„Hitze belastet die Stromnetze“, „Solarstrom ist schuld und treibt die Kosten in die Höhe“: So die Schlagzeilen. Solarstrom „verstopfe“ die Stromleitungen hieß es da unter anderem. Den Verbraucher werde es teuer kommen, denn zahlreiche netzstabilisierende Eingriffe seien nötig wegen eines „immensen Anstiegs an Sonnenstrom“. In der Tat wird im Sommer mehr Solarstrom produziert. So führte die hohe Produktion von Sonnenstrom aus Photovoltaik-Anlagen im Norden Deutschlands dazu, dass in Nordostdeutschland teilweise die Stromproduktion konventioneller Kraftwerke drastisch verringert wurde.

Bei Hitze gibt es jedoch nicht mehr Photovoltaik-Strom, sondern im Gegenteil etwas weniger. Die Hitze gefährdet jedoch die Kühlung konventioneller Atom- und Kohlekraftwerke. So musste das AKW-Brokdorf gedrosselt werden und das AKW-Grohnde stand im Juli kurz vor der Notabschaltung mangels Kühlwasser.

Hohe Kosten für Verbraucher? Ja – aber nicht etwa, weil der aktuelle Fördersatz für große Solarstromanlagen mit rund 8,5 Cent pro Kilowattstunde so teuer wäre. Die Energiekonzerne bekommen viel Geld für ihre Kraftwerke – ob sie laufen oder nicht. Die Betreiber werden entschädigt und die Verbraucher müssen es über die Stromrechnung bezahlen.

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