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Pressemitteilung der Umweltgewerkschaft Göttingen am 10.11.2018

Klimaschutz auf dem Holzweg

Am Mittwoch den 14. November findet im Zentralen Hörsaalgebäude der Universität, ZHG 001 um 19:00 Uhr eine Veranstaltung zur Kritik an der unverantwortlichen Klimaschutzpolitik der Bundesregierung und dabei auch am an den Klimaschutzplänen der Stadt Göttingen statt. Der Weltklimarat schlug kürzlich Alarm. „Die Emissionen müssen schnell und rapide sinken, wenn eine Heißzeit mit unabsehbaren Folgen noch verhindert werden soll“. Das unterstreicht die Notwendigkeit mit massenhaften Protesten, wie am Hambacher Forst gegen die weitere Verbrennung von Kohle und anderen fossilen Energieträgern vorzugehen. Die Umweltgewerkschaft hat sich daran beteiligt und fordert in ihrem Programm unter anderem: „Drastische Sofortmaßnahmen für den Klimaschutz! Der Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen muss radikal reduziert werden! Rasche und vollständige Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien!“

Auch in der Stadt Göttingen geht es mit dem Klimaschutz viel zu langsam voran, wenn erst im Jahr 2050 die Treibhausemissionen „klimaneutral“ sein sollen. Mit welchen Methoden dies erreicht werden soll ist nach dem Baustart des Holzkraftwerkes „Biowärmezentrum“ durch die Stadtwerke höchst fragwürdig. Mit der Verbrennung von 16 Tonnen Holz pro Jahr aus Wirtschaftswäldern wird massenhaft CO2 sowie auch andere hochgefährliche Schadstoffe, wie Feinstpartikel freigesetzt. Das Bündnis gegen das Biowärmezentrum, in dem die Umweltgewerkschaft mitarbeitet, hat dies mehrfach fundiert kritisiert und saubere Alternativen vorgeschlagen. Bei einem Besuch bei den Stadtwerken wurde deutlich, dass diese aus Profitgründen nicht umgesetzt werden.

Auch die Schadstoffüberwachung in der Luft basiert auf Fiktionen und nicht auf Fakten. So wird die Luftqualität in Göttingen hauptsächlich geschätzt und nur an 2 Stellen gemessen. Die Schätzungen ergeben die höchsten NO2- Konzentrationen Göttingens im inneren Ring (Gotmar-, Groner,Jüdenstr.). Ausgerechnet dort wird überhaupt nicht gemessen. Auch in der Fußgängerzone nicht, wo die Göttinger wohl am dichtesten gedrängt sich aufhalten. Hier geht es nicht um den Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger sondern um Bewahrung des Scheins.

Zu diesem und weiteren Themen können Sie  mehr erfahren und diskutieren auf der Veranstaltung zum Holzkraftwerk Göttingen am 14.11. um 19:00 im ZHG 001. Die Veranstaltung steht in Verbindung mit der Vorbereitung des Weltklimatags am 8.12.2018. Die Umweltgewerkschaft lädt alle Interessierten herzlich ein, sich in der Diskussion der Veranstaltung oder per Kontakt email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , in eine gemeinsame Vorbereitung einzubringen.

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