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Region "Ost"

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Kommt alle heraus auf die Straßen zum 1.Mai 2021

und bringt eure Familien mit!

Aufruf als PDF lesen und Download:

 

 

Datum: Donnerstag, 18. März, ab 18:30 Uhr

Referent: Prof. Dr. Christian Jooß, Universität Göttingen, Umweltgewerkschaft

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Zum Inhalt

Müllverbrennung bedeutet die Umwandlung wertvoller Rohstoffe in giftige Abgase und Schlacke. Sie ist ein Gegenprogramm zur notwendigen Kreislaufwirtschaft. Im Vortrag wird kritisch beleuchtet, dass auch modernste Filteranlagen nicht das Problem der Emission giftiger Abgase lösen, die Stickoxide, Schwermetalle, chlororganische Verbindungen bis hin zu dem Ultragift Dioxin enthalten. Die Gesetzgebung erlaubt trotz jahrzehntelanger Kritiken völlig legal Emissionen die ein chronische Vergiftung von Umwelt und Mensch bedeuten. Schlacke wandert als hochgiftiger Sondermüll in Bergwerke.

Im Vortrag wird aber auch die Alternative deutlich: Eine umfassende Kreislaufwirtschaft nach dem Vorbild der Natur. Doch was muss passieren, damit diese Wirklichkeit wird und Müllverbrennungsanlagen abgeschaltet werden? Dies soll am Beispiel der geplanten MVA in Jänschwalde und des Widerstands dagegen diskutiert werden.

Zur Anmeldung

Auf Grund der Pandemie kann die Veranstaltung leider nur online stattfinden. Bei Interesse melden Sie sich hierfür bitte bis Mittwoch, 17.3. an unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Zugangsdaten werden dann kurz vor der Veranstaltung zugesandt.

Bitte verteilen Sie die Einladung gerne auch weiter!

Viele Grüße vom Aktionsbündnis

PRESSE-INFORMATION

der Umweltgewerkschaft, Berlin 16.1. 2021

 

Die Umweltgewerkschaft gehört seit Jahren zum Unterstützerkreis der „Wir-haben-es-satt“-Demonstrationen – auch 2021.

1. Die Umweltgewerkschaft erklärt sich solidarisch mit dem ganzen Anliegen und unterstützt die allermeisten Forderungen der bäuerlichen „Wir-haben-es-satt“-Protestbewegung!

2. Die Corona-Pandemie hat wesentliche Ursachen in der grenzenlosen Ausbeutung von Natur und Mensch. Die Zwänge der kapitalistische Konkurrenz in der Agrarindustrie führen geradezu gesetzmäßig zu zerstörerischer Massentierhaltung, Regenwaldvernichtung für Futter-Monokulturen und Weideflächen, Chemikalien-Verseuchung der Lebensmittel, Artensterben, Landraub, Überausbeutung der Arbeitskraft (Tönnies!), millionenfacher Ruinierung kleinbäuerlicher Existenzen weltweit. Vermehrte Zoonosen und eine zunehmende Überforderung des menschlichen Immunsystems sind die Folge.

3. Die Corona-Pandemie ist deshalb keineswegs eine zufällige Ausnahmeerscheinung, sondern Ausdruck einer globalen Umweltkrise. Sie hat ihre „Vorläufer“ in neu aufgetretenen Krankheitsbildern und Erregern wie AIDS/HIV, Rinderwahn/BSE, Ebola, und in immer mehr Superkeimen(MRSA), die gegen alle Antibiotika und Virostatika resistent sind. Zusammengenommen und in Wechselwirkung mit anderen Faktoren der globalen Umweltkrise zeigt Corona, dass die lebenserhaltende Einheit von Mensch und Natur akut bedroht ist.

