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Kontakt: Jochen Schaaf, Wolfmahdenstraße 36, 70563 Stuttgart
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UG Stuttgart Abb Weltklimatag 2020 3217Bei schönstem Herbstwetter startete auf dem Schlossplatz die Kundgebung zum Weltklimatag. Die Umweltgewerkschaft hatte dazu eingeladen und eine Aktionseinheit bildete sich.

Die Kundgebung wurde getragen von Frauenverband Courage, Freundeskreis Flüchtlingssolidarität, Hochschulgruppe der Umweltgewerkschaft, MLPD, ÖDP, Offensive Metaller, Solidarität International, Solidaritätskreis der Daimler-Kollegen und Umweltgewerkschaft. Attac und Liberation Stuttgart beteiligten sich mit Plakaten und Transparenten. Es waren in wechselnder Besetzung ungefähr immer 100 Menschen dabei. Die Kundgebung und die anschießende kleine aber kämpferische Demonstration wurden von den jungen Mitgliedern der Hochschulgruppe der Umweltgewerkschaft geleitet und anziehend und lebendig moderiert.
Die Redner waren sich einig: wir haben immer weniger Zeit zu verlieren. Bis 2030 muss die weltweite Emission von Treibhausgasen um 70 – 90 % reduziert sein – also definitiv: Schluss mit Kohle-, Öl- und Gasverbrennung. Die Vertreterin der Hochschulgruppe der Umweltgewerkschaft machte an einem mathematischen Beispiel deutlich, wie die Zerstörung der Umwelt eine eigene Dynamik entwickelt.

Wir brauchen Arbeitsplätze und eine intakte Umwelt. Das wurde von fast allen Rednern betont. Daimler Manager verbreiten das Märchen, Arbeiter würden sich nicht für die Umwelt einsetzen wollen, um ihre Arbeitsplätze zu retten. Eine Betriebsrätin der „Offensiven Metaller“ bei Daimler berichtete, dass sie sich für die Einheit von Arbeiter- und Umweltbewegung einsetzt und unter den Kollegen eine wachsende Aufgeschlossenheit dafür sich entwickelt.
So betonte auch ein Betriebsrat von Bosch, der für die ÖDP sprach, dass Elektromobilität kein Allheilmittel ist. Es kommt auf Verkehrsvermeidung, Verkehrsverlagerung auf die Schiene an und vor allem darf der Ausbau regenerativer Energie nicht weiter von der Politik ausgebremst werden. Schon die Zusammensetzung der Aktionseinheit zeigte, dass Umweltbewegung Frauen- und Arbeiterbewegung zusammen gehören.

„Freihandel killt Klima und Umwelt – Stoppt das EU-Mercosur Abkommen“ – das stand auf dem Transparent von „attac“. Und im verteilten Flugblatt heißt es: Auch bei Handelsabkommen gilt: Mensch und Umwelt vor Profit!
Der Freundeskreis Flüchtlingssolidarität ergänzte „Und dies alles wird die weltweiten Ströme an Klimaflüchtlinge noch anwachsen lassen.“
Von der Umweltgewerkschaft wird ausgeführt, dass Nulltarif im Öffentlichen Nahverkehr möglich ist. Luxemburg macht es schon vor. Wie beim Widerstand im Hambacher Forst oder jetzt im Dannenröder Wald steht die Jugend ganz vorn.
Sechs junge Leute von Liberation Stuttgart zeigten Plakate: „Vegan fürs Klima und die Tiere“.

Ohne weltweite Zerstörungen kann der Kapitalismus nicht überleben, so die These des MLPD Sprechers. Kapitalistische Ökonomie und Ökologie sind wie Feuer und Wasser. Für einen grundlegenden Paradigmenwechsel ist eine andere, eine sozialistische Gesellschaft Voraussetzung.
Die neun unterschiedlichen und zum Teil sehr spannende Reden wurden gerne aufgenommen. Sie zeigten auch den Willen über Organisationsgrenzen hinweg sich auf ein Kampfprogramm zur Rettung der Umwelt zu einigen und dafür gemeinsam auf die Straße zu gehen. Dafür war der Tag heute ein wichtiger Schritt.

