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RV Mecklenburg-Vorpommern

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Moin! Am 21.07.2024 von 14 bis 16 Uhr, findet an der Hafeneinfahrt zum LNG-Ter.inal Mukran die nächste Mahnwache statt. Vielleicht ist jemand im Urlaub auf der Insel Rügen und mag uns unterstützen und Gesellschaft leisten? Wir freuen uns über jede Teilnahme auf antifaschistischer Basis. Ausstieg aus jeglicher fossiler Energiegewinnung, bleibt das Ziel! 

Suse/ Stralsund

08.07.2024 Haus des Gastes Binz Foto privat, Podiumsgäste, Begrüßung durch Frau Dobelstein)

RG MV mit Unterstützung durch den BUVO , Hamburg, in Binz, Haus des Gastes, 08.07.2024

Im Rahmen des Besuchs zweier Umweltaktivisten aus Texas in der BRD, konnte die BI Lebenswertes Rügen, Frau Dobelstein, im Haus des Gastes in Binz ca. 85 umweltbewegte Menschen zusammenbringen. Thema der Podiumsdiskussion: „Importiertes Leid und Klimachaos“, mit dem Hintergrund, dass das texanisches Frackinggas, in der Region der texanischen Gästen gefördert, bei uns in Mukran angelandet und verarbeitet wird.

Durch die Veranstalter wurde die Podiumsdiskussion breit u.a. auch unter deutschen Politikern beworben, erschienen sind von ihnen nur zwei.

So möchte ich die „prominenten“ Gäste kurz vorstellen:

- Elida Castillo aus Corpus Christi, Programmdirektor von CHISPA Texas, ein lateinamerikanisches Basisorganisationsprogramm (Foto mittig)

- John Beard aus Port Athur , Gründer und Geschäftsführer Port Arthur Community Action Network (PACAN) USA, ehemaliger Exon-Mitarbeiter (Foto rechts neben Elida)

- Andy Georghiu, Koordinator des transatlantischen Anti- LNG-Netzwerk, freiberuflicher Campaigner und Berater für Klima-/ Umweltschutz, Mitbegründer des deutschen Klimabündnis gegen LNG (Foto links außen)

- Stv. Bürgermeister Binz Ron-Patrick Reinholz (der Bürgermeister war in der Kreistagssitzung, andere geladene Gäste der Region auch) (Foto links von Frau Dobelstein)

- Prof. Dr. Christian von Hirschhausen TU Berlin, Fachbereich Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik

- Prof. Dr. Hannes Knapp, Rügen, Geobotaniker und Landschaftsökologe, ehemaliger Leiter der Naturschutzakademie auf der Insel Vilm, Präsidiumsmitglied EuroNatur- Kuratorium

- Milena Pressentin DUH, Referenten Energie und Klimaschutz

- Susann Scherbarth BUND, Leitung Internationale Klimapolitik beim BUND

- Ina Latendorf (LINKE), Mitglied des Deutschen Bundestags

- Sabrina Repp (SPD), Europaparlamentsvertreterin für MV und Sachen-Anhalt

- als Moderator: J. Schwarzkopf DUH (Foto rechts von Andy)

Frau Dobelstein begrüßte die geladenen und gekommenen Gäste aufs herzlichste.

Sie stellte die Fragen in den Raum, woher das Gas kommt, welches in Mukran gelandet wird, von welchem Leid im Zusammenhang mit LNG gesprochen wird. Mehr als 50 % des hier als LNG bezeichneten Gases, stammt aus der Fracking-Gas-Förderung. In den USA wurden die Fracking- Gas-Förderung, und die Exporte dazu, seit dem Ukraine-Krieg verdoppelt. Entgegen dem Versprechen der Deutsche ReGas (Betreiber des LNG-Terminals in Mukran, d. Verf.) Ende Mai 2023 in Binz, kein Fracking- Gas zu ordern für den Betrieb (damals noch Lubmin), sieht es heute ganz anders aus. (Heute redet die Deutsche ReGas sich nun damit heraus, dass sie nicht beeinflussen könne, woher die Gasanbieter ihr Gas bekommen! d. Verf.)

