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Kontakt: Axel Korn, Ochsensteige 12/4, 89075 Ulm. E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

11.1.23

Pressemitteilung des Klimabündnisses Ulm

Klimabuendnis Ulm 2023

  (https://klimabuendnis-ulm.de/)

An die Redaktion der Südwestpresse

An "Alle Dörfer bleiben", "Lützerath lebt", "Ende Gelände"  und weitere Umweltorganisationen

 

Solidaritätserklärung

Das Klimabündnis Ulm solidarisiert sich mit dem gewaltfreien Widerstand und den Protesten gegen die bevorstehende Zerstörung von Lützerath. Dort, im Tagebau Garzweiler, will RWE Hunderte Mio. Tonnen schmutziger Braunkohle abbaggern und profitabel verfeuern . Die Landesregierung aus CDU und Grünen begründet ihre Genehmigung mit dem auf 2030 vorgezogenen Kohleausstieg. Aber die Erde hat kein „Restbudget“ mehr. Jede weitere Tonne Kohle verursacht weltweit und vor allem in Ländern des Globalen Südens noch mehr Leid und ökologische Krisen. Deutschland gehört wegen seiner EU-weit größten Kohlendioxid-Quelle im rheinischen Kohlerevier maßgeblich mit zu den Verursachern der Klimakrise. Statt sich dessen bewusst zu sein und zukunftsfähige Entscheidungen zu treffen werden die Profite von Großunternehmen und AktionärInnen bedient. Diese Gewalt gegen die Lebensgrundlagen auf unserer Erde muss gestoppt werden, - statt Umwelt-Aktivisten als Extremisten zu diffamieren.

Kontakt: Axel Korn, Ochsensteige 12/4; 89075 Ulm Tel. 0731 553783

 

 

2023

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2022

 

"Der laute Frühling" - ÜBER DEN ZUSAMMENSCHLUSS VON KLIMASCHÜTZERN UND ARBEITERBEWEGUNG

 In Ulm lief  der Film am 18.11.22 als Sonderveranstaltung im Obscura-Programmkino.

Filmtitelbild Der laute Frühling

Der Film ist unbedingt sehenswert! Vor allem, weil er die wichtige "Strategiedebatte" in der Umweltbewegung voranbringt.

Im ersten Teil wird in eindrucksvollen Bildern sowohl die Klimakrise als auch die Höhepunkte und die jetzige Stagnation der Klimabewegung dokumentiert. Die Regisseurin geht von der These aus, dass erst eine kämpferische Arbeiterklasse im Bündnis mit der Umweltbewegung die Umweltkatastrophe verhindern kann. Dazu werden interessante Interviews mit polnischen und französischen Gewerkschafts-Aktivist*innen eingeflochten.

Der mittlere Teil des Films erklärt anschaulich wichtige Merkmale des Kapitalismus: Die Produktion für den Profit statt für die Bedürfnisse, die zerstörerische Konkurrenz, der Zwang zu ständigem Wachstum. Am Ende steht der Raubbau an Natur und Mensch. So leitet der Film über in die Welt der Produktion und der Beschäftigten, die sich ihrer Rolle bewusst werden müssen. Es sei notwendig, die Machtfrage zu stellen, also einen echten gesellschaftlichen "Systemwechsel" herbeizuführen.

Der dritte Teil des Films präsentiert in Form eines Comic-Strips Möglichkeiten, wie der Systemwechsel vorbereitet und durchgeführt werden könnte, mit Streiks, aktivem Widerstand, Gewinnung von Bündnispartnern, Umgang mit Unterdrückungsversuchen u.a.  Leider zieht der Film keine Lehren aus bisherigen Revolutionen - warum eigentlich nicht? - , aber lässt Erfahrungen von Volksaufständen (im arabischen Raum) einfließen. Bei der gesellschaftlichen Alternative bleibt der Film offen, die Regisseurin spricht von einer "befreiten Gesellschaft". Ein Ziel, das auch so im Programm der UG formuliert ist.

