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Ende September wurde bekannt, dass die Landesregierung Schleswig-Holstein mit ihrem Umweltminister Albrecht eine Zwangszuweisung von 250t Abrissmüll aus dem Atomkraftwerk Brunsbüttel nach Lübeck vornehmen will.

Von Sommer 2017 bis November 2019 sammelten wir Umweltgewerkschafter gemeinsam mit den Montagsdemonstranten 1111 Unterschriften gegen die Deponierung von radioaktiv belastetem Müll auf Niemark. Am 28.11.19 übergaben wir diese Unterschriften der Stadtpräsidentin, Frau Schopenhauer, und sie brachte diese in die Bürgerschaft ein.
Wir begrüßen die mehrheitliche Entscheidung der Lübecker Bürgerschaft vom gleichen Tag, keinen Abrissmüll aus AKW anzunehmen. Nur die GRÜNEN, die FDP und AFD stimmten dagegen.

Gegen die Weisung aus KielAbrissmüll aus AKW in Niemark aufzunehmen

 

1. Solidatitätsadresse an die Aktivisten im Dannenröder Forst

2. Nachdem sich die Bürgerschaft in Lübeck nehrheitlich weigert, Abrissmüll aus AKW' s aufzunehmen - verharmlosend 'Bauschutt' genannt, kommt jetzt eine Zwangsverordnung des grünen Umweltministers. Die Umweltgewerkschaftsgruppe hat mit ihrer Aufklärungsarbeit und der Sammlung von 1111 Unterschriften seit 2017 zur Ablehnung durch die Bevölkerung beigetragen. Wie organisieren wir den weiteren Widerstand der Bevölkerung?

=> Erstellung eines Flyers und Infostände am 17.09. und 24.09.2020

3. Die Endlagersuche der Bundesregierung und der Erfolg des Widerstandes in Gorleben.

4. Verabschiedung eine Pressemitteilung der Umweltgewerkschaftsgruppe zur Lagerung von Atommüll auf Niemark und anderen Hausmülldeponien.

Bedenklicher Zustand der Ostsee - und aller Meere

1. Der bedenkliche Zustand der Meere wurde in der letzten Zeit vom sicher wichtigen Thema der Klimaerwärmung etwas verdrängt. Mit der Klimaerwärmung erwärmen sich auch die Meere und büßen ihre Funktion als Suaerstoffproduzenten zunehmend ein.

=> Anstieg der Wassertemperatur von heute 8,5 Grad bis 2070 auf 12 Grad beim Oberflächenwasser.

=> Giftgas- und Munitionsfunde in der Ostsee. Aktuell ist eine Entsorgung nur in Munster möglich.

=> Planung eines Ostseespazierganges: Aktueller Zusatnd der Ostsee / Algenwachstum / Munitionsbelastung / Umkippen der Ostsee ... Termin offen

2. Pandemie- und Klimaleugner - Wie setzen wir uns mit dieser von Ultrarechten und Faschisten beeinflussten Bewegung auseinander?

3. Auswertung unserer Teilnahme an der Antikriegstagskundgebung am 29.08.2020 auf dem Klingenberg.

4. Gewinnung neuer Mitglieder

Süddeutsche Zeitung vom 20.03.2020

 

Aus dem Artikel 'Dem Tod auf der Spur'

 

... Trotzdem fragen sich die Italiener natürlich, warum es gerade sie zuerst und so stark traf. Auch dazu gibt es viele Thesen und Erzählungen, die vielleicht nur solange Bestandhaben, bis Vergleichswerte aus anderen Ländern vorliegen.

Grund eins ist demografisch: Italiens Bevölkerung gehört zu den betagtesten der Welt, das Durchschnittsalter liegt bei 46,3 Jahren. 21 Millionen Italiener sind über 65 Jahre alt.

Grubd zwei: Das Epizentrum der Ausbreitung umfasst jene drei Regionen im Norden, alle in der Po - Ebene, die das wirtschaftliche und industrielle Herz des Landes bilden, die Lmmbardei, Venetien und die Emilia - Romagne. Nirgendwo in Europa ist die Luftverschmutzung grösser. Viele ältere Bewohner leiden an Atemwegsbeschwerden. Und die Bevölkerungsdichte ist hoch: Ungefähr 40 Prozent der Italiener leben dort. Ein gefährlicher Mix. Zoomt man in die besonders betroffenen Gebiete näher hèran, rücken die Städte Lodi, Brescia und Bergamo ins Zentrum, letztere kämpfen mit schwindenden Kräften gegen die Katastrophe. ....