UG Stuttgart Abb Weltklimatag 2020 3181UG Stuttgart Abb weltklimatag 2020 3161

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Foto von Markus Spiske von Pexels

Am 14. November hätte die 26. Weltklimakonferenz stattfinden sollen. Wegen Corona wurde sie verschoben. Dennoch ist es wichtig, ein Zeichen zu setzen und nicht abzuwarten. Denn den Ernst der Lage wollen die Regierenden nicht begreifen. Bei der Wirtschafts- und Coronakrise konnten in kürzester Zeit Milliarden lockergemacht werden, um die Weltwirtschaft zu retten. Bei der Klimakrise wird dagegen gefeilscht wie auf dem Basar.

Dabei sind Kipppunkte beim Klima bereits erreicht, die großen Eismassen der Erde schmelzen. Die Folge: steigender Meeresspiegel, regionale Umweltkatastrophen, Waldsterben und Wirbelstürme.

Arbeitsplätze und Umweltschutz – kein Gegensatz!

Eindeutig sagt die Wissenschaft: Wenn die Katastrophe noch abgefangen werden soll, dann muss die weltweite Emission von Treibhausgasen schnell um 70 - 90 % reduziert werden. Tausende qualifizierte Arbeitsplätze können bei erneuerbaren Energien und dem massiven Ausbau des öffentlichen Personenverkehrs generiert werden.

Teilnehmende Organisationen: Umweltgewerkschaft Stgt. und UG Hochschulgruppe, ÖDP, MLPD, Freundeskreis Flüchtlingssolidarität, attac, Frauenverband Courage, Internationalistische Bündnis, Soli-Kreis Daimler und weitere.

Abb Herbstdemo 10102020 Jochen Rede P1000831Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Umweltschützer,

am Donnerstag streikten Verdi Kollegen für 4,8 Prozent mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen, vor allem in der Pflege.
Und am selben Tag versammelten sich im Hof und auf der Straße Daimler Kollegen in Untertürkheim gegen die Schließung des Werks. Über 4000 Arbeitsplätze sollen dort abgebaut werden.

Dass Ihr kämpft finden wir von der Umweltgewerkschaft sehr gut – denn wir stehen für Arbeitsplätze und Umweltschutz!

Daimler Herbstdemo 102020 Arbeitsplaetze und Umweltschutz

Liebe Kolleginnen und Kollegen an den Daimler-Standorten,

wir wollen euch hiermit unsere Solidarität ausdrücken! Die am 23. September bekannt gewordenen Pläne des Daimler-Vorstands zur Schließung von ganzen Standorten und zur weiteren massenhaften Vernichtung von Arbeitsplätzen ist ein Skandal.
Wir von der Umweltgewerkschaft stehen für Arbeitsplätze und Umweltschutz. Lasst euch nicht aufschwatzen, wir Umweltschützer wären verantwortlich für diese geplante Arbeitsplatzvernichtung! Den Konzernbossen ist euer Schicksal und das eurer Familien genau so egal wie die natürliche Umwelt. Sie müssen Kapital akkumulieren und dabei gehen sie über Leichen, seien es Menschen oder das Klima.
Doch jeder vernichtete Arbeitsplatz fehlt unserer Jugend schmerzlich. Deshalb Kampf um jeden Arbeitsplatz !

Mit solidarischen Grüßen

Ortsvorstand der Umweltgewerkschaft Stuttgart

Liebe Freunde von der VVN in Baden-Württemberg,

Der Entzug der Gemeinnützigkeit des VVN-BdA durch das Finanzamt für Körperschaften 1 des Landes Berlin ist ein Angriff auf Eure Existenz und muss zurückgenommen werden.
Es ist ein Angriff auf Eure Überparteilichkeit und unabhängigen Zusammenschluss von Antifaschistinnen und Antifaschisten aller Generationen. Denn ohne solide und ausreichende Finanzen ist heute eine unabhängige Politik nur schwer machbar.
Esther Bejarano drückte es sehr gut in ihrer Kritik an dem verantwortlichen Finanzminister Scholz (SPD) aus: „Das Haus brennt – und sie sperren die Feuerwehr aus“.
Die Umweltgewerkschaft ist antifaschistisch aufgestellt und deshalb auch aktiver Part in Bewegungen gegen Rassismus, Fremdenhass und andere Bedrohungen der Demokratie.
Um die Solidarität der Antifaschisten zu stärken, wollen wir als Regionalgruppe Stuttgart der Umweltgewerkschaft bei euch in Stuttgart Mitglied werden.
Antifaschismus ist gemeinnützig und muss es bleiben!
Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda!