Nach dem Film war Diskussion angesetzt. Sie war ziemlich lebendig. Die Regisseurin Johanna Schellhagen aus Berlin hatte den DGB als Mitveranstalter gewonnen. Der örtliche DGB Jugendsekretär, ein Gewerkschaftssekretär der IG BAU, einige von der Verdi-Jugend waren da. Weitere kamen vom Klimaentscheid Ulm/Neu-Ulm, Parents for Future, eine Berufsschullehrerin... Und wir zu Dritt von der Umweltgewerkschaft.

So gut wie alle Anwesenden beteiligten sich am Gespräch und äußerten sich positiv. Jugendliche sagten, der Film habe sie inspiriert, sich mit grundsätzlichen Themen wie Kapitalismuskritik zu beschäftigen. Erfahrungen mit antikommunistisch motivierten Ausgrenzungen wurden thematisiert. Es wurde der Wunsch nach solidarischer Zusammenarbeit der Gruppen und weniger Konkurrenz geäußert. Eine Erkenntnis zog sich durch: Du musst dich organisieren! Die Umweltgewerkschaft hatte sich in der Diskussion vorgestellt und konnte neue Kontakte knüpfen. Unser Fazit: Der Film sollte unbedingt in unserer Bildungs- und Aufklärungsarbeit genutzt werden!

Nachtrag: Beim Unikliniken-Streik von ver.di wurde der Film im Gewerkschaftshaus gezeigt.  (UG Ulm)
Hier der Link zur Film-Homepage mit einigen Trailern:  https://de.labournet.tv/project/der-laute-fruehling
PS: Für Filmvorführungen im Rahmen einer UG-Ortsgruppe wendet euch bitte an den Bundesvorstand.

Wir sind dieses Jahr der Einladung des Ulmer Internationalistischen Bündnisses zu einem Umweltkampftag gefolgt. Es ist ja wichtig, die Kräfte zu bündeln, sich auszutauschen und inhaltliche Debatten zu führen. Das sehen die meisten Weltklimatag 3 Ulm 2022anderen Ulmer Umweltorganisationen offenbar nicht ganz so. Sie waren zu einer gemeinsamen Aktion auf Augenhöhe eingeladen worden, blieben aber fern.

Weltklimatag 1 Ulm 2022Am Offenen Mikrofon sprachen verschiedene Rednerinnen und Redner zur Kehrtwende in allen Bereichen der Berliner Umweltpolitik und dass es richtig ist, den Kampf dagegen zu organisieren.

Dazu gehört:

die Verlängerung der Laufzeit von 3 Atomkraftwerken  (bis ….???);

der Einkauf von Fracking-Gas mit Laufzeit von 20 Jahren;

die Pläne, auch in Deutschland Schiefergas zu fracken;

der Einkauf von atomwaffenfähigen Kampfjets;

die wachsende Atomkriegsgefahr und die deutsche Weigerung den Atomwaffenverbotsantrag zu unterstützen;

die Wegbaggerung des Dorfes Lützrath;

der schleppende Ausbau der Erzeugung von erneuerbarer Energie;

für ein Ende der Eskalation des Krieges in der Ukraine;

die verstärkte Kriminalisierung und Inhaftierung von Umweltkämpfern - siehe Münchener Urteil 30 Tage Haft für Klimaaktivist*innen.

Am Infotisch verkauften wir die aktuellen Publikationen der Umweltgewerkschaft. Aber besonders führten wir Gespräche über die Notwendigkeit, sich mit einer Perspektive zu organisieren, und erhielten neue Adressen von Interessierten und einige Spenden für die Arbeit unserer Selbstorganisation.

Unterstützt wurde die Kundgebung vom Ulmer Straßenmusiker und Songwriter Hermanitou mit seinen angriffslustigen und humorvollen Texten. Zum Beispiel seinem "Kriminal-Tango der Großkonzerne":

Und sie tanzen einen Tango / Politik und Klimakiller /und sie tanzen eng umschlungen / hier Karriere - dort Profit (...)

 

 

 

Der zweite Klimastreik in diesem Jahr brachte an die 700 Teilnehmer auf die Straße. Ein großer Teil waren Jugendliche und junge Erwachsene. Auch junge Familien waren da! Viele selbstgemachte  Plakate griffen die Untätigkeit der Politiker auf, manche nahmen – besonders wichtig! - die Profitwirtschaft ins Visier. 20220923 Umweltvorprofitgier

 20220923 Klimaschutz jetzt  fff copy20220923 Auto gegen Zug

Bei den Aktivisten von FFF hat es einen Wechsel zu Jüngeren gegeben und diese haben selbstständig Organisation und Programm von Kundgebung und Demo bestritten. Respekt!

