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Kontakt: Christian Zajonc, Fischerstrasse 52, 45899 Gelsenkirchen, Tel.: 0209/93 96 91 94, e-mail: umweltgewerkschaft-ge<at>gmx.de

Die BP-Norderweiterung, längere Zeit aus der öffentlichen Debatte verschwunden, wird wieder aktuell. Ende letzten Jahres verkündete BP Pläne zum Bau einer Kunststoff-Recycling-Anlage im Landschaftsschutzgebiet. Wir haben damals gleich begonnen, den Protest zu organisieren.

Nun hat die Stadt (der Stadtrat hat dem Vorhaben bei nur einzelnen Gegenstimmen zugestimmt) einen entsprechenden Bebauungsplan erstellt, den sie der Öffentlichkeit vorstellt am Mittwoch, 28.09., um 18 Uhr in der Lukaskirche in GE-Hassel, Eppmannsweg 32.

Wir wollen die Veranstaltung nutzen und bitten um zahlreiche Beteiligung, um Protest und Einwendungen gegen das Projekt vorzubringen.

Näheres könnt ihr dem Flyer dazu entnehmen:

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

wir laden herzlich ein zum Umweltgewerkschafts-Treffen

am Freitag, 16.09., um 18 Uhr 30 im Treff International (Hauptstraße 40 in GE).

Vorschlag zur Tagesordnung:

1. Was haben wir seit dem letzten Treffen gemacht, wie beurteilen wir die aktuelle Umwelt-Situation und unsere Arbeit dazu. Stichworte hierzu: * Protest gegen die Unterordnung der Umweltpolitik unter die Kriegspolitik, gegen Laufzeitverlängerung Atom- und Kohlekraftwerke, gegen Gas-Umlage * Ölpellet-Verbrennung im Kraftwerk Scholven ist beendet! :-) * gegen BP-Norderweiterung und Kunststoff-Recycling mit Pyrolyse

2. Wie arbeiten wir weiter, und was planen wir bis zum Jahresende. Beraten werden sollte die Schwerpunktsetzung. BP bleibt ein wichtiges Thema, aber in der aktuellen Entwicklung ist Uniper mit seinen Kohlekraftwerken und „Gas als Brückentechnologie“ und Gas-Umlage in den Fokus gerückt. Wie gehen wir damit um?

Höhepunkte in den nächsten Monaten: * 23.09. Klimastreiktag von Fridays For Future * 01.10. „Herbstdemonstration“ in Berlin (bundesweite Montagsdemo-Bewegung und Friedensbewegung; der Umweltgewerkschafts-Vorstand ruft zur Beteiligung auf) * 12.11.Weltklima-Aktionstag

Habt ihr weitere oder andere Fragen und Vorschläge?

Eventuell können wir im Anschluss an das Treffen noch unsere guten Aufkleber gegen die Atomkriegsgefahr einsetzen (wer Lust hat und nicht fußkrank ist).

 

211106 da Datteln 2Am Montag hat Uniper Bedarf nach weiteren 4 Milliarden an Staatskrediten angemeldet. Kanzler Scholz hatte bereits vor Wochen allgemein grünes Licht für Nachforderungen gegeben: „Alles, worauf es ankommt, das werden wir tun, heute und so lange wie nötig“, versicherte er bei der Vorstellung des „Rettungspakets“. Als Umweltgewerkschaft protestieren wir entschieden gegen eine weitere Umverteilung von Steuergeldern der Bürger an Konzerne wie Uniper, noch dazu für die Aufrechterhaltung und Förderung einer so umweltschädlichen Technologie wie der Erdgasverbrennung! Die unsägliche Gas-Umlage der Bundesregierung muss nicht nachgebessert werden, sondern komplett vom Tisch! Schluss mit Rettungspaketen für Konzerne!

Monate, bevor Putin die Gaslieferungen gekürzt hat, begann bereits die weltweite Wirtschaftsschlacht ums Gas – geführt von weltweiten Monopolen auf dem Rücken der Masse der Bevölkerung, die mit steigenden Gaspreisen, Umlagen und Steuergeldern dafür bluten soll. Jahrelang hat Uniper Riesenprofite mit der klimaschädlichen Kohleverbrennung auf dem Rücken der Beschäftigten gemacht. 2021 wurde sogar der Abbau von weiteren 1200 Arbeitsplätzen angekündigt. Die Umweltgewerkschaft erklärt sich solidarisch für den Erhalt aller Arbeitsplätze und fordert gleichwertige Ersatzarbeitsplätze auf Kosten der Konzerne.