Dann gab sie das Wort an John Beard weiter.

Port Arthur ist eine Hochburg der Petrochemie. Seit 1903 besteht diese dort und hat seither nur Tod und Verderben über die Bevölkerung gebracht. Man bleibt wegen der Jobs, doch die sind nicht annähernd so viele, wie versprochen wird. Hier wird Maximalprofit über Mensch und Natur gestellt. In und um Port Arthur befinden sich die 3 größten Petrolkonzerne. Die Luftverschmutzung ist derart hoch, dass es nur noch fünf weitere Städte gibt, die gleichartig belastet sind. Die Krebsrate, Erkrankungen an Herzen und Nieren, die frühe Sterblichkeit ist überdurchschnittlich hoch. Und dieses giftige Gas wird nach Europa, in die BRD geliefert und in den USA als „Freiheits-Gas“ bezeichnet, welches den Deutschen hilft, über den Winter zu kommen. Niemand braucht diese Mengen, die hier in Europa importiert werden. Es gibt in Europa neun LNG-Terminals, in den USA 25 Export-Terminals für LNG! Es geht nur ums Geld! Gas- und Ölförderung in den USA vergiften Boden, Luft und Wasser, der Ausstoß während des Tarnsport vergiftet die Luft, die Pipeline-Beförderung ist auch problematisch, es entweichen unbekannte Größen an Gasmengen. Bürgerrechte und Menschenrechte werden verletzt! Der Kampf ist gegen die Konzerne gerichtet. Die Stadt Port Arthur hat keinerlei Vorteile von den Konzerngebaren. Die Rechte der Ureinwohner und People of Colours werden verletzt, weil ihre Belange weder von den Konzernen, noch von der Regierung gehört, sondern für den Profit geopfert werden….Das Freiheits-Gas hat einen hohen Preis. Texas hat ihn bereits bezahlt. John hofft, dass wir uns wehren, zusammenhalten, solidarisch uns unterstützen. Die Klimazerstörung ist real, wir sehen sie jeden Tag. Gerade bereiten sie sich in der Region auf den nächsten Hurricane vor und wissen, es werden weitere kommen auf Grund der globalen Erderwärmung. Die Botschaft muss verbreitet werden, was Fracking ist, wie es die Regionen vergiftet. Wir haben keinen Plan B, unser Planet wird unbewohnbar, wenn wir nicht zusammenarbeiten.

Nun sprach Elida Castillo über ihre persönlichen Erfahrungen mit der Fracking-Gas- Förderung. Sie wohnt in einem 2000-Seelen-Ort ca. acht Meilen von einem LNG-Terminal entfernt, in Corpus Christi. 2008 zog der erste Petrolkonzern in die Region zur Energiegewinnung aus Öl- und Kohle-Verbrennung. Jedoch wurde verdeckt an der Genehmigung für Fracking-Gas-Förderung gearbeitet. 2014 wurde dafür dann die Erlaubnis erteilt mit der Aufhebung des Exportverbotes von Frack-Gas durch die Obama-Regierung. 2017 wurde begonnen mit dem Anlagenbau und seit 2021 wird gefrackt. 2022 ist das Jahr der dritten Konzernerweiterung in der Region. Auch bei ihnen wurde getönt, dass die USA seit dem Ukraine Krieg mehr fördern muss, damit Europa nicht friert. Es sei nebensächlich, dass die Menschen an den Folgen sterben, nur um die Energie-Krise zu meistern. In der BRD können wir froh sein, keine Airconditioner zu benötigen. Schon jetzt haben sie in Texas 43 Grad Celsius und der Sommer kommt erst in Fahrt. Die Zahl der Hitzetoten steigt. Dazu werden an den Förderstationen 24h/ 7 Tage überflüssige Gase abgefackelt! (sie las eine Liste von nachgewiesenen Stoffen vor, die hochtoxisch sind und darin verbrannt werden) Die Konzerne sagen, dass sie sich an die Regeln, den staatlichen Vorgaben halten. Die Konzerne bekommen hohe Summen an Steuervergünstigungen, die Stadt bekam einen Park, hinter dem eine der Fackeltürme steht, es wurden Jobs versprochen und nicht geschaffen. Die Luft ist kaum atembar.