20220923 Snow must go on20220923 Fangt an zu denken

#PeopleNotprofit – das trifft ins  Schwarze! Leider bleibt FFF dann auf halbem Wege stehen. Es wird beklagt, die Politiker hätten den Ernst der Lage nicht erkannt! Ihren Worten zur Umwelt- und Klimakrise würden keine Taten folgen!

Dahinter steht die idealistische Vorstellung, man müsse die Politiker mit noch besseren Argumenten überzeugen. Als ob sie sich gegen die Interessen der Global Player durchsetzen könnten!

 

Auch ist die Vorstellung einseitig, „wir alle“ würden das Klima zerstören. Denn es gibt Hauptverursacher. Sie sitzen in den Konzernspitzen und  Banken und kontrollieren auch die Politik. Wir haben nicht die Kontrolle über dieses System. Die Kehrtwende der Grünen sollte doch eine Lehre sein. „System Change“ heißt doch konsequent weitergedacht: Eine am Gemeinwohl orientierte Wirtschaftsweise  muss gegen (!) die Träger dieses heute menschen- und umweltfeindlichen Kapitalismus erkämpft werden.  Hier und da entwickelt sich die FFF-Bewegung durchaus weiter und erkennt: Statt immer zu appellieren gilt es, außerparlamentarischen Widerstand gegen die Hauptverursacher aufzubauen und Bündnispartner in den Belegschaften der Betriebe zu gewinnen!

 

Klimagerechtigkeit“ - eine wichtige Forderung! 

Denn die wenig entwickelten, armen Länder tragen die Hauptlast der Klimakatastrophe. Aber nicht „ wir in den Industrieländern“ verursachen das, sondern die hier ansässigen globalen Konzerne und Banken. Diese verantworten auch in den hochindustrialisierten Ländern wie Deutschland Armut, Ausbeutung und Klassenunterschiede.

 

„Echt – Stark – Grün“ : Dieser Slogan stand auf den Schutzwesten unserer Besuchergruppe. Was ist daran grün, fragte einer? Erwartungsgemäß stand bei der Führung durch das beeindruckend große Werk nicht der Klimaschutz im Vordergrund. Das Problem: Die Zementherstellung (inklusive Klinker etc.) emittiert weltweit 8 % der klimaschädlichen Gase und die weltweite Bauindustrie sogar 38%. HeidelbergCement Turm

Grund genug für die UG Ulm, eine Werksbesichtigung in ihr Programm aufzunehmen.

Im nahegelegenen werkseigenen Steinbruch wird der Kalkstein (und weitere Rohstoffe) abgebaut und anschließend elektrisch (1 Million Watt!) klein gemahlen. Der gewaltige Drehrohrofen ist das Kernstück der Klinkererzeugung. Die notwendige extrem hohe Temperatur von 1450 Grad erzeugt man mit Braunkohlestaub aus dem Hambacher Tagebau und hält sie aufrecht mit Sekundärbrennstoff. Das ist konditionierter Müll, aus Siedlungsabfällen und aus dem Gelben Sack. Ganze Autoreifen werden nicht mehr, so wie früher, verwertet. Heute werden kleingehäckselte Abfälle mit einer ganz bestimmten Zusammensetzung bestellt und angeliefert. Ein Fortschritt?HeidelbergCementRohrofen

Unterschätzt hatten wir das Ausmaß der Transporte in das Werk und aus dem Werk. Eine Million Tonnen werden während der Hauptbauperiode auf Lkw mit 25 Tonnen Nutzlast geladen. Das sind 40.000 LKW im Jahr, die rausgehen. Die Gemeinde Schelklingen und umliegende Orte sind darüber nicht glücklich, die Umwelt auch nicht. Ökologischere Bahnverladung findet kaum mehr statt.