4. Die Umweltgewerkschaft sieht sich durch die Corona-Pandemie als auch durch die herrschende Agrarpolitik der Regierung in ihrem Grundsatzprogramm bestätigt. Darin heißt es: 

„Die ganze Art und Weise zu produzieren, zu konsumieren und zu leben ist jedoch vom kapitalistischen Profitprinzip geprägt. (…) Wir wollen die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen nicht hinnehmen. Wir brauchen sauberes Wasser, saubere Luft und intakte Böden, gesunde Lebensmittel, umwelt- und gesundheitsschonende Arbeitsplätze, ein für die Menschheit lebensfreundliches Weltklima, den Schutz und die Regeneration der Artenvielfalt sowie der Ozonschicht und der Ökosysteme der Erde, den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen, umweltschonende Anbaumethoden, artgerechte Tierhaltung, Landschaftspflege und Naturschutz.“

Zur Durchsetzung dieser Ziele tritt die Umweltgewerkschaft auf überparteilicher Grundlage für den engen Schulterschluss zwischen Umweltbewegung und Arbeiterbewegung ein.  Sie kämpft für eine gesellschaftliche Alternative, in der die Einheit von Mensch und Natur verwirklicht wird.

* * *

PDF-DOWNLOAD und ANSICHT als Presseinformation:

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 (Tausende gestaltete "Fußabdrücke" wurden aus ganz Deutschland zum "Wir-haben-es-satt"-Protest geschickt - stellvertretend für die Zehn- bis Zwanzigtausend Menschen, die normalerweise zu der jährlichen Großdemonstration nach Berlin kommen und wegen der Pandemie bewusst zu Hause geblieben sind.) 

Umweltgewerkschaft unterstützt auch 2021 den "Wir-haben-es-satt"-Protest, am 16.1. in Berlin

Die Organisator*innen schreiben: (Auszug, vollständiger Text auf ihrer Homepage, Link siehe unten)

"Umweltzerstörung und Tierfabriken stoppen

Corona zeigt uns, wie wichtig die Versorgung mit nachhaltig produzierten und regionalen Lebensmitteln ist. Gleichzeitig macht uns die Pandemie wieder einmal klar, wie wichtig der Umweltschutz und die Abkehr von der industriellen Tierhaltung sind. In der intensiven Tierhaltung können sich Viren besonders gut entwickeln. Die Zerstörung der Natur sorgt dafür, dass immer mehr Viren zu uns Menschen gelangen. Der Umbau der Landwirtschaft darf also nicht mehr warten!   (...)

Gegen Verschwörungsmythen und Nazis

Die Demonstrationen der Corona-Leugner*innen sind unerträglich. Es gibt viele Krisen, die durch die Pandemie verschärft werden und auf die man im Kontext von Corona hinweisen müsste. Etwa das Schicksal derjenigen, die im Mittelmeer ertrinken, während Europa zuschaut. Oder die Tatsache, dass die Lufthansa mit Milliarden unterstützt wird und reihenweise Selbstständige vor die Hunde gehen. Es gibt so viele soziale Themen, die sich in der Pandemie zuspitzen, bei denen Solidarität gefragt wäre - aber all das interessiert die selbsternannten Corona-Rebell*innen nicht. Das haben wir sowas von satt!

Wir zeigen klare Kante gegen alle, die mit Verschwörungserzählungen und rechter Hetze gegen die Pandemie-Maßnahmen auf die Straße gehen. Gleichzeitig zeigen wir, dass Protest auch zu Pandemiezeiten möglich ist - solidarisch und verantwortungsvoll! "

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    Link zur "Wir-haben-es-satt"-Homepage

 

Die Umweltgewerkschaft gehört zum Kreis der Unterstützer*innen. Diesen findet ihr hier auf der Homepage der Demo.

https://www.wir-haben-es-satt.de/ueber-uns/traegerkreis/

 

Bericht vom Erörterungstermin der Bürgereinwendungen gegen den Bau der TESLA- Gigafactory in Grünheide/Brandenburg durch das Landesamt für Umwelt am 23.09.20

TESLA HAT WASSER – ALLE ANDEREN NICHT!