Der Gouverneur von Texas sitzt in dem Gremium, welches die drei Kontrollkommissare der Umweltbehörde wählt. Die Aufsichtsagentur der Bahn kontrolliert die Öl- und Gas- Industrie, und deren Beamte sind zum Teil Besitzer dieser Konzerne. (wenn ich das richtig verstanden habe, d. Verf.)

Sie wäre gerne als Tourist auf der Insel Rügen gewesen, doch der Frachter mit dem texanischen Gas kam zwei Tage eher als sie auf der Reede vor Rügen an. Und diese sind unsere Verbindung, unsere Brücken im gemeinsamen Kampf! ...Die Regierungen machen sich Sorgen über finanzielle Schulden, jedoch nicht um die Klima-Schulden, die sie uns und unseren Kindern hinterlassen.

Herr Reinholz bekräftigte die Anstrengungen auch der neuen Gemeindevertretung, sich gegen die weiterführenden LNG-Terminal-Planungen zu stellen.

Die Recherchen von Andy G. erbrachten die Gewissheit, die Fakten, dass bereits vor dem Ukraine-Krieg, um 2020/2021 LNG-Terminals an der Nordsee-Küste geplant wurden, als Reaktion auf den Nord-Stream-2- Bau. Es geht um Langzeitverträge von 20 Jahren und mehr mit Beteiligung von Banken in den USA und der BRD! Beidseitig des Atlantiks wird die Bevölkerung durch die Regierungen über die Energiepolitik belogen. Für diese Langzeitverträge wird der Klimaschutz geopfert. Energiekonzerne sind zum großen Teil Staatsunternehmen, d.h. die Regierung steuert bewusst diesen Deal…..mit jedem LNG-Schiff, welches hier ankommt, wird auch das Leid durch die Fracking-Förderung importiert! LNG ist ein Handelsgut, unterliegt somit auch dem Lieferkettengesetz! Es ist ein Kampf gegen eine Industrie, die keine Seele besitzt.

Dann wurden die beiden politischen Vertreter gebeten, sich zu dem LNG-Beschleunigungsgesetz zu äußern.

Während Frau Latendorf einschätzt, dass dieses Gesetz ein Fehler war, weil es nachgewiesen keine nationale Energienotlage gab, dass die Aussage der Konzerne, es sei kein Energietransport von West nach Ost möglich, eine Lüge ist, dass die Förderungskomponenten in den USA für die Regierung der BRD keine unbekannte Größe waren und die eigene Gasförderung auf Grund der großen Ablehnung in der Bevölkerung „ausgelagert“ wurden und daher u.a. USA-Gas gekauft wird, es ein großer Erfolg sei, dass die Petitionen gegen LNG nun doch in die Parlamente gelangt waren, jedoch zur Prüfung zurückverwiesen wurde an das Parlament in Mecklenburg-Vorpommern, was absurd ist, begann die Vertreterin der SPD anfangs damit, dass es unbedingt wichtig sei, wie Fracking geschieht. Es müsse geprüft werden, wie lange schon diese Langzeitverträge bestehen. Erneuerbare Energien sollten gefördert werden. Das deutsche Lieferkettengesetz müsse aktualisiert werden an den europäischen Richtlinien dazu. Sie bedauert, dass die Regierung die Bürger von Rügen nicht in den Entscheidungsprozess einbezogen hat… was etwas lauten Unmut unter den Gästen bewirkten, denn die Bürger wurden belogen, das hat mit Zusammenarbeit von Regierung und Bevölkerung nichts mehr zu tun. (Mich hätte ihre eigene,  persönliche Einstellung zum Thema Fracking und LNG interessiert und ob sie für unsere Ziele in der SPD kämpfen würde, da sie selber sagte, nicht alle stehen hinter der Regierungsmeinung. Doch sie blieb " politisch korrekt". Schade.)