HeidelbergCementKontrollzentrum

Welche Alternativen gibt es? Recycelter Beton wird bereits in der Bauindustrie eingesetzt, aber da ist Luft nach oben. Die kapitalistische Bauwirtschaft profitiert von einer begrenzten Haltbarkeit der Bauwerke – "das machten schon die alten Römer besser", meinte ein Besucher ironisch. Alternative Baustoffe müssen weiter erforscht werden, aber selbst Holz als Baustoff ist noch lange nicht ausgereizt! Vor allem aber muss die Klinker- und Zement- bzw. Betonherstellung klimaneutral erfolgen. Das CemZero-Projekt in Schweden weist nach, dass fossilfreie, elektrische (plasmabasierte) Technologien dazu bis 2030 in der Lage wären.

Und das fordert auch die Umweltgewerkschaft: Klimaneutrale Zementproduktion bis 2030! 

AKT Ulm 1 „Eine sehr beeindruckende und vor allem wichtige Kundgebung, mit Demo. Denn gerade jetzt muss man mit seiner Meinung auf die Straße gehen!“, meinte ein Teilnehmer.

Denn beim Ukrainekrieg, ausgelöst durch den Überfall durch das neu-imperialistische Russland, droht eine weitere Eskalation: Die Nato pumpt den Kriegsschauplatz mit modernsten Waffen voll und setzt das Ziel, Russland zu "besiegen". Das kann sich zu einem Weltkrieg entwickeln!  Da würden auch verheerende atomare Massenvernichtungswaffen eingesetzt. Deshalb versteht sich die Umweltgewerkschaft auch als Teil der Friedensbewegung.

Leider sehen die Industriegewerkschaften und auch die frühere Friedensbewegung noch nicht die Notwendigkeit eines aktiven Widerstands.

Gefordert wurde vom Veranstalter, dem Internationalistischen Bündnis, die sofortige Beendigung des Ukraine-Kriegs und der Rückzug aller russischen Truppen aus der Ukraine und ebenso aller NATO-Truppen aus Osteuropa.

AKT Ulm 2

 

 

 

Die TeilnehmerInnen und RednerInnen waren aufgewühlt, wütend und auf der Suche nach Auswegen aus diesen -zusammenhängenden- Krisen: Weltkriegsgefahr, Unterordnung der Klimakrise unter die „Sicherheitspolitik“, sprunghafte Steigerung der Energie- und Lebenshaltungskosten, Coronakrise. 

 

 Zum Schluss wurde zu einer Bundeskonferenz und einer zentralen Demonstration am 1./2. Oktober nach Berlin eingeladen. Auch Ulm kann Delegierte schicken für die Gründung eines neuen, kämpferischen, demokratischen Friedensbündnisses („von Religion bis Revolution“) gegen Faschismus und Weltkriegsgefahr.

Der Betriebsleiter der Anlage im Steinhäule, Dipl.Ing. Erwin Schäfer, hatte sich den ganzen Nachmittag frei genommen, um uns die fortschrittliche Anlage zu erläutern, wo die Abwässer von 440000 Einwohnern und der Industrie sowie landwirtschaftliche Klärschlämme wiederaufbereitet werden.

Steinhäule 1a

 Die gängige Vorstellung von einer Kläranlage ist die der Entsorgung von statistisch rund 111 Liter braune Brühe pro Tag und pro Bürger. Auf dem heutigen Stand der Technik ist es jedoch möglich, daraus die wichtigsten Nährstoffe für den Lebensmittelanbau wiederzugewinnen, darunter vor allem das kostbare und knappe Element Phosphor.

Da Erwin Schäfer nebenberuflich Bio-Landwirt ist, sind ihm biologische Kreisläufe und schadstofffreie Lebensmittel auch ganz persönlich ein Anliegen. Wasser und andere Rohstoffe müssen sparsam verwendet, industrielle und medizinische Schadstoffe unschädlich gemacht werden. Im Mittelpunkt muss die Einheit von Mensch und Natur stehen. Diese „Philosophie“, dieser ganzheitliche Ansatz war es, der uns Besucher mit Begeisterung erfüllte und zu vielen Fragen und Kommentaren ermunterte.

Ein Hauptproblem ist das Herausfiltern problematischer Schadstoffe. Man muss sich mal bewusst machen, dass das Abwasser Medikamente, Kosmetikgrundstoffe, Lösungsmittel, Hormone, Röntgenkontrastmittel, Schmerzmittel wie Diclophenac und Ibuprofen undsoweiter enthält. Und so werden diese über die herkömmlichen Verfahren (mechanisch, biologisch, chemisch) hinaus im Steinhäule in einer "4. Reinigungsstufe" mit gezieltem Einsatz von Aktivkohle herausgefiltert und unschädlich gemacht.