Hallo zusammen,

wir begrüßen euch hier alle recht herzlich zu unserem Demozug mit anschließender Kundgebung am Hauptbahnhof. Dieser weltweite Klimastreiktag ist nötig und wichtig, weil wir ein klares Zeichen zu Beginn der Weltklimakonferenz in Madrid an die Regierungen der Welt richten wollen: wir haben es satt, leere Versprechungen und schöne Worte zu hören, wenn zugleich „business as usual“ betrieben wird und eine Klimakatastrophe in Kauf genommen wird. Wir wollen hier eine kämpferische, unüberhörbare und solidarische Demonstration durchführen. Wir werden so lange kämpfen wie es sein muss.

Wenn ihr Beiträge am Mikrofon halten wollt, dann gelten 3 Regeln:

  1. Maximal 3 Minuten
  2. Keine Beleidigungen, Attacken oder Angriffe auf Teilnehmer der Demo und Passanten
  3. Zur Sache reden

Vielen Dank und vollen Erfolg uns allen!

Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut.

Musik

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7,95 Milliarden t Kohle wurden im Jahr 2015 – dem Jahr des Pariser Abkommens weltweit überwiegend zur Verbrennung gefördert. Letztes Jahr wurden nochmals 60 Millionen t mehr verbrannt, also 8,01Mrd t. Kohle ist zum verbrennen viel zu schade. Wir brauchen sie heute und für künftige Generationen als Rohstoff. Ihre Verbrennung ist absolut klimaschädlich und muss beendet werden. Nicht erst 2038!

Hoch mit dem Klimaschutz! Runter mit der Kohle!

Hopp, Hopp, Hopp. Kohle stopp!

Ich sag' Kohle, ihr sagt Stopp Kohle Alle: Stopp! Kohle Alle: Stopp!

Kohle, Kohle, Kohle Alle: Stopp, stopp, stopp!

Ich sag' Klima, ihr sagt Schutz Klima Alle: Schutz! Klima Alle: Schutz! Klima, Klima, Klima Alle: Schutz, Schutz, Schutz!

Kohle Konzerne Alle: Kohle Konzerne baggern in der Ferne, Alle: baggern in der Ferne, zerstören unsere Umwelt Alle: zerstören unsere Umwelt nur für nen Batzen Geld. Alle: nur für nen Batzen Geld. Worin wir unsere Zukunft sehn: Alle: Worin wir unsere Zukunft sehn: Erneuerbare Energien. Alle: Erneuerbare Energien. Das war ein bißchen leise. Alle: Das war ein bißchen leise. Drum singen wir es lauter. Alle: Drum singen wir es lauter.

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18 000 Staus gab es in Stuttgart im Jahr 2017. Kosten 209 Mio €. 11 Stunden dauerte damals der längste Stau. Immer noch hat in Deutschland der Individualverkehr Vorfahrt. Das muss sich ändern. Wir brauchen einen gut ausgebauten, emissionsfreien und kostenlosen öffentlichen Nahverkehr in ganz Deutschland. Unbezahlbar? Von wegen. Das Umweltbundesamt hat errechnet, dass die direkten und indirekten Subventionen für Energiewirtschaft und Verkehr in Deutschland fast 50 Mrd € pro Jahr betragen. Der deutschlandweite Ticketverkauf im öffentliche Nahverkehr betrug nur 12 Mrd €. Das könnte man aus einem Viertel dieser Subventionen bezahlen.

Nulltarif, der muss her, im öffentlichen Nahverkehr!

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Während angeblich für Unis, Krankenhäuser, Schulen kein Geld da sein soll wurden in 2008 Billionen für die Bankenrettung zur Verfügung gestellt. Weil sie Systemrelevant seien. Seit der Weltklimakonferenz in Paris 2015 haben Großbanken weltweit über 1 Billion $ in fossile Energien investiert. Steigende Tendenz. Ist das Klima für unser Leben etwa nicht systemrelevant? Wenn ein System nur dann überleben kann, wenn eine Klimakatastrophe herbeigeführt wird, dann muss eben das System geändert werden. Profits first kann sich die Menschheit nicht mehr leisten!

Change the system! Not the climate!

Banken Retten das geht fix, für die Umwelt tut ihr nix!

Schützt die Welt, nicht das Geld!

