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Kontakt: Jochen Schaaf, Wolfmahdenstraße 36, 70563 Stuttgart
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Trotz strömendem Regen war die Stimmung in Stuttgart gut und kämpferisch. 3 Demonstrationszüge zogen mit lautstarken Parolen zum Hauptbahnhof. Die Teilnehmer waren bunt gemischt, nicht nur Schüler. Die Hochschulgruppe Stuttgart der Umweltgewerkschaft beteiligte sich im Rahmen von Campus for Future (CfF) an der Organisierung des Zugs vom Hölderlinplatz. Wir hatten Vorschläge für Parolen gemacht und uns im Rahmen von CfF auf gemeinsame Parolen und Musik geeinigt. Einig
waren wir uns auch, dass wir keine Bevölkerungsgruppen in den Parolen angreifen, wie „Es gibt kein Recht SUV zu fahren“.

Klimastreiktag Stuttgart 29 11 19 1 von 3 Klimastreiktag Stuttgart 29 11 19 2 von 3Klimastreiktag Stuttgart 29 11 19 3 von 3

Kundgebung vor Porsche1Mehrere hundert Menschen haben am Freitag, den 25.Oktober vor dem Porsche-Museum in Stuttgart gegen Autokonzerne demonstriert. Wir marschierten vom S-Bahnhof Zuffenhausen über die Schwieberdinger Straße zum Porscheplatz, wo eine kämpferische Kundgebung stattfand.
Anlass war der vom „Handelsblatt“ initiierte Automobilgipfel, auf dem sich am Wochenende zahlreiche hochrangige Vertreter der Autokonzerne trafen. Bei der Demo ganz vorne mit dabei war Jürgen Resch, Chef der Deutschen Umwelthilfe (DUH), der als Hauptredner auftrat. Aufgerufen hatte ein breites Bündnis mehrerer Gruppen und Organisationen. Auch die Umweltgewerkschaft hatte dazu aufgerufen.
Die Automobilität in der heutigen Form mit ihren Verbrennungsmotoren à la Porsche, Audi, Volkswagen und Daimler ist Mitverursacher der Klimakrise. Sie vergiftet weltweit die Luft zum Atmen. Sie raubt weltweit Menschen und Tieren wertvollen Lebensraum. Sie nützt wenigen und schadet schließlich allen. Es ist der kapitalistischen Profitwirtschaft geschuldet. Ohne sie wäre die Welt besser

Kundgebung vor Porsche2Vor dem Porsche-Zentrum hatte Jürgen Resch das Wort ergriffen. Er kritisierte unter anderem, dass die Industrie immer größere und schwerere Autos herstelle und der Anteil der SUV stetig steige. Auch schaffe es die Industrie nicht, erschwingliche Elektro-Autos der Mittelklasse zu produzieren. „Unter den 20 meist zugelassenen E-Fahrzeugen der Welt befindet sich kein deutsches Modell“, so Resch.

Er forderte die Manager von Porsche auf, keine „Klima-Killer-Autos“ mehr zu produzieren und die Anliegen der Klima-Demonstranten endlich ernst zu nehmen. Er forderte auch die Nachrüstung von geeigneten KATs auf Kosten der Konzerne. Paula Bär, Vertreterin der Gruppe Kesselbambule, sagte, der Klimawandel sei kein isoliertes Problem, sondern Symptom unseres Lebenswandels. Im Anschluss an die Kundgebung fand noch eine Blockade des Museumszugangs statt.


Kundgebung vor Porsche3Die deutschen Automobilkonzerne sind keine Partner beim Kampf gegen die Erderwärmung. Sie gehören zum Kartell der Klimakiller. Gegen den massiven Ausbau des privaten Personennahverkehrs hilft nur der schnelle und attraktive ÖPNV zum Nulltarif!
Die Kundgebung am Freitag Nachmittag bei Schichtende fand große Beachtung bei den Porsche Kollegen. Auch Arbeiter aus anderen Großbetrieben beteiligten sich an der Demo und Kundgebung.

Spaziergang mit der UGBei bestem Wanderwetter starteten wir im Fasanenhof und spazierten durch das Gebiet „Weidach-und Zettachwald“ zur Garbe nach Hohenheim.
Das Naturschutzgebiet gehört mit seinen Streuobstwiesen und Mischwäldern zu den schönsten in Stuttgart und ist Ergebnis eines langen Kampfes der Filderbauern gegen den Flughafen Stuttgart. Aber schon vorher war es eine Folge einer kleinen Katastrophe.
Ende des 19 Jahrhunderts war der Weinbau durch das Wüten der Reblaus in eine schwere Krise geraten. Viele Weinberge wurden in Obstwiesen umgewandelt. Der Most löste den Wein als Hausgetränk ab und sogar Schulkinder bekamen täglich Most zum Vesper. Stuttgart wurde damals zum größten Mostobstmarkt der Welt.