Abrissmüll aus Atomkraftwerken nach Niemark - alles ungefährlich?

 

Es fand eine Diskussionsveranstaltung der Umweltgewerkschaftsgruppe Lübeck gemeinsam mit zwei Referentinnen der Studierendengruppe des IPPNW statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Auswirkungen niedriger radioaktiver Strahlung durch die Referentinnen dargestellt. Mit 45 Teilnehmern war die Veranstaltung gut besucht.

Das MELUND (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung) unter Minister Habeck versuchte von 2016 bis 2018 in mehreren Arbeitsgruppentreffen einen Konsens zur Deponierung zu erzielen. Bürgerinitiativen waren nicht zugelassen. Alle alternativen Deponierungskonzepte wurden in dieser Arbeitsgruppe verworfen. Der BUND S-H hat sich in zwei Sondervoten gegen die 10 - Mikrosievert - Grenze ausgesprochen und weitere Studien zur Deponierung gefordert. Zwei Gemeindevertretungen haben in der Folge bereits gegen die Deponierung gestimmt. Unter Minister Albrecht wird das Konzept fortgeführt. Demnach sollen 97% des Abrissmülls aus den 3 AKW 'freigemessen' werden und auf Hausmülldeponien eingelagert bzw. in der Masse recycelt werden (Straßenbau, Einschmelzen der Metalle etc.).

Seit Sommer 2017 begann die Umweltgewerkschaftsgruppe Lübeck den Widerstand zu organisieren und die Bevölkerung zu informieren. Insgesamt wurden 1.111 Unterschriften gegen die Deponierung gesammelt. Diese wurden am 19. November 2019 der Stadtpräsidentin Frau Schopenhauer übergeben. In der anschließenden Bürgerschaftssitzung stimmten alle Parteien, mit Ausnahme der GRÜNEN und der AfD, gegen die Deponierung. In den Lübecker Nachrichten wurde die Übergabe der Unterschriften durch die Umweltgewerkschaft erwähnt. Weiterhin wurde berichtet, dass die CDU im zweistelligen Bereich Anfragen von Bürgern erhalten hatte, die den Beteuerungen, dass der Abrissmüll harmlos sei, nicht trauten. Dies ist ein Erfolg für die Öffentlichkeitsarbeit der Umweltgewerkschaft Lübeck.

Während der Veranstaltung wiesen die beiden Referentinnen nach, dass auch unter der 10 - Mikrosievert - Grenze weiterhin gesundheitliche Gefahren bestehen. Es gibt also keine ungefährliche niedrige radioaktive Strahlung! Diese Aussage kann auch durch Langzeitstudien belegt werden. Als sinnvolle Alternative gibt es nur den Einschluss in einem entkernten Gebäude auf dem AKW - Gelände oder eine Deponierung vor Ort. Auf die Frage einer Zuhörerin warum diese sinnvollen Vorschläge abgelehnt wurden gibt es nur eine Antwort. Der Minister handelt im Interesse von Vattenfall, EON etc. die den Abriss bezahlen müssen und daher nach einer billigen Lösung für die Entsorgung suchen. Das ist nicht akzeptabel. Vielmehr muss es eine Lösung geben, die für die Menschen keine gesundheitlichen Risiken und für die Umwelt die geringstmögliche Gefahr darstellt.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch deutlich, dass der Widerstand weitergehen muss, da die Landesregierung eine rechtliche Handhabe hat, sich über die Entscheidungen von Gemeindevertretungen oder der Bürgerschaft hinwegzusetzen. Somit kann der Abrissmüll Deponien zugewiesen werden.

Die Umweltgewerkschaft hat sich einen Namen gemacht und vier Interessent gewonnen. Die Umweltgewerkschaftsgruppe Lübeck hat sich zu allen wesentlichen umweltpolitischen Themen Stellung genommen. In der inhaltliche Konzentration auf die Deponierung des AKW - Abrissmülls lag letztlich der Schlüssel zum Erfolg.

 

1. Die aktuelle Entwicklung im Übergang zu einer Klimakatastrophe und die Versuche die Atomkraft wieder salonfähig zu machen:

Es sind verstärkt Bemühungen zu beobachten die Atomkraft wieder als 'umweltschonende' Alternative ins Gespräch zu bringen. Auf die FFF wird verstärkt durch Atomlobbyisten eingewirkt.

2. Themen für 2020:

- Autofreie Innenstadt, ÖPNV, Radwege

- Beltquerung

- Priwall / Kohlenhofspitze

- Brennstoffzelle

3. Vorbereitung der Veranstaltung am 29.01.2020

 

 

 

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