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Viele sagen ihr schafft das nie. Der Hambacher Wald sollte abgeholzt werden. Wir haben um ihn gekämpft. Er wurde zum Symbol unseres Widerstands. Und er wurde bis jetzt nicht abgeholzt! Wer kämpft kann gewinnen!

Ich sage Hambi, ihr sagt bleibt. Hambi Alle: Bleibt! Hambi Alle: Bleibt! Hambi, Hambi, Hambi Alle: Bleibt, bleibt, bleibt!

We are unstoppable! Another world is possible!

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Es ist ein Skandal dass die EU einen Deal mit dem faschistoiden Klimaskepiker Präsidenten der USA Trump abgeschlossen hat. Um Autoexporte zu schützen soll mehr Fracking-Gas aus den USA importiert werden. Um 270% sind seither die LNG Gasimporte aus den USA in die EU gestiegen. Fracking ist laut Karlsruher Institut für Technologie für etwa 40% des Anstiegs des Methangasgehalts in der Atmosphäre verantwortlich. Es zerstört die Lithosphäre, verursacht Erdbeben,

verseucht das Grundwasser und ist noch klimaschädlicher als herkömmliche Gasförderung.

Die Erde bebt das Wasser brennt Fracking ist ein mieser Trend!

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Waldbrände, Starkregen, Hurricanes. Seit den 1980er Jahren hat sich die Zahl der Schadensereignisse durch Wetterereignisse und Waldbrände fast verdreifacht. Auf mehr als 20 Millionen schätzt Greenpeace die Zahl der Klimaflüchtlinge. Bis 2040 könnten es weltweit 200 Millionen werden. Klimaflüchtlinge werden als sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge diskriminiert. Europa schottet sich ab und schiebt die Menschen in dahin ab wo sie oftmals keine Existenzmöglichkeit mehr haben. Wir sagen dazu nein!

Say it loud say it clear, refugees are welcome here!

What do we want? Climatjustice! When do we want it? Now!

Hoch die internationale Solidarität!

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No more coal! No more oil! Keep the carbon in the soil!

Two, four, six, eight! Save our planet, it’s not too late

Streik in der Schule, Streik in der Fabrik! Das ist unsere Antwort auf Eure Politik!

Radwegbau statt Dauerstau

Ich sag Radweg ihr sagt bau

Radweg…

Climate change is not a lie, do not let our planet die!

1, 2, 3, 4 für das Klima kämpfen wir 5, 6, 7, 8 wir brauchen keine Kohlekraft 9 und 10 der Klimastreik muss weiter geh'n.

Weniger Asphalt – Mehr Wald!

Say it loud, say it clear: Klimaschutz jetzt und hier!

Atomkraft und Kohlekraft gehören weltweit abgeschafft!

Es gibt kein Recht auf Umweltzerstörung!

Umweltaktivistin Tonny Nowshin und Jochen bei den Protesten vor Fichtner in Stuttgart am 19.6.2020Rede von Tonny Nowshin, Wirtschaftswissenschaftlerin, Klimaaktivistin, auf der 529. Montagsdemo am 14.9.2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

Danke, dass Sie mich heute hierher eingeladen haben. Ich habe von Ihrem Kampf und der großartigen Arbeit gehört, die Sie in den letzten 10 Jahren geleistet haben. Heute möchte ich die Geschichte des Kampfes gegen ein Kohlekraftwerk erzählen, der seit neun Jahren andauert. Der Kampf, der mich heute zu Ihnen hierher gebracht hat.

Ich bin Tonny Nowshin. Ich bin Ökonomin, Wissenschaftlerin, Klimagerechtigkeits- und Postwachstumsaktivistin. Ich unterstütze eine Bewegung, die in meinem Heimatland Bangladesch gegen ein Kohlekraftwerk begonnen hat, das eine Gefahr für unser Volk und unsere Natur darstellt.

Worum geht es dort?
Die Sundarbans im Süden Bangladeschs sind UNESCO-Weltnaturerbe und der größte und artenreichste Mangrovenwald der Erde. Dort wird von unserer und der indischen Regierung aktuell das Kohlekraftwerk Rampal mit einer geplanten Energieleistung von 1.320 Megawatt gebaut, nur wenige Kilometer nördlich der Mangroven.