Auch Prof. Dr. v. Hirschhausen bekräftige die Unsinnigkeit, der unökologischen LNG-Terminals….alle LNG-Produktionsstätten weltweit sind schmutziger als Kohleverbrennung, betrachtet man die gesamte Lieferkette. Der deutsche Bundestag hat nach Feststellung der Gas-Mangel-Lage durch die deutsche Bundesnetzagentur diese Feststellung noch immer nicht aufgehoben, denn nur diese ist die Grundlage für das LNG-Beschleunigungsgesetz gewesen. 100 % Erneuerbare Energien ernst nehmen bedeutet auch, die Umweltgesetze ernst zu nehmen. Auch die an der Nordsee geplanten „festen“ LNG-Terminals brauchen wir nicht. Die Lieferverträge würden sich dadurch über die Zeit des angestrebten Ausstieges aus der fossilen Energiegewinnung hinaus verlängern. Die Entwicklungsperspektive der fossilen Energiegewinnungsindustrie, ist real gesehen negativ.

Prof. Dr, Knapp verwies auf den äußerst schlechten Zustand der Ostsee und bei der offenkundig verheerenden Schaden bei der Förderung, dem Transport und Weiterverarbeiten von Fracking-Gas wird klar, dass die Lügen der Bundesregierung selbst der Grund für „Politikverdrossenheit“ und „Demokratieabbau“ sind. Der Irrsinn muss ein Ende haben, wir sind in der Pflicht, unsere Erkenntnisse öffentlich zu machen.

Frau Scherbarth vom BUND kritisierte, dass mit dem „LNG-Begriff“ das Lieferkettengesetz umgangen wird, denn Fracking unterliegt dieser Prüfung per Gesetz. Ein Drittel der EU-Staaten betreibt LNG-Terminals, entgegen der internationalen Klimaabkommen 2024, in denen das „Ende der fossilen Energiegewinnung“ angekündigt wurde. Sie mahnte, nicht unsere „Energiehunger“ nach außen zu verlegen, sondern ihn zu ändern. Nur wie? Erneuerbare Energien müssen nachhaltig und dezentral gewonnen werden. Die ökologische Frage ist nicht mehr von der sozialen Frage zu trennen. Globale Solidarität tut Not!

Es blieb zum Schluss nur noch wenig Zeit für Fragen und Meinungen. U.a. sprach Jochen aus Hamburg, Bundesvorstand Umweltgewerkschaft, seine Solidarität aus und die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen zur Aufklärung, zum gegenseitigen Verständnis. Von der Nordsee zur Ostsee, über alle Meere. Solidarität!

Danke an die Organisatoren und Mitwirkenden!

Suse/ Stralsund

Kundgebung Mukran 6.7.24 Plakat der texanischen Umweltkämpfer Mahnwache Mukran 7.7.24

alle Fotos privat: links, Kundgebungsbanner 6.7.2024 der texanische Umweltaktivisten, rechts, alle 14 Tage die Mahnwache (hier 7.7.2024) an der LNG-Terminal-Zufahrt Hafen Mukran)