So sah es in der Stadthalle in Erkner aus: 150 Stühle für 407 Einwender, die Mitarbeiter der Brandenburger Landesbehörde für Umwelt, Umweltverbände, Bürgerinitiativen aus umliegenden Orten und natürlich der Tisch mit den Tesla-Mitarbeitern, die Stellung nehmen sollten. Während allen anderen die Mitnahme von Wasserflaschen untersagt war, standen einzig auf dem Tesla-Tisch hübsch angeordnet diverse Getränke und Gläser. Ob das schon ein Zeichen sei? - war gleich zu Beginn die Frage, die zwar einen Lacher wert war, aber nicht der Stimmung der anwesenden Teilnehmer entsprach.

Hintergrund: Ein halbes Jahr nachdem der Bau durch die Rodung einer riesigen Waldfläche schon begonnen hatte und die Fabrik heute bereits in ihren Konturen zu erkennen ist, findet die Erörterung der 823 Gegen-Argumente von 407 Einwendern statt.

TESLA Anhörung 01

Die vielen begründeten Bedenken hat die Landesbehörde nicht davon abgehalten, Tesla immer wieder vorläufige Erlaubnisse zu erteilen – die Baugenehmigung selbst konnte noch nicht erteilt werden, weil es noch kein abschließendes Gutachten zur Umweltverträglichkeitsprüfung gibt.

Man fragt sich: Ist das Landesamt für Umwelt eine Behörde zum Umweltschutz - oder eine Behörde, die TESLA vor den Umwelt-Sorgen der Bürger schützt?

Offensichtlich wird hier ein Exempel statuiert, den Umweltschutz deutlich den wirtschaftlichen Interessen unterzuordnen.

So herrschte auch der Umgangston. Gleich zu Beginn wurde ein BI-Mitglied durch die Polizei eingeschüchtert, die Presse wurde in ein Außenzelt ausgelagert und durfte kein Bildmaterial erstellen, die Firma, die zur Erstellung des Protokolls engagiert war, wurde von Tesla beauftragt, bei kritischen Redebeiträgen wurde das Micro abgestellt.

Sie müssen das nicht beantworten“, so wurden mehrfach die in die Defensive gebrachten Tesla-Vertreter aus unangenehmen Situationen vom Versammlungsleiter gerettet.

Es gab zu viele Fragen, die sie nicht beantworten konnten oder sollten, es ginge ja auch „nur“ um den vorliegenden Bauantrag für die erste Ausbauphase, der noch drei folgen sollen. „Es ist nicht verboten, eine Firma in Teilschritten zu beantragen“, hieß es, wenn die Bürger ein Gesamtkonzept für Teslas Pläne einforderten. Der Bürgerinitiative ist die derzeitige Planung allerdings schon zu viel und sie fordert, den Tesla-Bau gar nicht zuzulassen.

Neben vielen Aspekten ist man sich in unter den Einwendern in einer Sache absolut einig: in einer Zeit, in der mehr als 100 Fachgesellschaften für Gewässerforschung zum sofortigen Handeln aufrufen, weil die Wasserressourcen der Welt derzeit der stärksten Bedrohung in der Geschichte der Menschheit ausgesetzt sind, kann man unmöglich in einem Trinkwasserschutzgebiet eine Fabrik bauen, die 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr verbraucht. (Es sollten ursprünglich 3,3 Millionen sein). Und das in einer Region, die so von Dürre betroffen ist, dass die umliegenden Seen und Flüsse zusehends austrocknen, ganz zu Schweigen von den Äckern und Wäldern.

Mit einer online-Petition will die Bürgerinitiative nun versuchen, weiter Gehör zu finden:

www.openpetition.de/petition/online/rettet-unser-trinkwasser

Link zu früherem UG-Artikel zu TESLA:

https://www.umweltgewerkschaft.org/de/a-c/berlin/1624-ug-berlin-wanderung-ins-tesla-gebiet.htm

Link zur Bürgerinitiative Grünheide:

https://www.bi-gruenheide.de/

TESLA Anhörung 02

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