Ratssitzung Protest3

 

BP plant im Landschaftsschutzgebiet nördlich der Ulfkotterstrasse ein Werk zum „chemischen Recycling“ von Kunststoffen, mit einer Jahreskapazität von „vorerst“ 400.000 Tonnen Kunststoffmüll, also über 1.000 Tonnen pro Tag! Dies bedeutet eine Zerstörung des Landschaftsschutzgebietes und einen unerträglichen LKW-Verkehr.
Das angestrebte „Kunststoffrecycling“ durch BP, das Pyrolyse-Verfahren, ist auf dem heutigen Entwicklungsstand kein „Leuchtturmprojekt“: es ist weder umweltfreundlich, noch werden die Kunststoffe wirklich recycelt. Es entstehen hochgiftige Substanzen bis hin zu Dioxin und verbleiben in den koksartigen Rückständen (laut Bundesumweltministerium) und es wird extrem viel Energie benötigt. Es besteht auch die Gefahr, dass Giftstoffe in die Luft entweichen.
Diese Belastung von Mensch und Umwelt und der grüne Anstrich von BP zur Täuschung sind abzulehnen.
Der Kunststoffmüll ist zu einem weltweiten Umweltproblem geworden. Notwendig sind unseres Erachtens:
* Herstellung recyclingfähiger Kunststoffe bzw. Kunststoffersatz. Hierdurch könnten wesentlich mehr Arbeitsplätze geschaffen
werden als bei der vorgesehen Pyrolyse-Anlage.
* Entwicklung wirklich ökologischer Recyclingverfahren
* Mehrweg und Plastikvermeidung statt Verbrennung und Deponierung

Hier gibt es die Unterschriftenliste zum Download:

UG Neuj22 klein

Die Erde brennt!

In weltweiten Massenprotesten mit wachsender Kapitalismuskritik fordern Menschen wirksame Sofortmaßnahmen für Klimaschutz und den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Die Weltklimakonferenz in Glasgow war dagegen eine glatte Kapitulationserklärung der Herrschenden. Mit hohlen Erklärungen soll die Menschheit weiter ungebremst in die Umweltkatastrophe schlittern.

Dazu sagen wir Nein! Wir bauen den Widerstand weiter auf und organisieren ihn: für Umweltschutz und Arbeitsplätze – Arbeiter, Jugend, Frauen und Umweltkämpfer gemeinsam.

Herzlichen Dank für Euer Interesse, für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit,

wir wünschen Euch ein gutes, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2022.

Ende letzter Woche wurde bekannt, dass der Uniper-Konzern 600 Arbeitsplätze in Gelsenkirchen vernichten will, und zwar im Bereich der Ingenieurs-Dienstleistungen, die künftig auf die „Wachstumsschwerpunkte“ Wasserstoff, erneuerbare Energien und „grüne“ Kundenlösungen konzentriert werden sollen.

Die Beschäftigten sollen also „für den Klimaschutz“ auf ihre Arbeitsplätze verzichten? Das ist Unfug, denn wenn man auf erneuerbare Energien als Zukunftsmarkt setzt, wird dafür ja wohl eine wachsende Zahl an Arbeitskräften gebraucht; warum kann man die hochqualifizierten Arbeiter und Angestellten nicht dafür weiterbilden und einsetzen? Sollen sie jetzt auf der Strecke bleiben, nur weil Uniper und seine Vorgänger sich all die Jahre vehement gegen erneuerbare Energien gestemmt haben?

210908 petition 1 webDie Umweltgewerkschaft Gelsenkirchen arbeitet mit im Aktionsbündnis gegen die BP-Ölpellet-Verbrennung. Für die Übergabe der Petitionsunterschriften am 8.9. beim NRW-Landtag in Düsseldorf veröffentlichen wir die Pressemitteilung des Aktionsbündnisses.

Und hier der Flyer des Aktionsbündnisses:

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Aktiv gegen Weltkriegsgefahr UG Plakat2022 DIN A4 210x294

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