RG MV, Aktionswochenende gegen LNG auf Rügen

Der heiße Seewind aus Süd-Ost spannte die Banner, entfaltete die Fahnen bei der Kundgebung in Mukran und der Demonstration zur LNG-Terminaleinfahrt im Hafen Mukran. Ca. 110 umweltbewegte oder organisierte Menschen von Rügen, dem Festland und aus den USA/ Texas nahmen an dieser Veranstaltung teil. Die texanischen Gäste berichteten aus 1. Hand über die Umweltzerstörung und den gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Fracking (Schiefergasgewinnung) auf Mensch und Tier. Sie selber leben in der sogenannten "Opfer-Zone" (Banner oben links) rund um die Förderstätten. Alleine bei den Kindern gibt es dort eine bis zu 15 % gesteigerte Krebserkrankungsrate als in anderen vergleichbaren Gebieten der USA. Ihr Fracking-Gas wird als LNG nun hier bei uns in Mukran gelandet und verarbeitet.

An der Zufahrt zum Terminal kamen wir nochmals zu einer Kundgebung zusammen (Foto unten Mitte). Es sprach dort u.a. die Autorin Frau Kathrin Hartmann (Foto unten links), die aus ihren Recherchesammlungen zum Thema Fracking/ LNG das Buch :" Öl ins Feuer" schrieb, aus dem sie am 7.7.2024 in Lietzow lesen wird. Die texanischen Freunde mahnten, ja forderten, dass ein Kampf alleine nichts bewirkt, nur Organisation und Solidarität können ein Kraft gegen die Konzerne sein. (Foto rechts unten). Am 08.07.2024 wird in Binz eine Podiumsdiskussion mit "Experten", Politikern und Umweltbewegten stattfinden. Wir werden berichten!

6.7.24 Autorin Frau Kathrin Hartman Öl ins Feuer  Kundgebung 6.7.24 am Hafen Mukran 6.7.24 texanischer Umweltaktivist gegen Fracking

Suse/ Stralsund

23.06.2024 Mukran Mahnwache Mukran, LNG-Protest, alle 14 Tage als Mahnwache

RG MV, 23.06.2024, Mukran

Alle 14 Tage findet an der Hafenzufahrt des LNG-Terminal in Mukran die Mahnwache der Rügener Protest-Verbände gegen das Terminal statt.

Diesmal hat es zeitlich auch bei uns geklappt mit dem Dabeisein.

 Ca. 12 Personen trotzen dem kühlen Wind, der dort immer weht. Da war es sehr übersichtlich, und die Chance, alle anzusprechen, die Abschlussresulotion der Strategiekonferenz zu verteilen, auch die Broschüre zum angeblich "grünen" Wasserstoff aus LNG- und anderen Nicht-Erneuerbaren Energiequellen wurde mit Eifer angenommen.

Warum die zugesagten Teilnahme durch die Vertreterin der BI lebenswertes Rügen an der Strategiekonferenz nicht erfolgte, muss im persönlichen Gespräch noch herausgefunden werden.

(Der hier anfangs gestandene Artikel, wurde durch mich persönlich gelöscht, nach dem zu Recht Kritik dahingehend einging, dass ich eine Aussage von Hören-Sagen unrecherchiert als Generalverdacht gegenüber der BI Lebenswertes Rügen weiter gab. Das war unprofessionell und trug die Gefahr der Rufschädigung in sich. Meine Entschuldigung an die Mitstreiter der BI Lebenswertes Rügen mit der Hoffnung, dennoch weiterhin zusammen zu stehen im Umweltkampf.)

Am Aktions-Wochenende 06.-08.07.2024, werden auf Rügen Klimaaktivisten aus Texas zu Gast sein, die direkt vom Fracking in Texas betroffen sind. Für den 06.07. ist eine Demonstration, vermutlich in Mukran am Hafen geplant, am 07.07. findet in Lietzow/ Rügen eine Lesung zum Thema statt und am 08.07.2024, das steht fest, findet in Binz um 19.30 Uhr im Großen Saal des Haus des Gastes der Vortrag und die anschließende Diskussion mit den Texanern, Umweltverbänden, Politikern und anderen Gästen statt. Man gestand uns, durch fehlende Kommunikation mit den Organisatoren, seine wir nicht auf den Flyern benannt, wo alle Teilnehme erkenntlich sind, doch sie luden uns explizit ein, teilzunehmen und auch einen Teilnehmer-Beitrag zu halten. Thema: "Die dunkle Seite von Fracking LNG: Importiertes Leid und Klima-Killer!"