In der Entwicklung ist noch eine 5. Reinigungsstufe.

In einer Pilotphase wird auf dem Betriebsgelände vom Fraunhoferinstitut die "Kläranlage der Zukunft" vorangetrieben, eine Hochlastfaulung zur Biogas- und Nährstoffgewinnung. "Das macht ökologisch Sinn, im Gegensatz zur Erzeugung von Biogas aus Lebensmitteln", meint Schäfer völlig zu Recht.

 

 Bild 1: Besichtigung ZVK Klärwerk Steinhäule in Neu-Ulm                                                                                       Bild 2: Enfernung von Spurenstoffen

 

Steinhäule 2a

Anders als bei der Müllverbrennung enthält der zu verbrennende entwässerte und gereinigte Klärschlamm nur einen sehr überschaubaren Schadstoffanteil. Zweck der Verbrennung ist nicht irgendeine "Entsorgung", sondern die Produktion phosphor- und nährstoffreicher Asche als schadstoffreies Düngemittel für den Nahrungsmittelanbau.

Die Emissions-Grenzwerte werden weit unterschritten. Freiwillige betriebseigene Untersuchungen von Nutzpflanzen auf dem Gelände sowie in 20 km Entfernung konnten keine schädlichen Immissionen aus der Anlage nachweisen. Nur wenige Kläranlagen in Deutschland (geschweige denn weltweit!) realisieren das technisch Machbare so weitgehend, wie es im „Steinhäule“ geschieht. Dabei steht „Steinhäule“ permanent im Austausch mit anderen Technologien (Pyrolyse, Grenzebach…) um die besten Lösungen.

Führungen wie diese schaffen ein Bewusstsein für die Komplexität des Wasserkreislaufs. Besondere Freude bereitet es Herrn Schäfer, wenn er den besonders begeisterungsfähigen Viertklässlern diese Fragen näher bringen kann. Natürlich betreibt er Aufklärungsarbeit bei Unternehmen, Behörden und Umweltorganisationen.

Es gab auch genügend Raum für Diskussion:

Die entscheidende Störung der Einheit von Mensch und Natur, die Umweltkrise, kommt heute von der Gewinnpriorität der kapitalistischen Wirtschaftsweise. Maßnahmen zum Schutz der natürlichen Umwelt, hier des Wassers, schmälern den Profit der privaten Unternehmen und müssen politisch erkämpft werden. Die wirksamste Kraft hätten dabei die Belegschaften und ihre Gewerkschaften! Die staatlichen Institutionen –das weist die Umweltgewerkschaft nach-  stehen primär im Dienste der Konzerne und nicht des Gemeinwohls.

Warum wird das technisch Machbare nur in Vorzeigeprojekten und nicht durchgängig realisiert?

Warum wird nicht konsequent das Verursacherprinzip angewendet? Zum Beispiel mit Entsorgungskonzepten der Arzneimittel-, Düngemittel-, Kosmetik- und anderer Industrien auf Kosten ihrer Gewinne?

Angesichts der krisenhaften kapitalistischen Entwicklung und der geplanten Hunderte Milliarden Aufrüstungskosten ist abzusehen, dass die Kommunen an der Umwelt den Rotstift ansetzen. Nicht mit uns!

 


Manche erinnern sich: Steinhäule + Kanalisation + MVA wurden an US-Investoren verleast

2003 ließ sich der Gemeinderat Ulm in einem „Cross-Border-Leasing“-Vertrag  auf kriminelle Machenschaften der internationalen Finanzwelt ein! Von „Gier“ angetrieben (Originalton Handelsblatt) und "beraten" von Ernst&Young verleaste Ulm (wie auch Bochum, Berlin, Wuppertal u.a.) unter OB Ivo Gönner und dem damaligen Finanzbürgermeister Günther Czisch nach einem Steuertrickmodell seine Kanalisation inklusive „Steinhäule“ an US-Investoren für 99 Jahre. Später gelang Ulm ein verlustreicher Ausstieg aus dem Vertrag.

 

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