Gigantische Mengen Plastikmüll gelangen täglich weltweit in die Flüsse und dann in die Meere – mit verheerenden Folgen für Mensch, Tier und Umwelt. Als einer der weltgrößten Kunststoff-Produzenten ist BAYER für dieses Umweltverbrechen mitverantwortlich. Besonders gefährlich ist die Produktion von Mikroplastik. Kleinstorganismen wie Zoo-Plankton nehmen Mikroplastik auf, da sie es nicht von ihrer normalen Nahrung unterscheiden können. Die Stoffe geraten in die Nahrungskette und über den Fischfang schließlich in unser Essen.

Im Folgenden zitieren wir aus einem Flugblatt der „Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG)“: „BAYER hat einen gehörigen Anteil an dieser Katastrophe. Der Konzern zählt zu den größten Kunststoff-Herstellern der Welt. Allein bei TDI beträgt der Marktanteil rund 25 Prozent. Bei Polycarbonat- Kunststoffen ist BAYER der größte Hersteller Europas.

Plastik in unserer Nahrung
Die Abwasser-Reinigung ist nicht in der Lage, den Eintrag der Partikel in die Gewässer zu verhindern. Mikroplastik landet in Flüssen und im Grundwasser und wurde bereits in Bier, Milch, Mineralwasser und Honig nachgewiesen. Das Alfred-Wegener- Institut überprüfte das gesäuberte Wasser von Kläranlagen in Norddeutschland und wies darin bis zu 700 Plastik-Fragmente pro Kubikmeter nach. Im Meer potenziert sich die Giftwirkung von Mikroplastik noch: die Teilchen binden durch ihre wasserabweisende und fettlösliche Oberfläche Schadstoffe wie Polychlorierte Biphenyle (PCB), Pestizide, Medikamenten-Rückstände, Quecksilber, Blei oder Chrom. BAYER liegt mit Kunststoffen der BAYCUSAN-Reihe bei Mikroplastik ganz vorn. Diese mikroskopischen Mini-Kügelchen finden sich vor allem in Kosmetika und Putzmitteln. Früher wurden hierfür zerkleinerte Fruchtkerne eingesetzt. Diese waren in kurzer Zeit biologisch abbaubar. Aus Profitgründen wird nun Kunststoff verwendet.

BAYER bietet die Mikrokugeln für Haarpflegemittel, Sonnenmilch, Hautcremes und Wimperntusche an. Polyurethane-34 beispielsweise verspricht laut BAYER „exzellenten Locken-Halt“ sowie „hohen Glanz“, während Polyurethane-35 den Kosmetika angeblich „ein natürliches Hautgefühl“ verleiht…… Um das Problem einzudämmen, ist sofortiges Handeln notwendig: Mikroplastik wie BAYCUSAN muss umgehend verboten werden. Kunststoffe müssen weitestgehend durch biologisch abbaubare Stoffe ersetzt werden. BAYER und Co. müssen verpflichtet werden, alle toxikologischen Daten von Kunststoffen offenzulegen. Die Umkehr der Beweispflicht muss her: nicht Behörden oder Verbraucher müssen die Gefährlichkeit eines Stoffes beweisen, sondern die Produzenten dessen Ungefährlichkeit.“

Sofortiges Verbot von Mikroplastik. Umfassende Haftung der Hersteller. Offenlegung aller Inhaltsstoffe incl. toxikologischer Daten von Kunststoff-Produkten!
Verbot von Kunststofftüten und Einwegbechern!

Kunststoffe gehören weder in die Nahrungskette noch in die Meere und erst recht nicht in die Müllverbrennungsanlage.
In einer leider noch wachsenden Zahl Müllverbrennungsanlagen (MVA) in Deutschland und weltweit verschwinden Unmengen von wertvollen Stoffen auf nimmer Wiedersehen, indem sie zu Asche, Abgasen und einem höllischen Cocktail gefährlicher Giftstoffe verbrannt werden.
Die Einführung einer neuen Verwertungsstrategie für Müll als erneuerte Rohstoffe (Kryo-Recyclinganlage) zielt naturgemäß gegen den Betrieb der mörderischen Verbrennungsanlagen. Wir fordern deshalb vom Bund den sofortigen Bau einer Pilotanlage für Kryo-Recycling.

Verpflichtung zu umfassendem Recycling – sparsamer Umgang mit natürlichen Rohstoffen und radikaler Rückbau der Vermüllung auf Kosten der Verursacher! Verbot der Müllverbrennung! Für eine Pilotanlage für Kryo-Recycling!