Heute ist das Waldsterben leider auch im Weidach-und Zettachwald zu sehen. Die Klimaerwärmung um 1,8 Grad (Aussage Landwirtschaftsministerium BaWü) macht den Bäumen Stress und erleichtert die Zuwanderung von Pilzen aus Asien. So zeigt die Gewöhnliche Esche eine hohe Anfälligkeit gegenüber dem Schlauchpilz, der sich inzwischen in fast ganz Europa ausgebreitet hat. Fichten zeigen das Lametta Syndrom wie zu früheren Zeiten des sauren Regens heute jedoch durch die starke Erwärmung bedingt.

Revolutionäre Aktion Stuttgart (RAS)
c/o Linkes Zentrum Lilo Hermann
Böblinger Straße 105
70199 Stuttgart

 

Die Umweltgewerkschaft, Gruppe Stuttgart hatte ihre Mitglieder und Freunde zu ei-nem Freizeitbesuch auf das „Umsonst und Draußen“- Festival an der Universität Vai-hingen (U&D) am Nachmittag des 3.8.2019 um 17:30 eingeladen.
Pünktlich zu diesem Zeitpunkt wurden wir von zunächst 10, später 12 jungen Leuten direkt vor dem S-Bahn-Zugang Universität abgepasst und am Weitergehen zum U&D gehindert. Sie beschimpften uns mit Worten wie „Verpisst euch!“, „Ihr habt hier nichts zu suchen!“, „Wer unsere Genossen dem Verfassungsschutz ausliefert, darf nicht zum U&D!“ usw. Sie hatten es offensichtlich auf die MLPD abgesehen und die Umweltgewerkschaft mit der MLPD gleichgesetzt.
Ariane Raad hatte im Vorfeld des „Internationalen Frauentags“ das breite Frauenbündnis in Stuttgart gespalten, worauf die MLPD dies noch vor dem Frauentag in ihrer Stadtzeitung bekannt machte. Spalter muss man bekannt machen: das hat eine lange Tradition in der Arbeiterbewegung. Ariane Raad wurde auch nicht „dem Verfassungsschutz ausgeliefert“: sie ist längst dort bekannt durch ihren Tortenwurf auf Oettinger.
Wir von der Umweltgewerkschaft finden, dass das anfangs beschriebene Vorgehen von jungen Menschen, die im Umfeld des Lilo-Hermann-Hauses agieren, eine neue Qualität der Verrohung im Umgang untereinander darstellt. Wer so etwas macht, stellt sich außerhalb der Kräfte, die für eine Zukunft ohne Ausbeutung von Mensch und Natur kämpfen.
Wir möchten die jungen Leute von der selbsternannten „Lilo Security“ darauf auf-merksam machen, dass Nötigung eine Straftat ist, und wir es uns deshalb vor-behalten dies bei der Polizei anzuzeigen.
Ihr werdet behaupten: „Wer das bei der Polizei anzeigt, steht auf der Seite der Polizei !“ Nein, denn wir Umweltgewerkschafter und unsere Mitglieder der MLPD lassen uns weder von den Faschisten noch von Euch verbieten auf das U&D zugehen. Das ist unser demokratisches Recht!
Zur Gleichsetzung von Umweltgewerkschaft und MLPD möchten wir noch an-merken, dass dies eine beliebte Methode des Verfassungsschutzes ist und von Euch leider hier übernommen wurde. Die Umweltgewerkschaft ist weder eine „Tarnorganisation“ noch ein „Unterseeboot der MLPD“. Die Umweltgewerkschaft ist ein eingetra-gener Verein mit Satzung, der für Natur- und Klimaschutz kämpft, als wesentliches Merkmal die Einheit von Umwelt- und Arbeiterbewegung hat und dabei die Hauptver-ursacher ins Visier nimmt. Wir kämpfen für Umweltschutz und Arbeitsplätze. Die MLPD ist als Partei auf alle gesellschaftliche Bereiche ausgerichtet und hat den ech-ten Sozialismus als Ziel.