Wir haben zugesagt! Die Termine werden noch aktualisiert nachgereicht.

Hiermit bitte ich um Hilfe aus der Ortsgruppe Hamburg, um zum Thema einen Beitrag zu gestalten.

Bei Hamburg läuft (?) noch das "Probe-Fracking" mit speziellen Auswirkungen in der Region? DANKE!!!

Suse/ Stralsund

 

 

 

20240527 111351 (Foto privat/ K., Gabi Fechtner, MLPD, Stralsund)

Moin!

Am 25.5. 2024 führte die MLPD in Stralsund, unter Mitwirken ihrer Parteivorsitzenden Frau Fechtner, eine Wahlkampfkundgebung zur EU-Wahl durch.

In Absprache mit der RG MV, beteiligte ich mich aktiv durch Redebeitragsunterstützung. Themen wie: Altlastmunition im Meer, LNG und u.a. das durch das Kapital regierungsverordnete LNG-Beschleunigungsgesetz, die Zustände der Ostsee hinsichtlich ihrer Erwärmung und damit gravierende Folgen für Flora und Fauna der Ostsee. Bei allen kurzen Redebeiträgen blieben die Menschen stehen und hörten zu. Manche kamen dann im Anschluss zum Stand, um sich über die Themen näher zu informieren.

Ich bewarb auch die beiden Bände (Katastrophen-Alarm, Die Umweltkatastrophe hat begonnen), geschrieben durch Mitglieder der MLPD, weil in ihnen realistisch die IST-Situation dargestellt wird UND praktikable Lösungen aufgezeigt werden. 

Dass dafür ein gesellschaftlicher Umbruch erfolgen muss, ist eine notwendige Einsicht, die sich zu erarbeiten jedoch in der Themenvielfalt des kapitalistischen Krisenmanagement sehr schwer ist.

Danke der MLPD, dass ich dabei sein durfte!

Suse/ Stralsund

Ehrenmal Stralsund der jüngste Soldat auf dem Ehrenfriedhof die jüngste Soldatin auf dem Ehrenfriedhof Olga P. mit Gesichter zu den Namen auf den Gräbern

Fotos privat: Ehrenmal Stralsund (Renovierung ev.2025), der jüngste Soldat auf dem Ehrenfriedhof (15 Jahre), die jüngste Soldatin (17 Jahre), Olga P. konnte durch Recherchen vier der in Stralsund gefallenen Soldaten ein Gesicht geben

Die LINKE/ Stralsund hat heute, am 08.Mai 2024, eine ehrende Gedenkveranstaltung am Ehrenmal der Befreiung vom Hitler-Faschismus organisiert.

30 Menschen folgten dem Aufruf zur Teilnahme.

Einleitend erklang die russische Hymne des Großen Vaterländischen Krieges, intoniert von Hans Eisler. Diese Hymne und die Roten Fahnen waren auf der gestrigen Veranstaltung in Berlin verboten worden. Auf den Fotos nicht sichtbar, waren auch die Fahnen der Alliierten heute dabei, die geschichtlich ihren Beitrag leisteten, Opfer brachten, den Hitler-Faschismus zu beenden.

Herr B., Die Linken, erinnerte in seiner Rede an ALLE Opfer des Kampfes gegen den Faschismus, allen Widerstandskämpfern, mit ihren großen und kleinen, alltäglichen Taten und Bemühungen. Stellvertretend schilderte er die Kriegseinsätze von drei sowjetischen Frauen, die Teil der Roten Armee waren.

