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WHES Demo2018 2… und das waren deutlich mehr als die letzten beiden Jahre. Es ist die bundesweit größte Protestveranstaltung gegen die Folgen der kapitalistischen Landwirtschaft und sie wird inzwischen von über 100 Organisationen und Initiativen unterstützt. Sie richtet sich insbesondere gegen die immer weiter fortschreitende Ruinierung kleiner und mittlerer Bauernhöfe durch große Agrar- und Lebensmittelkonzerne. Ebenso gegen Massentierhaltung, Vergiftung von Mensch und Natur durch Pestizide, für eine ökologisch ausgerichtete Landwirtschaft und gesunde Lebensmittel für alle.

 Der Demo-Zug wurde von zum Teil tagelang angereisten 160 Treckern aus dem ganzen Bundesgebiet angeführt. Die Jugend prägte eindeutig das Demonstrationsbild. Auch viele selbstgemalte Schilder und Transparente drückten das große persönliche Engagement der Teilnehmer*innen aus. (siehe Bilder-Galerie auf www.wir-haben-es-satt.de).

Schon am Vortag waren mindestens 300 Leute bei der traditionellen „Schnippeldisko“ aktiv, um die Demo mit leckerem Gemüse, Suppen usw. versorgen zu können.

WHES Demo2018 1Zukunftsweisend war auch der internationale Geist dieses Protests: Ausdrücklich wurde das durch die internationalen Agrarkonzerne verursachte weltweite(!) Höfe-Sterben kritisiert. Von den Moderator*innen und auch im offiziellen Aufruf wurde eine deutliche Abgrenzung von Rassisten und ein Willkommens-Statement für Geflüchtete bekundet. Vertreter*innen der landwirtschaftlichen Umweltbewegung aus Frankreich, Holland, Österreich und Brasilien sprachen auf den Kundgebungen und repräsentierten die internationale Verbundenheit der Bewegung.

Mit im Zentrum der Demo stand die Kritik an der erneuten Zulassung des Pflanzen-Ultragifts Glyphosat durch die EU-Kommission und Landwirtschaftsminister Schmidt. Das Transparent der Umweltgewerkschaft traf die Stimmung und wurde oft fotografiert. Unser neuer Ansatz, Umwelt- und Arbeiterbewegung zusammenzuführen, um eine überlegene Kraft gegen die Konzern-Macht zu erreichen, stieß in vielen Gesprächen auf offene Ohren und Zustimmung. Gleichzeitig war oft noch eine Haltung des Appellierens an die neue Bundesregierung und ein Hoffen auf die EU-Kommission, sich für die Bauern und die Landbevölkerung einzusetzen, zu spüren.

WHES Demo2018 3Die Umweltgewerkschaft war wie schon in den Vorjahren offizielle Unterstützerin der Demo, und mit einem Infostand vertreten. Mitglieder mindestens aus Berlin, Hamburg und Ulm waren aktiv dabei – hiermit ein großes Dankeschön für eure Unterstützung! Zukünftig sollte eine bundesweite Mobilisierung durch alle Ortsgruppen in Erwägung gezogen werden. Das Anliegen dieser Großdemonstration stimmt in wichtigen Punkten mit dem Grundsatzprogramm der Umweltgewerkschaft überein. Zugleich ist es weitergehend und bietet für die landwirtschaftliche Protestbewegung eine Orientierung über den Kapitalismus hinaus.

Umweltgewerkschaft ist unverzichtbar – auf dem Land, in der Stadt, im Betrieb!

 (Gernot, Bundesvorstand)

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