweltratschlag) vorzustellen. Wir haben gute Kontakte geknüpft – bisher am 1.Tag 13 aus 8 Ländern -, darunter Vertreter aus Pakistan, Südafrika, den USA, Kongo, Tibet und aus Aserbaidschan selbst.
Das Buch „Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen“ stieß auf Interesse, wurde oft fotografiert und auch verkauft. Ein Mitarbeiter der Fracking-Industrie, der sich mit „but I am the good guy!“ entschuldigte, kaufte es, ebenso wie eine Frau aus Mexiko. Insgesamt ist die COP eine große Show mit viel Polizeipräsenz, ehrenamtlichen Studenteneinsatz als Helfer, vielen Straßenreiniger*innen, die alles blitzblank halten. Und einheimische Bakuer, die froh sind, wenn ihr normales Leben nach der COP wieder weitergeht.
Außer den kapitalistischen Hotel- und Gastronomiebetrieben, die ihre Preise während der COP drastisch erhöht haben, hat das „Fußvolk“ in der Stadt keinen wirklichen Vorteil – und es riecht auch nach 29 Weltklimakonferenzen hier immer noch überall nach Öl!
Wir wünschen euch allen heute eine guten und kämpferischen Internationalen Umweltweltaktionstag!
Hier ein paar Bild-Eindrücke vom 1.Tag:







Proteste aus dem serbischen Jadar-Tal bis nach Berlin getragen
Die Proteste aus dem serbischen Jadar-Tal gegen zerstörerischen Lithium-Abbau wurden am 15. Oktober 2024 bis nach Berlin getragen!
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hielt an diesem Tag einen "Klimakongress" ab. Das Tagungsgebäude neben dem Berliner Hauptbahnhof hieß treffenderweise "Futurium". Allerdings ging es nur am Rande um die Zukunft des Klimas. Im Mittelpunkt stand vielmehr die Zukunft der kapitalistischen Weltmärkte und die dabei beanspruchte "Führungsrolle der deutschen Industrie", wie man den Tagungsunterlagen entnehmen konnte:
"Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) müssen im Szenario der Netto-Null-Emissionen bis 2050 allein bis 2030 weltweit 388 neue Bergwerke eröffnet werden, darunter 50 für Lithium, 60 für Nickel, 17 für Kobalt, 50 für Batteriekathoden und 40 für Batterieanoden. Ohne sichere Rohstoffversorgung gibt es keine Energiewende, E-Mobilität, Digitalisierung oder Industrie 4.0. Kritische Rohstoffe müssen in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Denn sie sind die entscheidenden Bestandteile für das Rezept einer zukunftsfähigen deutschen Industrie, die auf den Leitmärkten der Zukunft eine Führungsrolle beansprucht."
Gegenüber dem Tagungsgenäude organisierte eine Gruppe umweltbewegter Menschen - viele mit serbischen bzw. jugoslawischen Wurzeln - eine Protestkundgebung. Sie informierten über die zerstörerischen Pläne des Rio-Tinto-konzerns zum Lithium-Tagebau im Jadar-Tal. Ebenso wurde die schändliche Zusammenarbeit der serbischen und deutschen Regierung im Interesse deutscher Konzerne angeprangert, die das Projekt staatlich absichern soll. Weitere Hintergründe und eine Solidaritätserklärung der Umweltgewerkschaft siehe auf unserer Homepagge hier: https://www.umweltgewerkschaft.org/de/themen/energiepolitik/2411-ug-bundesvorstand-massenproteste-in-serbien-gegen-umweltzerstoerung-durch-rohstoffkonzerne.html
Leider war die Berliner Protestkundgebung sehr kurzfristig angekündigt. Die Solidaritäts-Delegation der Umweltgewerkschaft, die kürzlich vor Ort im Jadartal war, hätte sicher Interessantes zur Kundgebung beitragen können. Aber Kontakte sind geknüpft, zu weiteren Protesten kann man dann rechtzeitig die Zusammenarbeit organisieren. Hier einige Bild-Eindrücke:




Solidarität mit der Belegschaft der Firma WERU in Rudersberg
Solidaritätserklärung der Umweltgewerkschaft e.V. mit der Belegschaft der Firma WERU
Die Mitglieder der Umweltgewerkschaft solidarisieren sich mit den MitarbeiterInnen der Firma WERU in Rudersberg. Wir protestieren gegen die geplante Verlagerung der Produktion, und dem damit verbundenen Abbau der Arbeitsplätze.
Waldzustandsbericht 2023: Wald zu einer CO2 Quelle geworden
Waldzustandsbericht 2023: Erstmals ist der Wald in Deutschland zu einer CO2 Quelle geworden!
Die Bundeswaldinventur und der Bericht hat es in sich: seit 2017 hat sich der Kohlenstoffvorrat im Wald um 41,5 Millionen t verringert. Der Wald in Deutschland ist von einer Kohlenstoffsenke zu einer CO2-Quelle geworden.
BILDER: bundesweite Friedensdemo 3.10.24 Berlin
Mehrere Zehntausend Menschen protestierten in Berlin gegen die wachsende Weltkriegsgefahr. Insbesondere die von USA und Bundesregierung geplante Stationierung atomarer Mittelstreckenraketen in Deutschland stand im Zentrum der Kritik. Erst recht wurden die barbarischen Kriege in der Ukraine und in Nahost mit ihren Hunderttausenden von Opfern verurteilt und ein sofortiger Stopp bundesdeutscher Waffenlieferungen gefordert. Nicht alle, aber eine große Mehrheit verurteilte die Kriegstreiberei BEIDER Seiten, sowohl Russlands als auch der NATO und der ukrainischen Regierung. Auch der brutale Bombenkrieg der israelischen Regierung gegen die Bevölkerung in Gaza und im Libanon wurde von vielen auf selbstgemachten Plakaten und in Gesprächen kritisiert, ebenso dessen bedingungslose Unterstützung durch die Bundesregierung.
Schon in Friedenszeiten sind wachsende Hochrüstung und Weltkriegsvorbereitung eine riesige Verschwendung von Rohstoffen und Energie, von Arbeits- und Geisteskraft, die der Menschheit im Kampf gegen die globale Umweltkatastrophe fehlen! Dieser Zusammenhang wurde besonders von der Umweltgewerkschaft thematisiert, die mit ihren Atomkriegsgefahr-Plakaten einen >Hingucker< organisiert hatte. (Wir hatten bewusst einige Plakate MEHR mitgenommen als wir selbst tragen konnten - und dann auf der Demo Leute um ihre Meinung zum Plakat gefragt - und sie zum Mit-Tragen gewonnen.)
Unverständlich war, dass die DGB-Gewerkschaften gar nicht zu dieser wichtigen Friedenskundgebung aufgerufen und mobilisiert hatten. Entsprechend wenig Gewerkschaftsfahnen waren zu sehen. Die Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung ist aber die wichtigste Kraft im Kampf gegen Weltkriegsgefahr und globale Umweltkatastrophe, und zugleich für eine befreite Gesellschaft, in der Mensch und Natur statt Profit im Mittelpunkt stehen. In den Diskussionen um diese Erkenntnisse und Ziele haben wir eine Reihe neuer Kontakte für den weiteren Aufbau der Umweltgewerkschaft gewonnen.
Wie ein dauerhafter Weltfrieden erreicht werden kann, haben wir durch einen Plakat-Klebestreifen mit einer Lied-Zeile aus dem bekannten Solidaritäts-Lied verdeutlicht:
"....reden erst die Völker selber, werden sie schnell einig sein!"