Dass die selbsternannte „Lilo Security“ behauptete im Namen des U&D zu handeln, ist glatt gelogen. Wir können dies anhand eines Briefes der Umweltgewerkschaft an Roland vom U&D und dessen Antwort daraus nachweisen. Er bekräftigt darin, dass das U&D „selbstverständlich niemanden beauftragt oder autorisiert (hat), euch am Besuch des Festivals zu hindern.“ Weiter schreibt er, dass „Leute aus dem Lilo-Umfeld den eigentlichen Auslöser diskutieren, und diese Diskussion nicht erst auf dem U&D-Gelände führen (wollten), sondern bereits im Vorfeld“. Das schändliche Vorgehen der sogenannten „Lilo Security“ widerspricht allerdings Eurer schönfärberischen Darstellung und zeigt, dass Euch an Diskussion überhaupt nicht gelegen war, sondern nur daran, uns zu verleumden und den – auch von Roland gebilligten – Besuch des U&D zu verhindern. Was hätte dagegen gesprochen, Euch mit uns beim U&D sachlich über die von Euch vorgetragene Kritik auseinanderzusetzen? Für uns ist daher Euer Verhalten an der S-Bahn-Station 1. feige gegenüber uns und 2. heuchlerisch gegenüber dem U&D. Schade !
Roland vom U&D stimmte zum Schluss der Aussage aus dem Brief der Umweltgewerkschaft zu, wo es heißt: „Ich finde die ganze Spalterei, die Vergiftung der Atmo-sphäre im Kampf gegen Faschisten und Kapital sehr schlecht und schädlich.“

Umweltgewerkschaft, Gruppe Stuttgart / 8.9.2019

Spaziergang im Weidach und Zettachwald

Wann: Sonntag, den 11.08. um 10:30 Uhr

Treffpunkt: an der Haltestelle der U6 ENBW-City.

Weidach WanderungDas Gebiet „Weidach-und Zettachwald“ ist mit ca. 226 Hektar das größte Naturschutzgebiet auf den Fildern. Es wurde 1990 unter Schutz gestellt.

Eingerahmt von den beiden Namen gebenden Waldgebieten fließt die Körsch durch blumige Wiesenauen. Am Ortsrand von Plieningen schließen sich die größten Obstwiesen Stuttgarts an. Leider wurde mit dem Bau des Tunnels von S21 viel Grund abgezweigt, wie an der Endhaltestelle der U6 Fasanenhof, wo sich die Großbaustelle befindet.

Startpunkt des ca. 2,8 Kilometer langen Spaziergangs mit nur ganz schwachen Steigungen im Zettachwald ist die Stadtbahnhaltestelle EnBW City. Dies ist die vorletzte Haltestelle der neuen Stadtbahnstrecke durch den Stadtteil Fasanenhof. Es gibt eine Möglichkeit unterwegs einzukehren.

Logo Umsonst DraussenAm Samstag, den 3. August wollen wir zum Festival Umsonst & Draußen gehen und dort gemeinsam feiern und es uns gut gehen lassen.

Wir treffen uns um 17:30 Uhr an der Haltstelle Universität am Ausgang, der sich auf dem Campus befindet (Fahrtrichtung Stuttgart hochgehen). Bitte beachtet für die Anreise, dass es ab den 27. Juli im Gesamten S-Bahnnetz aufgrund von Bauarbeiten zu Veränderungen der Linien der S-Bahn kommt.

Bitte teilt uns doch mit, wer kommen möchte, damit wir auf euch warten können.

Wir freuen uns auf einen tollen Sommerabend mit toller Musik!

190524 fff 124.5.2019: In Stuttgart beteiligten sich bis zu 5000 Menschen am zweiten globalen Klimastreik der Fridays-for-Future-Bewegung. Darunter waren viele Schüler, aber auch Eltern und Großeltern. Die Stimmung war ausgelassen und kämpferisch. Viele trugen Plakate mit Aufschriften wie „Warum Lernen ohne Zukunft“, „Keine Kohle für die Kohle“ und „Wir streiken bis ihr handelt“.

Mit ihrer Forderung nach „Nettonull“ machten die Fridays for Future Klima und Umwelt zum Thema Nummer eins beim Europawahlkampf. Nettonull bedeutet, dass Deutschland bis 2035 seine Energieversorgung vollständig auf Erneuerbare Energien umstellt. Zudem soll bis 2035 beim Ausstoß von Treibhausgasen die "Nettonull" erreicht sein - das Land also nicht mehr CO2 produzieren, als etwa durch die Natur oder Speichersysteme kompensiert werden kann. Im Gegensatz dazu will die EU dies erst bis 2050 erreichen.

Um eine Nettonull zu erreichen muss der Kohleausstieg bis 2030 erfolgen und nicht wie die Kohlekommission auf 2038 festgelegt hatte. Das bedeutet auch das sofortige Ende der Subventionen für fossile Energieträger und bis Ende 2019 die Abschaltung von 1/4 der Kohlekraftwerke. Forderungen die es erst einmal zu erstreiten und umzusetzen gilt.

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