Mit dem Bau des Kraftwerks wird die deutsche Fichtner-Gruppe aus Stuttgart beauftragt. Wissenschaftler*innen und Zivilgesellschaft warnen vor massiven Umweltzerstörungen und den sozioökonomischen Langzeitfolgen des Kraftwerks. Friedlichen Protesten der Zivilbevölkerung wurde mit Polizeigewalt begegnet.

Aktivist*innen sehen sich mit Morddrohungen konfrontiert. Klagen vor Gericht gegen intransparente Entscheidungsprozesse und Verstöße der bangladeschischen Regierung gegen Umweltauflagen werden verschleppt.

Warum ist das problematisch?
Bangladesch ist eines der am stärksten von den Folgen des Klimawandels bedrohten Länder weltweit. Durch die naturräumliche Lage des Landes nur wenige Meter über dem Meeresspiegel ist Bangladesch vom Meeresspiegelanstieg, aber auch durch Wetterextreme wie Zyklone und Überschwemmungen stark betroffen.

Die Sundarbans wirken wie ein natürlicher Wellenbrecher bei Zyklonen. Sie sind Heimat vieler bedrohter Tier- und Pflanzenarten und die Einkommensgrundlage der zwei Millionen Menschen in der Region. Der Bau des Kraftwerks und die damit zusammenhängende Zerstörung des Ökosystems würde die Auswirkungen des Klimawandels verschärfen und die Bewohner*innen ihrer Lebengrundlage berauben.

Expert*innen zufolge hat der Bau des Kraftwerks schon jetzt für die Vertreibung und Enteignung tausender Menschen gesorgt. Vergleichbare Fälle in Bangladesch zeigen, dass in den seltensten Fällen angemessene Kompensationen an die betroffenen Menschen gezahlt werden.

Was hat das mit uns zu tun?
Trotz der starken Auswirkungen der Klimakrise in Bangladesch ist der Beitrag des Landes zur Erderwärmung bei fast null. In Deutschland werden dagegen jährlich 100 Millionen Tonnen CO2 emittiert. Während die deutsche Politik nun plant, die durch die Industrie verursachten CO2-Emissionen langfristig zu senken und Kohlekraftwerke abzuschalten, wird im Ausland nach wie vor in Kohleenergie investiert.

In Bangladesch spielt die deutsche Fichtner-Gruppe aus Stuttgart eine zentrale Rolle beim Bau von Rampal und liefert technische Komponenten. Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth, und der Europaabgeordnete Frithjof Schmidt haben erklärt, dass kein deutsches Unternehmen an diesem Projekt beteiligt sein sollte. Trotzdem ist Fichtner nicht bereit, von diesem Geschäft Abstand zu nehmen.

Das steht in krassem Widerspruch dazu, dass sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Bangladesch auf erneuerbare Energien und Anpassung an den Klimawandel konzentriert. Gleichzeitig bleiben aber deutsche Unternehmen dort an Umweltzerstörung und sozialer Marginalisierung beteiligt.

Heute bin ich hier, um diese Informationen mit Ihnen zu teilen. Ich danke Ihnen für Ihre heutige Mobilisierung vor der Fichtner-Zentrale. Es macht mir Freude zu wissen, dass Fichtner wahrscheinlich nicht damit gerechnet hat, eines Tages den Menschen an ihrem Firmensitz in Stuttgart Rede und Antwort stehen zu müssen über das schmutzige Kohleprojekt, das sie in Bangladesch bauen. Sie erwähnen dieses Projekt noch nicht einmal auf ihrer Website.

Außerdem werden sie jetzt auch noch für ein anderes Kohleprojekt in Bangladesch angeheuert. Ich denke, mit Ihrer Unterstützung können wir entlarven,

  • dass sie nicht so grün sind, wie sie behaupten zu sein,
  • dass es nicht in Ordnung ist, mit schmutzigen Projekten in anderen Teilen der Welt Geld zu verdienen und sich zuhause in der eigenen Stadt als grün zu verkaufen.

Ich hoffe, dass wir mit Ihrer Solidarität und Unterstützung in den kommenden Tagen dieses verheerende Projekt stoppen können. Erheben wir gemeinsam unsere Stimme und sagen: Stoppt alle naturzerstörerischen Projekte – überall!

Denn es ist ein Planet, ein Kampf. Gemeinsam müssen wir den Planeten für unsere Generation und die kommenden Generationen retten!
 

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