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Kontakt: Gottfried und Inga

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Liebe Mitstreiter!

Wie ihr vielleicht schon der Presse entnommen habt, will die Anti-Atom-Initiative mehrere Mahnwachen am Bahnhofsvorplatz in Göttingen abhalten. Dazu möchten wir Euch herzlich einladen.
Unser Protest richtet sich gegen unsinnige Atommüllverschiebungen, solange es noch kein geeignetes Endlager gibt.
Der Castorzug von Sellafield über Göttingen nach Biblis enthält hoch-radioaktives Material und soll in Biblis lediglich zwischengelagert werden, was zusätzlich Transporte in Zukunft nötig macht. Der Castorzug passiert nicht nur in Göttingen dichtbesiedelte Wohngebiete!

Daher werden wir am

Freitag, 30.10. von 15 bis 17 Uhr

Samstag, 31.10. von 15 bis 17 Uhr

Sonntag, 01.11. ab 19 Uhr

am Bahnhofsvorplatz präsent sein.

 

Am Montag, 02.11. findet auch unsere reguläre Mahnwache am Gänseliesel um 18 Uhr statt.

 

Unterstützt unseren Protest!

KOMMT MASSENHAFT

Eure Anti-Atom-Initiative-Göttingen

Abschiebung eines seit 30(!) Jahren in Deutschland lebenden Familienvaters sollte mit Polizeigewalt durchgezogen werden - aber Massenprotest war stärker

(Korrespondenz Umweltgewerkschaft Göttingen)

Am 28.09.2020 um 2 Uhr nachts hat die Nachbarschaftsgemeinschaft im Göttinger "Rosenwinkel" die Abschiebung eines Familienvaters in den Kosovo verhindert. Der Mann lebt seit 30 Jahren in Deutschland und hat eine Familie mit kleinen Kinder in Göttingen. Ungefähr 50 Polizist*innen sind aus Braunschweig und Hannover gekommen, um die Wohnung der Lebensgefährtin des Mannes zu stürmen. Wegen des mutigen Protests der Nachbarschaft musste die Abschiebung abgebrochen werden. Ein Familienangehöriger berichtet: “Ich bin aufgewacht und nach draußen gelaufen. Überall war Polizei, viele Nachbar*innen waren draußen auf der Straße, Kinder haben geschrien und geweint. Ich habe die Polizei gefragt, was sie hier wollen. Sie meinten, sie wollen einen Mann abschieben, der sich in einer Wohnung im Rosenwinkel aufhalten soll.”

Er fragte die Polizei nach einem Durchsuchungsbeschluss. Die Polizei musste zugeben dass sie keinen haben und damit nicht berechtigt sind, die Wohnung zu betreten. Als sie mitbekommen haben, dass die Polizei eine Person abschieben will, ist die ganze Nachbarschaft mitten in der Nacht nach draußen auf die Straße gelaufen und hat gegen die Abschiebung protestiert.

Der aktuelle Sonderbericht des Weltklimarats IPCC vom 8. August 2019 zeigt auf, dass die Entwicklung hin zu einer globalen Klimaheißzeit schneller verläuft, als er selbst das bisher angenommen hat. Mit erwarteten katastrophalen Folgen für die Welternährung. Bereits aktuell wird eine Erwärmung von 1,5°C seit vorindustriellen Zeiten auf den Landmassen der Erde erreicht. Wirksame Klimaschutzmaßnahmen sind überfällig. Auch in Göttingen.

Von den Stadtwerken wird am kommenden Freitag den 23.8.19 eine große Holzverbrennungsanlage, genannt „Biowärmezentrum“ eröffnet. Es soll 16.000 Tonnen Holz jährlich verbrennen für gerade mal 2% des Göttinger Wärmebedarfs. Täglich werden 10 große Lastwagen Holzlieferungen aus dem weiteren Umland benötigt. Prof. Dr. Christian Jooß vom Bündnis gegen das Holzwärmezentrum: „Holzverbrennung in diesem Ausmaß ist abzulehnen. Es ist nicht klimaneutral. Anstatt Kohlenstoff im Holz als wichtigen Bau- und Dämmstoff zu binden und damit die CO2 Konzentration in der Atmosphäre zu senken, wird CO2in großen Mengen freigesetzt. Schon heute geht 50% des in Deutschland wachsenden Holzes in die Verbrennung. Die dafür notwendigen Wald-Monokulturen sind durch Trockenheit und Borkenkäfer in Deutschland großflächig kollabiert. Ein wachsender Holzanteil wird importiert, unter anderem Tropenholz.“

Durch Verbrennung wird der Stoffkreislauf des Waldes nachhaltig gestört.Die entstehenden Holzaschen und Filterstäube sind giftiger Sondermüll und müssen auf Sondermülldeponien gebracht werden. Das entzieht den Wäldern wichtige Nährstoffe.