Am Ende hörten wir das Lied "Kraniche", welches Tino Eisbrenner, ein heimischen Liedermacher, in Russland beim Kulturfestival mit einer russischen Sängerin zusammen dargeboten hatte, legten die Blumen und Kränze nieder und Herr B. dankte er in verschiedenen Sprachen den Völkern der Welt für ihren Einsatz gegen den Hitler-Faschismus.

Von vielen Menschen hier wird Friede und Freundschaft mit Russland, vor allem durch die Politiker, gefordert. Eine Differenzierung zwischen dem russischen und deutschem Volk, den russischen und deutschen Kapitalisten/ Imperialisten vermisse ich in den Gesprächen jedoch sehr.

 60 Millionen Menschen verloren im 2. Weltkrieg ihr Leben. Ein dritter Weltkrieg birgt die reale Gefahr der Vernichtung der Menschheit. 

Wenn Ehrung nur das Vergessen verhindern soll und keine Lehren aus der Geschichte gezogen werden.... ehrt es dann all die Opfer?

Die Veranstaltung ist/ war wichtig, dennoch bleibt ein bitterer Nachgeschmack, bleibt Nachdenklichkeit.

 

Suse/ Stralsund

8bbcd719 0a36 4242 9dfe 5660b67486de Frau Prof. Dr. C. Schmidt, TU Dresden

 

RG MV, 6.5.2024

Vortrag und Diskussion von und mit Frau Prof. Dr. C. Schmidt, TU Dresden in Göhren

 

Es ist genug gebaut!

Bebauungspläne auf touristisch genutzten Inseln der BRD, Beispiel Region Göhren auf der Insel Rügen, ca. 100 Teilnehmer.

Die Insel Rügen gehört zu den zukünftig von Dürre bedrohten Gebieten in Europa. Zwar sind im Durchschnitt die Regenmengen relativ konstant, jedoch die Niederschlagsanomalien, wie Starkregenereignisse, nehmen messbar zu.

Die Ackerrainbepflanzung, wie zu DDR-Zeiten oft normal, ist stark zurückgegangen. Durch die Errichtung von Anlagen der Erneuerbaren Energien, Solar-Parks, geht die Größe der Ackerflächen zurück, statt Haus- und Gewerbedächer dafür zu nutzen. Die Ausschreibungsforderung der Bundesregierung nach Windpark-Eignungsflächen (2%) wird auch die Insel Rügen verstärkt betreffen, ohne dass die Insel Rügen stromtechnisch, strompreislich davon profitieren würde. Die Inbetriebnahme der LNG-Anlage in Mukran hat nicht nur für die Meeresflora und -fauna immense Auswirkungen, sondern auch landseitig wird es zu langfristiger Umweltschädigung kommen.

Die Siedlungsbebauungsfläche der Bundesrepublik liegt bei ca. 14,5 %. Die der Insel Rügen bereits bei ca. 18 %!

Die Frage steht: Wo, wie und wie viel bauen wir auf den Inseln?

Für die Bewohner von Göhren sind sogar mehr als 50% der bebauten Flächen für den Tourismus vorgesehen. Hier stieg die Zahl der Touristen von 1995 bis 2023 von 3 auf 6,5 Millionen, dabei ging zeitgleich ein Viertel der Einwohnerzahl Göhrens verloren. Auf 1 Einwohner Göhrens kommen derzeit ca. 140 Übernachtungsgäste, Tendenz steigend!

Eine Umfrage unter Touristen ergab, dass sie vorrangig wegen der LANDSCHAFT auf die Insel kommen, doch der Bauboom zerstört genau diese.

Statt ortstypisch zu bauen, ist der Trend der Bauszene hin zu Bettenburgen, die austauschbar im gesamten Bundesgebiet stehen können, ohne regionales Flair.

Zugleich werden verschiedene Strategien angewandt, um die gesetzlichen Regelungen zum Natur- und Umweltschutz legal zu umgehen.

Zu einem die Bebauung Stück für Stück in kleinen Projekten, die nur in der Gesamtheit den Eingriff in die Natur sichtbar machen. Die Fläche wird zergliedert, zersiedelt. Irgendwann ist es nur noch Lückenbebauung, die keiner Umweltverträglichkeitsprüfung bedürfen.

Eine andere Strategie ist das Bauen außerhalb des Areals und dann das spätere Einbeziehen der angrenzenden Flächen.

Weiter gern genutzt die Umwidmung der ursprünglichen Nutzung laut Bebauungsplan. Beispiel hier: geplanter Bau einer Klinik, während der Planungsphase dann Umwidmung zu einem Gesundheitswirtschaftszentrum, am Ende war es dann ein Hotel-Ressort mit Spa-Bereich.

Auch überraschende Nutzungsplanänderungen sind beliebt. Beispiel hier der bewaldete Hang am Nordstrand, der durch Bewirtschaftungsfehler, es kam dadurch zu einem Hangabrutsch, am Ende gerodet werden musste und somit für die dortigen Ferienwohnungen freien Blick aufs Meer ermöglichte. Eine enorme Wertsteigerung derer.

Die Insel Rügen/ Göhren hat die größten Übernachtungszahlen bundesweit, jedoch hat Mecklenburg-Vorpommern/ Rügen die geringste Bruttoinlandsquote und die größte Armutsgefährdung.

WENIGE profitieren aus dem Tourismusgeschäft, doch ALLEN geht die Landschaft verloren.

ES IST GENUG GEBAUT!

Ideen zur umweltverträglichen Nutzung gibt es!

- Frei- und Grünräume verbinden

- Freiräume schützen

- Ackerbau verbinden mit Heckenpflanzungen, Blühstreifen, Feldgehölze

- anlegen von Klima-Parks, wo klimawandelresistente Pflanzen gezüchtet und getestet werden

- Bürgerparks, Naturerfahrungsräume

- Stärkung der Biosphärenreservate

- Aufbau einer Wertschöpfungskette durch regionale Entwicklung des Zusammenwirkens von Tourismus und Landwirtschaft, Volontärs

- extensive Bewirtschaftung von Grünflächen, zum Beispiel Beweidung durch heimische Viehsorten

u.a.

LANDSCHAFT ist ein langfristiger Kapitalstock, ist ein KOLLEKTIVES Gut, auch wenn Land an sich, Privateigentum sein kann.

In der anschließenden Diskussion ging es um die Arbeit der Gemeindevertreter, die an vorderster Front, bei Sachkenntnis zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen im Umweltschutz und Bebauung in der Lage sind, den Gemeindeverwaltungen auf die Finger zusehen und Zustimmung oder Ablehnung zu Bauvorhaben zu geben.

Die Frage, ob die Politiker des Landtages nicht Einfluss nehmen können auf die Investorenpläne, wurde etwas ausweichend beantwortet.

Ich nahm dieses zum Anlass darauf hinzuweisen, dass wir uns nicht auf die Politiker verlassen dürfen, da hinter den derzeitigen Politikern Lobbyisten, also Konzerninteressen stehen.

Bestes Beispiel das LNG-Beschleunigungsgesetz. Trotz nur knapp 20 % Auslastung des LNG-Schiffes in Lubmin, wurde am Gesamtplan festgehalten, gegen die Einwende der Bevölkerung, weit über der Insel Rügen hinaus. Hier geht es im den Maximalprofit der Energiekonzerne und der Kriegsvorbereitung. Das man als Einzelner nichts tun kann, sei insofern wahr, wenn die Gemeindevertreter nicht die Menschen mit einbinden, die ihnen ihr Vertrauen gegeben haben bei ihrer Wahl. Gemeindeübergreifende Zusammenarbeit gegen die Konzerninteressen kann Erfolg haben, was doch Hoffnung macht. Sich organisieren ist der bessere Weg, als alleine sich zurückzuziehen.

 

Danke Frau Schmidt für den Vortrag!

 

Suse/ Stralsund

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