Wissenschaftler, wie Prof. Dr. Rolf Bertram haben schon seit Bekanntwerden der Planungen vor den gesundheitsgefährdenden Schadstoffemissionen gewarnt. Die Stadtwerke berufen sich auf Grenzwerte. Diese sind jedoch seit Jahrzehnten in der Kritik. Bertram führt aus: „Es entstehen große Mengen an giftigen Abgasen, wie Stickoxide, giftige flüchtige organische Verbindungen, die zum Sommersmog beitragen bis hin zu Dioxinen. Ebenso große Mengen an Ultrafeinstäuben. Diese verursachen sehr ernste Gesundheitsschäden. Die eingesetzte Filtertechnik ist primitiv und kann das nicht zurückhalten. Die heutigen gesetzlichen Grenzwerte erlauben diese Emissionen. Von industriellen Interessengruppen wird seit Jahrzehnten eine Anpassung an den notwendigen Gesundheitsschutz der Bevölkerung verhindert.

Schon im Jahr 2010 kündigte der damalige Oberbürgermeister Meier (SPD) einen Klimaschutzplan an. Es wurde dort verkündet, dass die Stadt Göttingen die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 40% senken würde. Seither ist jedoch kaum etwas Wirksames geschehen. Die als „Biowärme“-Zentrum bezeichnete Holzverbrennungsanlage soll nun „Klimaschutz“ suggerieren. Ein Greenwashing-Begriff. Der Mehrheitsaktionär der Stadtwerke ist die Stadt Göttingen, die damit maßgeblich auf die Entscheidungen Einfluss nimmt.

Beteiligte des Bündnisses gegen die Holzverbrennungsanlage haben mehrfach Alternativen für saubere erneuerbare Energien vorgeschlagen. Alleine die Errichtung von solarthermischen Anlagen auf allen geeigneten Dächern Göttingens könnte den Verbrauch fossiler Energieträger (Erdgas und Erdöl) für die Wärmeerzeugung um mindestens 50% senken. Bei der Diskussion dieser sauberen Alternativen haben Vertreter der Stadtwerke zugegeben, dass die Holzverbrennungsanlage aus Profitgründen errichtet wird. Das Bündnis gegen die die Holzverbrennungsanlage erklärt: „Diese Holzverbrennungsanlage hat mit Umweltschutz und erneuerbaren Energien nichts zu tun. Verbrennung kann keine Energiegewinnungsmethode der Zukunft sein.

Am 23.8.19 soll nun von den Stadtwerken Göttingen die Holzverbrennungsanlage an der Hildebrandtstr / Ecke Maschmühlenweg eingeweiht werden. Anlässlich der Eröffnung am 23.8. ruft das Bündnis zu einer Kundgebung um 14:00 Uhr vor der Holzverbrennungsanlage auf, unter dem Motto „Holzverbrennung aus Profitgründen? – Uns stinkt‘s!“.  Das Bündnis fordert:

Keine Inbetriebnahme des Holzverbrennungszentrums! Umfassende Sofortmaßnahmen für Klimaschutz!

Umweltgewerkschaft Göttingen, Naturfreunde Göttingen, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) – Göttingen, MLPD Göttingen, Rebell Göttingen, Lichtenborner Kräuter.

Kontakt: Christian Jooß, Brahmsstr. 9, 37085 Göttingen. Tel 01743884485. Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Holzverbrennung aus Profitgründen? – Uns stinkts!

Vollmündig kündigte der frühere Oberbürgermeister Meier (SPD) im Jahr 2010 einen Klimaschutzplan an, in dem die Stadt Göttingen die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 40% senken würde. Seither ist jedoch kaum etwas Wirksames geschehen. Am 23.8.19 soll nun von den Stadtwerken Göttingen ein Holzverbrennungszentrum an der Hildebrandtstr / Ecke Maschmühlenweg eingeweiht werden.  Der Mehrheitsaktionär der Stadtwerke ist die Stadt Göttingen. Es wird als „Biowärme“-Zentrum bezeichnet was ein Greenwashing Begriff ist.

So wird das Projekt von den Stadtwerken als CO2 neutral verkauft. Schon seit Anfang an wurde dies von Kritikern widerlegt: Statt Kohlenstoff im Holz als wichtigen Baustoff und Dämmstoff zu binden, wird CO2 freigesetzt. Es entstehen große Mengen an giftigen Abgasen, wie Stickoxide, giftige flüchtige organische Verbindungen, die zum Sommersmog beitragen bis hin zu Dioxinen und Ultrafeinstäube. Diese verursachen ernste Gesundheitsschäden. Die eingesetzte Filtertechnik ist primitiv und kann das nicht zurückhalten. Die entstehenden Holzaschen und Filterstäube sind giftiger Sondermüll und müssen auf Sondermülldeponien gebracht werden. So wird der Stoffkreislauf des Waldes gestört. Schon heute geht mehr als 50% allen Holzes, welches in Deutschland wächst in die Verbrennung. Dazu kommen wachsende Importe, unter anderem Tropenholz. Die Stadtwerke haben zugegeben, dass das Holzverbrennungszentrum auf maximalen Profit zielt. Es hat mit Umweltschutz und erneuerbaren Energien nichts zu tun. Verbrennung kann keine Energiegewinnungsmethode der Zukunft sein.

Anlässlich der Eröffnung am 23.8. ruft ein Bündnis zum Protest auf, mit einer Mahnwache und Kundgebung um 14:00 Uhr vor der Holzverbrennungsanlage, Hildebrandtstr. 10.    

Keine Inbetriebnahme des Holzverbrennungszentrums!

Drastische Sofortmaßnahmen für Klimaschutz!

Umweltgewerkschaft, Naturfreunde Göttingen, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) – Göttingen, MLPD, Rebell.

 

Pressemitteilung der Umweltgewerkschaft Göttingen am 10.11.2018

Klimaschutz auf dem Holzweg

Am Mittwoch den 14. November findet im Zentralen Hörsaalgebäude der Universität, ZHG 001 um 19:00 Uhr eine Veranstaltung zur Kritik an der unverantwortlichen Klimaschutzpolitik der Bundesregierung und dabei auch am an den Klimaschutzplänen der Stadt Göttingen statt. Der Weltklimarat schlug kürzlich Alarm. „Die Emissionen müssen schnell und rapide sinken, wenn eine Heißzeit mit unabsehbaren Folgen noch verhindert werden soll“. Das unterstreicht die Notwendigkeit mit massenhaften Protesten, wie am Hambacher Forst gegen die weitere Verbrennung von Kohle und anderen fossilen Energieträgern vorzugehen. Die Umweltgewerkschaft hat sich daran beteiligt und fordert in ihrem Programm unter anderem: „Drastische Sofortmaßnahmen für den Klimaschutz! Der Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen muss radikal reduziert werden! Rasche und vollständige Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien!“

Auch in der Stadt Göttingen geht es mit dem Klimaschutz viel zu langsam voran, wenn erst im Jahr 2050 die Treibhausemissionen „klimaneutral“ sein sollen. Mit welchen Methoden dies erreicht werden soll ist nach dem Baustart des Holzkraftwerkes „Biowärmezentrum“ durch die Stadtwerke höchst fragwürdig. Mit der Verbrennung von 16 Tonnen Holz pro Jahr aus Wirtschaftswäldern wird massenhaft CO2 sowie auch andere hochgefährliche Schadstoffe, wie Feinstpartikel freigesetzt. Das Bündnis gegen das Biowärmezentrum, in dem die Umweltgewerkschaft mitarbeitet, hat dies mehrfach fundiert kritisiert und saubere Alternativen vorgeschlagen. Bei einem Besuch bei den Stadtwerken wurde deutlich, dass diese aus Profitgründen nicht umgesetzt werden.

Auch die Schadstoffüberwachung in der Luft basiert auf Fiktionen und nicht auf Fakten. So wird die Luftqualität in Göttingen hauptsächlich geschätzt und nur an 2 Stellen gemessen. Die Schätzungen ergeben die höchsten NO2- Konzentrationen Göttingens im inneren Ring (Gotmar-, Groner,Jüdenstr.). Ausgerechnet dort wird überhaupt nicht gemessen. Auch in der Fußgängerzone nicht, wo die Göttinger wohl am dichtesten gedrängt sich aufhalten. Hier geht es nicht um den Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger sondern um Bewahrung des Scheins.

Zu diesem und weiteren Themen können Sie  mehr erfahren und diskutieren auf der Veranstaltung zum Holzkraftwerk Göttingen am 14.11. um 19:00 im ZHG 001. Die Veranstaltung steht in Verbindung mit der Vorbereitung des Weltklimatags am 8.12.2018. Die Umweltgewerkschaft lädt alle Interessierten herzlich ein, sich in der Diskussion der Veranstaltung oder per Kontakt email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , in eine gemeinsame Vorbereitung einzubringen.

Pressemitteilung der Umweltgewerkschaft Göttingen 05.06.2018

Bereits am 7. Mai 2018 hat das Gewerbeaufsichtsamt Göttingen eine von den Stadtwerken geplante Holzverbrennungsanlage („Biowärmezentrum“) trotz erheblicher Kritiken von Umweltschützern genehmigt. Die Genehmigung wird in den nächsten Tagen rechtskräftig. Mit dieser Anlage sollen künftig rund 16.000 Tonnen Holz jährlich verbrannt werden, um Wärme für das Fernwärmenetz zu erzeugen. Ein Bündnis aus Umweltgewerkschaft, Naturfreunden, Nabu Göttingen, IPPNW Göttingen und Lichtenbörner Kräuter lehnt diese Anlage ab. Am Dienstag den 5.6. hat ein Gespräch der Umweltgewerkschaft mit Vertretern der Stadtwerke stattgefunden. Gleichzeitig wurden am Eingang ein Flugblatt gegen das Greenwashing Projekt verteilt.

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